US-Elektrobus für den Linienbetrieb


"Proterra Solution": Ein elektrischer Bus für den öffentlichen Nahverkehr.

„Proterra Solution“: Ein elektrischer Bus für den öffentlichen Nahverkehr.

Der US-Hersteller Proterra präsentierte die zweite Generation seines E-Busses. Das zwölf Meter lange Fahrzeug heißt „Proterra Solution“ und verfügt über eine interessante Schnellladefunktion auf dem Dach, die es ihm ermöglicht, mit kurzen Ladepausen durchgehend zu fahren.

In vielen US-Städten wie Stockton (Kalifornien), San Antonio (Texas), Nashville (Tennessee)  oder Worcester (Massachusetts) fahren bereits E-Busse von Proterra und transportieren täglich US-Bürger im öffentlichen Nahverkehr. Es sind größtenteils Vorgänger des aktuell vorgestellten „Proterra Solution“, einem zwölf Meter langen Bus, der bis zu 77 Passagiere transportieren kann.

Die von Proterra angegebene Reichweite des „Solution“ von etwa 41 Kilometern beeindruckt zunächst kaum, doch entscheidend für die Praxistauglichkeit ist das Schnellladeprinzip an Haltestellen: Die Ladebasis des Busses befindet sich hinten, oben auf dem Dach. Fährt der Proterra Solution unter eine Ladesäule, dockt diese kabellos und automatisch an. Weniger als zehn Minuten dauert es laut Proterra, die Batterien wieder vollzuladen, so dass der Bus wieder gut 40 Kilometer weit kommt. Der Fahrer hat die Kontrolle über den Ladevorgang und kann ihn jederzeit beenden.

Ein ähnliches Proterra-Testfahrzeug hat mit diesem Ladeprinzip bereits einen Rekord aufgestellt: Es fuhr in 24 Stunden 710 Meilen (1142,06 Kilometer), inklusive der etwa zehnminütigen Ladestopps.

Weitere Daten des „Proterra Solution“ laut Hersteller:

  • Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h
  • Beschleunigung 0-80 km/h: 43,3 Sekunden
  • Verbrauch: 1,13 kWh/km
  • Energiespeicher: zwei 12-V-Niedrigspannungsbatterien
  • Leistung: 220 kW (299 PS)
  • Getriebe: 2-Gang-Automatik von Proterra
  • Rückgewinnung der Bremsenergie (Rekuperation)

3 Antworten zu “US-Elektrobus für den Linienbetrieb

  1. 12 V Akkus? Kann das wahr sein? Die Zyklenfestigkeit wäre interessant zu wissen…

  2. Einmal mehr ein Hinweis darauf, dass der Leitmarkt E-Mobilität nicht bei uns stattfindet

  3. Damit wird deutlich, dass die schon seit Jahren angestrebte und immer wieder vorgeschlagene Ladestation am Ende einer Gesamtfahrstrecke im Linienverkehr längst hätte realisiert werden können. Sei es mit einer direkten Leitung (Oberleitungsgestänge früher) oder Kabellos durch Induktion. Damit stellt sich die Frage, ob man nicht ohnehin in Zukunft auf eine Induktion auf der Strecke verzichten kann, wenn man für die jeweiligen Strecken die Fahrzeuge gleich entsprechend auf ihr konkretes Einsatzgebiet ausrüstet. Das setzt natürlich voraus, dass die Hersteller flexibler werden und auf den Kunden zugeschnittene Modulsysteme/ Baukastensysteme anbieten. Damit verbunden ein Fahrzeug, dass sich in Segmente aufteilen und/ oder zusammenfügen lässt. Damit kann ein Verkehrsunternehmen Solobusse, Gelenkbusse und Doppelgelenkbusse je nach Bedarf zusammenstellen. Jedes Fahrzeugteil hat die gleiche energetische und technologische Ausstattung. Ein Solobus besteht somit aus einer vorderen und einer hinteren Fahrerkabine und wird nur mit entsprechenden Zwischenteilen ergänzt. Für Ingenieure doch eine Herausforderung. Aber ich bin schon wieder viel zu weit mit meiner Fantasie.

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