EU beschließt einheitliche Stecker für E-Autos


In Zukunft überall in der EU verwendbar: Der so genannte Mennekes-Stecker.

In Zukunft überall in der EU verwendbar: Der so genannte Mennekes-Stecker.

Europäische Elektroauto-Fahrer müssen sich künftig nicht mehr um Kompatibilitätsprobleme ihrer Ladekabel sorgen. EU-weit wird nur noch ein Steck-System gebaut. Darauf einigten sich Unterhändler des Europaparlaments, der EU-Kommission und der EU-Staaten.

Insbesondere deutsche E-Autofahrer können sich freuen. Denn der in Deutschland weit verbreitete Typ-2-Stecker (auch „Mennekes-Stecker“ genannt) wird bald zum EU-Standard. Vor allem zukünftige Besitzer von E-Autos profitieren von diesem Beschluss: Gibt es genügend Ladesäulen, können E-Autofahrer beruhigt an beliebige Stationen heranfahren und müssen nicht nach derjenigen Station fahnden, die zu ihrem E-Fahrzeug passt.

Außerhalb der EU bleibt zwar die Vielfalt der Steck-Systeme erhalten. Doch auch hier könnte die Zukunft einige Probleme lösen. Tüftler wie Sirri Karabag entwickeln induktive Ladesysteme ohne Ladekabel, ähnlich einer elektrischen Zahnbürste: nah genug an die elektrische Station heranfahren – und schon wird die Batterie aufgeladen. Gelingt hier ein Durchbruch, könnte das jegliche Kompatibilitätsprobleme im Vorfeld beseitigen.

EU-Vertreter fassten einen weiteren Beschluss und einigten sich darauf, Tankstellen und Ladestationen für alternative Antriebe systematisch aufzubauen. Bis Ende 2020 sollen so viele Stationen für Elektroautos stehen, dass man ohne Reichweitenangst längere Strecken jenseits der heutigen Durchschnittsreichweite von etwa 130 bis 150 Kilometern fahren kann. Wie viele solcher Stationen bis 2020 stehen sollen, wurde nicht bekannt gegeben.

3 Antworten zu “EU beschließt einheitliche Stecker für E-Autos

  1. Hallo Gedankenweber,
    Mach dir mal keine Sorgen, die Normung hat alle Spannungslagen und viele Leistungen berücksichtigt, außerdem sowohl Gleichstrom (Trafo in der Wallbox o.ä.) oder Wechselstrom (Trafo im Auto). Dieser Stecker deckt ein Teil der Norm ab, schafft ganz wenig und auch bis 63A bei 400V Wechelstrom (das ist viermal so viel wie Dein Ofen in der Küche und so die Komplett-Auslegung eines Einfamilienhauses). So bei 40kW ist Schluß, das will aber so eine Autobatterie erst mal nicht sehen (geht auf die Lebensdauer, weils einfach zu warm in der Büchse wird). Für noch mehr Bums (dickere oder mehrere Batterien) gibt es dann noch kompatibel Stecker mit zwei Polen oben dran, das wird für Nutzfahrzeuge interessant. Die Daten-Kommunikation und Absicherung etc. zusammen mit der Ladeinfrastruktur ist typisch Europäisch, jeder durfte mitreden und viele Strategieen sind abgedeckt. Sogar amerikanische und Japanische Gedanken sind mit drin, sodaß man die Autos oder die Stecker oder einfach das Kabel dazwischen gut kombinieren kann. Bei den Radios oder den Reifendruckthemen ist es nicht so gut gelungen.
    Übrigens: da man ziemlich aufpassen muss, dass sich keiner den Finger oder das Herz verbrennt, wird es immer nur ein Anschluß geben. USB arbeitet mit 5V, da passiert nix. An Elektroautos ist immer so ein gelbes Dreieck dran, und das nehmen alle verdammt ernst. Technisch geht Steckerladung bis 200kW, da muss man erstmal die Strasse aufreißen lassen, bis man das in die Garage an die Wand hängen kann. 5 Autos sind dann ein MW, puh.
    Bis denne
    Stromer-Papa

  2. Warum muss ich in Europa das Kabel mitführen und in Japan und in den USA nicht? Kundengerecht ist das nicht !
    In eine Telefonzelle habe ich ja früher auch keinen Hörer mitgebracht…
    @lieber ADAC – können sie hier mal ihren Einfluss geltend machen???
    Und bis sich das Handy durchgesetzt hat (hier vergleichbar mit dem induktiven Laden) hat es halt auch Jahre gedauert – bis dahin wäre es schon schön wenn die Europäer in der Zwischenzeit wenigstens an die USA und Japan aufschließen könnten.

  3. Hmm … und der Fortschritt? Wenn andere Ladetechnik oder andere Akkus andere Stecker benötigen, dann muss man erst ein europaweites Zulassungsverfahren anstrengen?

    „Eine Größe passt für alle“ ich glaube jeder weiss vom Kleiderkauf, dass da nicht stimmt, und wenn man mit dem Stecker einen Elektro-Smart schnell Laden kann, dann sieht das vielleicht für den kommenden Elektro-Transporter des Handwerkers schon anders aus.

    Persönlich sehe ich für Elektro-Transporter mittelfristig sogar mehr Marktpotential statt für PKWs, weil sich hier die Killerfrage“Urlaubsfahrt“ gar nicht erst stellt.

    Oder bekommt so ein Transporter dann 5 Ladebuchsen und man tankt mit 5 Kabeln, so wie heute manche USB Geräte zwei Stecker haben um über das 500mA Limit per Buchse zu kommen?

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