Stromer mit Realitätssinn: Der Ford Focus Electric im Test


Auch Ford bietet nun ein Elektrofahrzeug an, den Focus Electric. Der innovative Antrieb der fünftürigen Schräghecklimousine funktioniert einwandfrei – doch das umweltfreundliche Auto ist ein teures Vergnügen.

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Die Fahrleistungen des Ford Focus Electric sind ordentlich, sorgen aber auch gerne für Schlupf an den Vorderreifen. Besonders lobenswert ist, dass die Restreichweitenanzeige realistische Werte vermittelt und die schwierige Routenplanung mit einem Elektroauto etwas entspannt. Optisch unterscheidet sich der elektrische Focus kaum von den konventionell angetriebenen Modellen. Auch Qualität und Bedienung sind vergleichbar. Grundlegende Unterschiede gibt es aber beim Fahrverhalten. Lenkung und Fahrstabilität liegen eine ganze Klasse unter dem bekannten Focus-Niveau, das Fahrwerk wirkt aber tendenziell komfortabler.

Viele Optionen sind für das elektrische Modell nicht zu haben, dazu zählen leider auch Sicherheitssysteme wie die hinteren Seitenairbags, der Notbremsassistent und der Spurverlassenswarner. Der Kofferraum fällt durch den darin untergebrachten Akku deutlich kleiner aus. Fast 40.000 Euro werden fällig, will man den innovativen Ford sein Eigen nennen. Zudem muss man davon ausgehen, dass der Focus Electric einen beachtlichen Wertverlust erleiden wird.

Karosserievarianten: keine
Konkurrenten: Nissan Leaf

Stärken:
 kräftiger und laufruhiger Elektromotor
 hoher Sicherheitsstandard
 angemessenes Platzangebot

Schwächen:
 sehr hohe Unterhaltskosten
 eingeschränkte Alltagstauglichkeit
 durch Akku eingeschränkter Kofferraum
 Beifahrerairbag-Deaktivierung nur als Nachrüstlösung

Hier finden Sie den ausführlichen Test (pdf) des Ford Focus Electric mit allen Details.

3 Antworten zu “Stromer mit Realitätssinn: Der Ford Focus Electric im Test

  1. Pingback: Elektroauto-Modelle - Weblinks - sedl.at

  2. Grundsätzlich sind neue Elektromodelle am Markt willkommen. Allerdings ist die Zeit vorbei, in der Autohersteller einfach ein Verbrennermodell zu einem E Fahrzeug umbauen sollten. Sonst kommt genau so ein Fahrzeug wie der Focus auf den Markt, welches nicht zu 100 % auf den neuen Antriebsstrang usw abgestimmt ist. Genauso verhält es sich mit dem Einbauort des Akkus. In Zeiten von Zoe und i3 sind die Kunden inzwischen etwas anderes in diesem Bereich gewöhnt

  3. Das doch sehr mittelmäßige Testergebnis (laut diesem Bericht) deutet in die Richtung – des unbedingt alles selber erfindens – . Gute Lösungen auf dem Markt werden einfach nicht zur Kenntnis genommen und grundsätzlich abgelehnt, weil man eigene Patente haben will. So funktioniert die Zukunft aber nicht mehr. Der Kunde ist aufgeklärter und fragt ganz konkret nach Details. Schwächen, wie hier angeführt, führen selbst bei Laien im Vergleichsangebot zu anderen Herstellern, sofort zu Ablehnung. Ich bin Laie und habe bereits den Nissan Leaf im Alltag allwöchentlich nutzen dürfen. Solche Mängel, wie hier beschrieben, hab ich dort nicht festgestellt. Also kommt ein Focus E nicht in meinen Einkaufskorb. Den würde ich auch nicht testen wollen. Hier wird Ford noch reichlich nachbessern müssen.

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