Die A9 ist jetzt E-Autobahn


Bislang konnten die Besitzer der meisten Elektroautos keine längeren Autobahnstrecken fahren. Denn entlang der Fernstraßen gab es kaum Ladestationen. Lediglich Tesla hat bisher ein paar seiner Supercharger an Autobahnen stationiert. Nun wurden für ein Pilotprojekt zumindest entlang der A 9 München – Berlin acht Schnellladesäulen installiert.

1405_Elektro_960x640
 

Seit dem 14. Mai können Elektroautos an der Strecke innerhalb einer halben Stunde wieder mit Strom versorgt werden. Die acht Ladestationen befinden sich an Rastplätzen oder bei Partnern direkt an der Autobahn. Dank der Stationen können E-Autos nun problemlos die 430 Kilometer lange Strecke zwischen München und Leipzig bewältigen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll das Netz bis Berlin erweitert werden.

Alle Säulen sind mit dem Combined Charging System (Combo-Stecker) ausgestattet, auf das sich die europäischen Autohersteller geeinigt haben. Aufgebaut hat die Stationen ein Firmenkonsortium von BMW, Eon und Siemens mit Zuschüssen des Bundes sowie aus Bayern und Sachsen. Die bei dem Pilotprojekt gewonnenen Erfahrungen sollen für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang des deutschen Autobahnnetzes genutzt werden.

In den ersten vier Wochen ist das Laden an den acht Säulen kostenfrei. Dafür werden an den Standorten während der Öffnungszeiten spezielle Ladekarten ausgegeben. Später werden Kunden entweder mit dem Handy per SMS oder über die europäische Roaming-Bezahlplattform Hubject bezahlen können. Diese Plattform soll ab dem Sommer zur Verfügung stehen. Mit nur einem Vertrag sollen Fahrer von Elektroautos dann überall in Europa an Ladesäulen verschiedener Anbieter Strom zapfen können.

Die Standorte der ersten acht Schnellladesäulen:

* Schweitenkirchen (nördlich von München)
* Ingolstadt
* Lauf
* Himmelkron
* Selbitz
* Hermsdorf
* Schkeuditz
* Dessau

Eine Deutschlandkarte mit Übersicht über die Säulen finden Sie hier.

7 Antworten zu “Die A9 ist jetzt E-Autobahn

  1. ein bisschen mühsam mit den deutschen Elektroautos, die auf der Autobahn nur knapp über 100 km weit kommen. Da sind Teslas „paar“ Supercharger und die 400 km Reichweite schon sinnvoller😉

    Planen deutsche Autobauer bald Elektroautos mit ebenfalls 400-500 km Reichweite? Erst dann werden solche Schnellladesäulen benutzt.

    Ich sage voraus: die CCS-Ladesäulen werden noch lange unbenutzt in der Gegend herumstehen, an Teslas Suoerchargern dagegen herrscht reger Betrieb!

  2. Mein C-Zero kann mit diesen Ladesäulen leider nichts anfangen. Ich fordere alle Verantwortlichen auf, beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland auch die längst auf dem Markt verfügbare Technologie CHAdeMO zu berücksichtigen. Es kann ja wohl nicht sein, dass Steuergelder in ein Projekt gesteckt werden, das hauptsächlich von Firmeninteressen getrieben wird.

  3. Mit einem Brennstoffzellen-Elektroauto gäbe es diese Probleme nicht !

    An einer Wasserstofftankstelle kann man diese Elektroautos in 3 Minuten

    volltanken. Zu 100 %. Das reicht dann für ca. 500 Km ! ! ! (weltweit)

    Was will man mehr ?

    • Sehr geehrter Herr H2-Propagandaminister Pötter,

      wieviele H2-Serienfahrzeuge gibt es denn bitte zu kaufen?

      Mit freundlichen Grüßen… usw.

    • Elektroautos werden zu 90% zu Hause/am Arbeitsplatz geladen, da gibt es keinen Wasserstoff. Wenn wir nich auf die aufwendige und teure Wasserstoff-Infrastruktur (idealerweise mit durch regionalem Überschuss gespeisten dezentralen Elektrolyseuren direkt vor Ort ) warten müssten, setzt sich das E-Auto nie durch. Tesla macht es richtig. >= 400 km Reichweite und ein paar Schnelllader an den Autobahnen. Mehr brauchts nicht.

  4. Die meist verkauften elektrischen Autos können nur Schuko, Typ1, Typ2, Chademo, CEE (rot, blau teilweise nur mit Adapter auf Schuko)

    Sie können nicht CCS (Typ2 mit Schnellladen). Genau diesen CCS Anschluss hat man an den Autobahnen aufgebaut.

    Was soll das?

    Protektion der deutschen Autoindustrie?

    Ich verlange, das mindestens auch der Chademo-Standard berücksichtigt wird.

  5. Das meist verkaufte Elektroauto (der Nissan Leaf) kann an diesen „Ladesäulen“ nicht Schnellladen. Alle Elektroautos mit Wechselstrom-Schnellademöglichkeit sind auch ausgegrenzt. Was bleibt über: Ein paar I3

    Und das mit 3 Mio Steuergelder.
    Wenn das mal keine Verschwendung von Steuergeldern ist.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s