Luxusstromer als Taxi


htIn München als ganz normales Taxi unterwegs: ein Model S von Tesla.  Foto: Taxi Center Ostbahnhof

In München als ganz normales Taxi unterwegs: ein Model S von Tesla.
(Foto: Taxi Center Ostbahnhof)

Das komfortable und dynamische Fahrgefühl im Model S wird hochgelobt, doch das noble Elektroauto ist für die meisten unerschwinglich. In München können sich jetzt auch Normalverdiener eine Fahrt im Luxusstromer leisten, denn ein Taxiunternehmer hat einen Tesla in seine Flotte aufgenommen.

Die sportliche Limousine mit 270 kW (367 PS) und gewaltigem Drehmoment wird vom Taxi Center Ostbahnhof auch im ganz normalen Taxibetrieb eingesetzt. Wer einmal das Tesla-Fahrgefühl ausprobieren und sich nicht auf sein Glück verlassen will, den Luxusstromer am Stand anzutreffen, kann ihn für Fahrten zum 40 Kilometer außerhalb der Stadt gelegenen Franz-Josef-Strauß-Flughafen vorab buchen. Berechnet wird dafür der ganz normale Tarif.

Peter Köhl, der Geschäftsführer des Taxi-Unternehmens, bezeichnet sich selbst als „begeisterten Elektromobilisten“. Um die Umweltbelastung zu minimieren, hat er seine komplette Flotte auf Hybrid-Antrieb umgestellt. Die 50 Vollhybrid-Autos vom Typ Toyota Prius ergänzen ein Opel Ampera und neuerdings der Tesla. „Das Model S ist das erste reine Elektroauto, das von der Reichweite und dem Platzangebot her für den Taxibetrieb taugt“, sagt Köhl.

Die Akkus mit 85 kWh Leistung liefern genug Strom für eine komplette Schicht, bei der etwa 250 Kilometer zurückgelegt werden. Aufgeladen werden sie in der Regel über Nacht mit 380 Volt Drehstrom in der eigenen Werkstatt oder auch am Schukostecker in der Garage.

Zufrieden ist Peter Köhl auch mit seinem Opel Ampera, dem ein Range Extender zu genug Spielraum für längere Fahrstrecken verhilft: „Das ist ein tolles Auto, der Nachteil ist aber, dass er nur drei Fahrgastplätze hat.“ Im Tesla finden dagegen neben dem Fahrer vier Erwachsene bequem Platz.

Allein durch Taxikunden wird sich die 85.000-Euro-Investition nicht lohnen, das ist dem Unternehmer klar. Er sieht das Model S als Zugpferd für seinen Plan, nachhaltig orientierten Unternehmen CO2-neutrale Fahrdienste über längere Strecken anzubieten. Damit sich Elektroautos als Taxis in der Stadt etablieren können, braucht es seiner Meinung nach induktive Lademöglichkeiten an den Standplätzen: „Die Taxis stehen dort hintereinander, daher sind normale Ladesäulen nicht geeignet.“

4 Antworten zu “Luxusstromer als Taxi

  1. Wie oft muss so ein wagen zu insoektion? was kostet so eine inspektion? wann werden die akkus fällig..

    • Hier die Angaben dazu aus dem ADAC Test des Tesla Model S:
      Die Herstellergarantie für das Model S beträgt vier Jahre bzw. 80.000 km. Für die 85 kWh Batterie übernimmt Tesla eine Garantie von acht Jahren (Kilometer unbegrenzt). Bei der 60 kWh Batterie gelten zwar ebenfalls die acht Jahre Garantie, allerdings gibt es hier eine Kilometerbegrenzung von 200.000 km. Für das Model S gibt es keine festgeschriebenen Inspektionsintervalle. Tesla empfiehlt jedoch, das Fahrzeug jährlich oder alle 20.000 km einer Wartung zu unterziehen. Laut Tesla bleiben die Garantieansprüche bei Nichteinhaltung der empfohlenen jährlichen Wartung unberührt. Tesla bietet eine sehr transparente Preisgestaltung für Inspektion und Wartung an. Der Kunde bezahlt für jede Inspektion eine Wartungspauschale von 600 Euro. Darin enthalten sind alle Wartungsumfänge inklusive aller wichtigen Verschleißreparaturen wie Bremsbeläge/-scheiben, Bremsflüssigkeit, Scheibenwischer, Pollenfilter etc… Einzig die Kosten für den Reifenersatz sind nicht in der Wartungspauschale enthalten.

      Viele Grüße
      ADAC Motorwelt-Blog-Team

      • Das ist interessant, das war mir noch gar nicht bewusst. Also nicht nur Revolution im Auto selbst, sondern auch im Service. Eine Pauschale… 600 Euro sind vielleicht nicht ganz wenig, aber für ein Premium-Auto zahlt man wahrscheinlich sonst mindestens genauso viel, und wenn die Bremsen erneuert werden, eher noch mehr.

        Ich halte die Garantie auf die Batterien für sehr anspruchsvoll, aber durchaus möglich, wenn man bedenkt, dass der Tesla-Kunde für 200.000 km im Durchschnitt vielleicht 800-1000 mal lädt, und dann noch nicht einmal den vollen Hub ausnutzt. Würde immer nur nach 450km Fahrt geladen, würden sogar nur ca. 450 Zyklen für 200.000 km benötigt. Einzig die wirklichen Dauerkunden, d.h. pro Tag 300km, im Jahr 100.000km, könnten für die Garantie der Batterie ein Problem werden.

  2. Das wäre sicherlich auch etwas für Hannover.

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