Nach Bränden: Tesla verstärkt Unterboden


Luxus-Auto Tesla Model stand vergangenes Jahr verstärkt unter Brandverdacht.

Durch das Gewicht der zusätzlichen Batterie-Schutzschichten verringert sich die Reichweite des Tesla Model S kaum.

Ende 2013 hatte die Tesla-Aktie schwer zu kämpfen, als innerhalb weniger Wochen zwei Tesla Model S nach einem Unfall Feuer fingen. Die Batterien im Unterboden hatten sich entzündet. Den Insassen war zwar nichts passiert, dennoch fiel der Wert des Unternehmens an der Börse deutlich. Jetzt reagiert Tesla. 

Eine zentrale Frage stand im Herbst 2013 plötzlich im Raum: Sind die elektrisch angetriebenen Luxus-Fahrzeuge von Tesla leicht entflammbar? Tesla verneinte vehement. Vor allem Firmenchef Elon Musk wurde nicht müde, zu erklären, dass seine E-Autos sogar deutlich weniger anfällig für Brände seien als Pkw mit Verbrennungsmotor. Der Aktienwert erholte sich daraufhin weitestgehend. Die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) stellte ihre Ermittlung zur Brandursache ein.

Nun reagiert das US-amerikanische Unternehmen trotzdem: Ab sofort verstärkt Tesla den Unterboden aller Neufahrzeuge dreifach, um die Batterien des Model S noch besser zu schützen. Alle bereits verkauften Fahrzeuge sollen auf Wunsch nachgerüstet werden. Neue Tesla Model S werden automatisch den dreifach verstärkten Unterbodenschutz haben. Das gab Musk im hauseigenen Tesla-Blog bekannt.

Mit zusätzlichen Aluminium- und Titanschichten soll ein massiver Schutz an den Batterien entstehen. Das hat seinen Grund: Die Brandursache im vergangenen Jahr wurde relativ schnell ermittelt, nämlich von Tesla selbst. Metallteile drangen mit einer ungewöhnlichen und unerwarteten Wucht durch die Unterbodenplatte bis hin zur Batterie. Das führte zu einer Art Kurzschluss, wodurch die Brände entstanden.

Laut Musk verringert sich die Reichweite des Model S durch das zusätzliche Gewicht des dreifachen Unterbodenschutzes nur um etwa 0,1 Prozent. Geht man von einer Reichweite von rund 400 Kilometern aus, wäre der Unterschied kaum spürbar: Der Reichweitenverlust läge dann bei knapp einem halben Kilometer.

3 Antworten zu “Nach Bränden: Tesla verstärkt Unterboden

  1. Benzin, Gas oder Wasserstoff sind ebenfalls nicht narrensicher.
    Das einzige was „narrensicher“ ist sind die Vorurteile gegen Elektroautos.

  2. Hochleistungsakkus sind keineswgs narrensicher. Boeing hatte in seinem neuen Modell „Dreamliner“ erhebliche Sicherheitsprobleme mit Lithium-Batterien, die zur Überhitzung neigten; nach einer Notlandung und einem ähnlichen Zwischenfall am Boden musste die gesamte Flotte drei Monate lang am Boden bleiben.

    Quelle: http://www.solarer-wasserstoff.de AKTUELLES – Tesla for ever

    • In einem Tesla ist noch kein Brand eines Akkus ohne Fremdeinwirkung aufgetreten. Und das bei 30.000 Fahrzeugen mit 60-85 kWh.
      Fazit: eine Fehlkonstruktion, wie bei Boing, kann Probleme machen – aber was hat Tesla mit diesem Beispiel zu tun?!

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