BMW i3 im Crashtest: Innen hui, außen pfui


Die Carbonkarosserie des BMW i3 hat zwei Gesichter: Sie überzeugt im Euro NCAP-Crashtest beim Insassenschutz, patzt aber beim Unfall mit Fußgängern.

Die Knautschzone des BMW i3 reagiert vorbildlich, die Fahrgastzelle bleibt intakt.

Die Knautschzone des BMW i3 reagiert vorbildlich, die Fahrgastzelle bleibt intakt.

Wer hätte das gedacht: Da will BMW die Welt der Mobilität mit einem bemerkenswerten Elektroauto aus den Angeln heben und lässt doch die Chance sausen, beim Euro NCAP-Crashtest die maximal möglichen fünf Sterne zu ergattern. Dabei hätte das Konzept zum Erfolg getaugt. Beim Frontcrash leisten die ausgeklügelte Knautschzone und die stabile Fahrgastzelle, die vollständig intakt bleibt, ganze Arbeit.

Besonders beeindruckend: Der „eiserne Baum“ dringt beim seitlichen Pfahlaufprall (29 km/h) sehr wenig in den Innenraum ein, die Belastungen der Brust sind jedoch erhöht. Der Schutzschild der im Fahrzeugboden eingebauten Batterie zeigt sich bei allen Crashtest-Varianten unerschütterlich.

Enttäuschend aber: Das schlechte Abschneiden des als Citymobil konzipierten i3 beim Fußgängerschutz. Dort werden nur 57 Prozent aller möglichen Punkte erreicht. Außerdem fehlen die Warner für nicht angelegte Gurte auf den Rücksitzen. Leider keine Punkte bringt das serienmäßige Notrufsystem, das bei Unfällen aktiv wird und schnelle Hilfe organisiert.

Hier gibt es mehr Informationen zum Crashtest inklusive Video.

4 Antworten zu “BMW i3 im Crashtest: Innen hui, außen pfui

  1. Elektroautofahrer

    Mein halb so teures Auto hat 5 Sterne UND bessere Werte beim Frontalcrash für die beiden Frontpassagiere. Enttäuschend BMW. Ihr wusstet doch wie NCAP funktioniert.

  2. Lieber ADAC,
    sie sind doch Mitglied beim Euro NCAP und mitverantwortlich für das Punktesystem. Bitte beim Fussgängerschutz nicht übertreiben!

  3. Fehlende Gurtwarner auf den Rücksitzen gibt Punktabzug? Wer wollte denn da unbedingt was negatives finden? Man kann es auch übertreiben mit der „Sicherheit“!
    Ansonsten war das (positive) Ergebnis natürlich zu erwarten. BMW würde sich da niemals die Blöße geben.
    Und zum Fußgängerschutz: Mal ehrlich, solange die Motorhauben nicht mit dickem Gummi überzogen werden müssen und die Frontscheide nicht aus einem nachgebenden Materiel ist, verliert der Fußgänger immer.
    Wie wäre es denn mit einer generellen Helmpflicht für alle Fußgänger? Ließe sich sicher schneller durchsetzen als das Gummi auf der Motorhaube…

    Armes Deutschland.

  4. WAS? Keine Gurtwarner auf den Rücksitzen ?

    Keines meiner letzten 15 Autos hatte das. Na und ?

    Aber gut, dass man was gefunden hat um den i3 ein wenig runter zu schreiben. Typisch deutsch. Leider

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