Tesla macht Elektroautos günstiger


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Klammheimliche Wohltat: Tesla hat das Model S in den vergangenen Monaten deutlich verbilligt.

Die Preise für das Tesla Model S sinken stetig. Doch trotzdem sind die Sportlimousinen teuer und selten in Deutschland. Nun stellt Tesla-Gründer Elon Musk eine kleine Variante des schicken Stromers für gerade einmal 25.000 Euro in Aussicht. Doch aktuell scheint der Preis unrealistisch.

Tue Gutes und rede darüber. Tesla hat es offenbar nicht nötig, diesen Grundsatz zu befolgen. Denn der Hersteller von Elektroautos senkt in Deutschland konstant seine Preise – kommuniziert das allerdings nicht. Das Model S kostete bei seiner Markteinführung im Jahr 2013 etwa 72.000 Euro. Aktuell müssen Kunden nur noch etwas mehr als 65.000 Euro bezahlen, wenn sie sich für die 306 PS starke Nobellimousine entscheiden.

Und ein Tesla könnte bald noch günstiger zu haben sein: Der US-Autobauer treibt weiterhin die Produktion eines erschwinglichen Elektroautos voran, des Model E. Firmengründer Elon Musk hat nun weitere Details zu einem möglichen Breitenstromer bekannt gegeben.

Rund ein Fünftel kleiner als die des großen Bruders sollen die Proportionen des Model E sein. Das Model S ist knapp fünf Meter lang, zwei Meter breit und anderthalb Meter hoch. Entsprechend würde wohl das Gewicht eines kleinen Tesla auf etwas weniger als zwei Tonnen fallen.

Geringere Reichweite, weniger Leistung

Ein wesentlicher Faktor für den Gewichtsverlust könnte ein kleines Akkupack sein. Ein 48-kW-Energiespeicher soll am Boden des Model E montiert werden. Im Model S sind die Akkus mit 85 kWh und 60 kWh deutlich größer.

Durch das kleinere Volumen würde das Gewicht sinken – und die Reichweite. Etwa 500 beziehungsweise 400 Kilometer sind in der großen Sportlimousine möglich. Elon Musk will mit dem Model E bis zu 200 Meilen ermöglichen, also etwas mehr als 320 Kilometer. Mit der aktuellen Technologie sind mit 48-kWh-Batterie ungefähr 240 Kilometer möglich. Tesla wird für den proklamierten Wert also noch einiges an Entwicklungsarbeit leisten müssen.

Wesentlicher noch für eine weite Verbreitung der kleinen Tesla-Limousine ist ein günstiger Preis. Der Tesla-Chef stellt 35.000 US-Dollar in Aussicht, das entspräche etwa 25.200 Euro. Damit wäre das Model E fast 10.000 Euro günstiger als der Elektro-Golf, der mindestens 35.000 Euro kostet.

Tesla Model E: Marktstart 2017?

Experten jedoch beziffern zum aktuellen Zeitpunkt die Kosten für einen Volks-Tesla deutlich höher. Die US-Anlagestrategen Stanphyl Capital Management haben die momentanen Kosten des Projekts berechnet und kommen auf einen Preis von etwa 48.000 US-Dollar, also etwa 34.500 Euro. Das läge dann ziemlich genau auf dem Preisniveau eines Golfs mit Elektroantrieb.

Tesla muss also auf sinkende Kosten durch technische Neuerungen hoffen, um das ausgerufene Preisziel zu erreichen. Die Weiterentwicklung der Konkurrenz ist dabei noch gar nicht einkalkuliert. Die Elektroauto-Branche ist schnelllebig, das Innovationstempo hoch. Das muss auch ein Pionier der Szene bedenken. Elon Musk will das Model E 2017 auf die Straße bringen. Bis dahin hat Tesla viel zu tun.

3 Antworten zu “Tesla macht Elektroautos günstiger

  1. Ich glaube nicht, dass Tesla viel tun muss um mit einem Kompaktwagen auf einen Verbrauch von 15kWh/100km zu bringen. Das schafft man, mit zurückhaltender Fahrweise, mit den aktuellen Modellen locker.
    Mal nachrechnen. Elon sprach von 20% weniger in allen Belangen gegenüber dem Model S. Wäre also ein Auto mit 4m Länge (erscheint mir etwas klein), gut 1,5t Gewicht und dem 48kWh-Akku. Enspricht also einem Leaf oder e-Golf nur mit doppelter Akku-Kapazität. Bei der Motorleistung tippe ich mal auf mindestens 150kW. Der Preis ist also nicht wirklich unschaffbar, vor allem in Hinblick auf die eigene Akku-Produktion (Giga-Factory). Und dass das Auto in D für 25.000€ zu haben sein wird, glaube ich auch 2017 nicht. Telsa verkauft die Fahrzeuge 1:1 von Dollar nach Euro. Der Preis entspricht also dem des gegenwärtigen e-Golf bzw. BMW i3.
    Wenn Tesla beim Model E den Premium-Anspruch hält, wird es zu dem Preis aber ein echter Renner. Die anderen Hersteller werden es sein, die hier nachlegen müssen (mindestens mit ähnlichen Akku-Größen für deutlich mehr Reichweite!)

  2. Die Vorhersage mit Preisen ist in der Vergangenheit schon oft schief gegangen. Auch der Tesla Roadster sollte ursprünglich deutlich günstiger kommen. Von daher rechne ich mit ca. 50000 für den kleinen Tesla. Da liegt er dann auf dem Niveau eines gut ausgestatteten BMW i3. Nur eben mit einer doppelt so großen Batterie. Ich will haben….

  3. COOOOL!
    Her mit dem Teil!😉
    Wo kann man das Model S vorbestellen?

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