Autohersteller wollen Japan aufladen


Ein enges und flächendeckendes Netz von Ladestationen ist Voraussetzung für die Akzeptanz von Elektroautos.

Ein enges und flächendeckendes Netz von Ladestationen ist Voraussetzung für die Akzeptanz von Elektroautos.

Die japanischen Autokonzerne Toyota, Nissan, Honda und Mitsubishi wollen sich gemeinsam am Aufbau eines flächendeckenden Ladesäulennetzes in ihrem Heimatland beteiligen. Potenzielle Betreiber von Ladestationen für E-Autos können bis 28. Februar 2014 Fördergelder beantragen.

Bis zu 1,7 Millionen Yen (12.580 Euro) schießen die vier Hersteller für die Installation einer Schnellladestation zu. Auch an den Wartungskosten der Säule beteiligen sie sich. Ganz ohne Gegenleistung bleiben die Zuschüsse natürlich nicht: Die Nutzungsgebühren der Ladesäulen fließen an die von den vier Unternehmen gegründete Förderorganisation. Dem Betreiber bleibt die Rolle als Service-Provider, in der er zum Beispiel von erhöhtem Kundenverkehr profitieren soll.

Die Zahlungen von Toyota, Nissan, Honda und Mitsubishi fließen nur, wenn die Subventionen des japanischen Staates ausgeschöpft sind. Auch an die Standorte knüpfen die Autohersteller Bedingungen: „Ladestationen müssen an zugänglichen Orten wie Einkaufszentren und Hotels oder entlang vielbefahrener Routen beispielsweise an Raststätten, Mautstationen, Parkplätzen oder 24-Stunden-Shops montiert werden.“

2 Antworten zu “Autohersteller wollen Japan aufladen

  1. Also, bis jetzt ich noch keiner Wasserstoffladestation begegnet. Irgendwie kann ich mir das einfach nicht vorstellen, dass in 1-2 Jahren ein flächendeckendes Wasserstoffstankstellennetz verfügbar ist. Wer soll sich schon ein Wasserstoffauto kaufen, wenn er es nicht tanken kann. Nach einer Rechereche bin ich auf diese Seite gestoßen (http://www.mycar.net/auto/toyota/fcev/330-toyota-fcev-entwickelt-sich-toyota-zum-google-der-autoindustrie.html). Wenn die Autos selbst den Wasserstoff durch Elektrolyse herstellen, dann ist das natürlich vorstellbar.

  2. Ich bin zwar kein Freund von gebündelten Konzerninitiativen, aber vielleicht sollte ich da etwas kompromisbereiter sein. Wenn es in einem Nationalstaat Förderungen gibt, die eine Verbreitung der E- Mobilität steigern, ist ggf. eine generelle Ablehnung solcher Firmenzusammenschlüsse nicht gerade gut. Ich übertrage es mal auf Deutschland. Unsere Fahrzeughersteller würden sich für dieses Projekt einer Flächendeckenden Infrastruktur von Ladestationen zusammenschließen und mit staatlichen Fördergeldern sorgsam umgehen und nicht für ihre Aktionäre nur eine Erhöhung der Dividenden ins Auge fassen. Dann stünde ich einer Subventionierung in den Anfangsjahren, zum Aufbau der Netze, nicht entgegen. Gleichzeitig müsste aber auch sichergestellt werden, dass die Gewinne zuerst wieder die Subventionen refinanzieren, bevor jemand Gewinne maximieren kann. Würde mich doch interessiere, ob das in Japan bedacht wurde.

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