Bundesregierung will Elektroautos fördern


Die Politik hat große Pläne für die Elektromobilität: Stromer sollen in Zukunft viele Vergünstigungen erhalten. Verkehrs- und Umweltministerium haben sich laut einem Bericht des „Handelsblatts“ auf die Eckpunkte eines entsprechenden Gesetzes geeinigt. Es wird auch erstmals festgelegt, welche Fahrzeuge genau als Elektroautos gelten und deshalb bevorzugt behandelt werden. Den Entwurf müssen die Minister noch abzeichnen.

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„Neben reinen Elektrofahrzeugen wollen wir auch die besonders alltagstauglichen Plug-in-Hybride privilegieren – sofern sie einen echten Umweltvorteil aufweisen“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) dem „Handelsblatt“. „Voraussetzung dafür ist, dass ihre elektrische Reichweite groß genug ist, um Alltagsfahrten emissionsfrei zu bewältigen.“

Dazu zählen vorerst Modelle, die entweder maximal 50 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen oder mindestens 30 Kilometer rein elektrisch fahren können. „Bis zum Jahr 2017 werden fast alle Plug-in-Hybride umfasst sein“, sagte Hendricks dem „Handelsblatt“. Ab 2018 sollen die Anforderungen verschärft werden – dann muss ein Fahrzeug 40 statt 30 Kilometer rein elektrisch zurücklegen können. Bis dahin haben die Hersteller also Zeit, bessere Batterien zu entwickeln.

Halter von Elektrofahrzeugen mit entsprechenden Eigenschaften sollen eine Plakette bekommen, mit der sie im Straßenverkehr Vorzüge erhalten. So sollen die Stromerfahrer Busspuren mitbenutzen dürfen und ihr Auto auf Sonderparkplätzen abstellen können.

6 Antworten zu “Bundesregierung will Elektroautos fördern

  1. Pingback: Großbritannien gibt 500 Millionen Pfund für Elektromobilität aus | Das elektrische Fahrtenbuch

  2. Das klingt ja nicht grad nach besonders großen Plänen:

    Große Pläne verfolgt Norwegen und das erntet auch Erfolg. Auch in Österreich bekommen wir Förderungen von bis zu ca. € 6.000,- Das ist schon eine große Hilfe.

    Elektroautos von der MwSt. zu befreien oder zumindest nur 7% würde mehr bringen als das mit den Busspuren.
    https://www.openpetition.de/petition/online/7-mwst-fuer-elektrofahrzeuge

  3. Die getroffenen Maßnahmen sind völlig unzureichend. Meines Erachtens ist dies den Politikern bekannt.

  4. Also sind Brennstoffzellenfahrzeuge keine Elektroautos?

    Armes Deutschland . . .

  5. Ich möchte mit meinem E-Auto (3 Jahre alt, 30.000km gefahren) nicht priveligiert werden.
    Ich würde mich schon freuen, wenn E-Tankstellen (Ladesäulen) konsequent von Verbrennern freigehalten würden. Eine flächendeckende Ladeinfrastrutur aufzubaut wird, wäre Voraussetzung für den Betrieb von E-Fahrzeugen. Das ist ebenfalls kein Privileg.
    Jederzeit an allen öffentlichen Ladesäulen laden können, egal welcher der Anbieter und Säulenbetreiber ist, muss umgesetzt werden. An den Schnellladesäulen, von denen viel zu wenig gibt, soll mit allen Ladestandards geladen werden können (Chademo und CCS).
    Daran mangelt es doch ganz heftig. Ich spüre da einen unsäglichen Protektionismus.
    Die Autos mit E-Antrieb sollten für den Normalbürger bezahlbar und in ihren technischen Parametern verbessert werden.
    Busspuren für E-Autos benutzbar zu machen halte ich für groben Unfug. Was sicherlich anfänglich gut funktionieren wird, führt nach kurzer Zeit zu deutlichen Nachteilen des öffentlichen Nahverkehrs. Neben Bussen tummeln sich dort ohnehin bereits eine Menge „Fremdverkehre“ und behindern.
    Der Aufbau privater Ladeinfrastrutur in Parkhäusern, Tiefgaragen, an Mietwohnungen, Mietgaragen, Stellplätzen muss unbürokratisch möglich sein. Möglicherweise sollte der E-Autokauf doch gefördert werden, was damit erreicht werden kann, ist den den Ländern die es tun deutlich sichtbar.
    Innenstädte für Verbrenner sperren, finde ich in Bezug auf die Lebensqualität (Lautstärke, Abgase) derer die da Wohnen wünschenswert. Ich glaube, das es eher darum gehen muss, den Verkehr in den Innenstädten zu vermindern. Da hilft die Privilegierung der E-Autos ebenfalls nur kurzfristig und nicht nachhaltig?
    Wie geschrieben…..ich als E-Autofahrer muss nicht priveligiert werden. Ich möchte einfach nur ein E-Auto bezahlen können, es auch jederzeit nachtanken um es fahren zu. Wenn es dann im Unterhalt noch günstiger als ein Verbrenner wäre, gelingt der Umstieg auch ohne gesperrte Innenstädte und zweckentfremdete Busspuren.

  6. „Vergünstigungen“… „Vorzüge“… aha: „Busspuren und Sonderparkplätze“.
    Na SUUUPER, ich kauf mir gleich morgen ein eAuto!
    LOL!
    Gibt´s ja beides im Üüüüberfluss.

    Ironie aus, Realität an:
    Vor allem die paar Busspuren haben durchaus ihren Sinn!
    Wie wär´s statt dessen mit einem Ende (oder wenigstens Eingrenzung) der Unterstützung für die PS-Monster-Lobby?

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