Offenes Ende: Elektro-Kleinwagen Visio.M


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Visio.M nennt die TU München das Projekt zum Bau eines Elektro-Kleinwagens.

Extrem leicht, extrem windschnittig und extrem dynamisch: Die TU München hat ein Elektroauto entwickelt, das die Vorzüge der stromgetriebenen Mobilität zu relativ günstigen Preisen bieten soll.

Markus Lienkamp ist Professor an der Fakultät für Maschinenwesen der TU München und betreut das Projekt „Visio.M“. Der elektrische Kleinwagen soll eine für viele entscheidende Hürde für E-Autos überwinden, den noch hohen Preis. „Wem es gelingt, ein günstiges Elektroauto zu bauen, der wird den Markt aufrollen“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“.

Dennoch ist der Visio.M kein Schnäppchen: Zwischen 15.000 und 20.000 Euro könnte der Wagen kosten. Doch dafür soll der Elektro-Kleinwagen konkurrenzlos niedrige Unterhaltskosten bieten und damit die Autos mit Verbrennungsmotor so schlagen. Lediglich 2,5 Cent sollen pro Kilometer anfallen. Aktuell gelten 30 Cent pro Kilometer als günstig. Eine Übersicht über die Unterhaltskosten von Kleinwagen finden Sie hier.

Großer Kofferraum, kleine Reichweite

Das ist nach wie vor viel Geld für ein Auto, das die Erbauer ganz klar als reines Stadtfahrzeug sehen. Nur zwei Personen finden in dem Strom-Zwerg Platz. Dafür beträgt das Kofferraumvolumen stattliche 500 Liter, immerhin 120 Liter mehr als bei einem Standard-Golf.

Seine Reichweite jedoch ist wie bei so vielen E-Fahrzeugen sehr limitiert. Nach lediglich 100 Kilometern muss der Visio.M an die Steckdose. Doch weite Strecken sind bei einer Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern ohnehin kein Vergnügen.

Kommt er, kommt er nicht?

Die Stärke des kleinen Stromers ist stattdessen seine Effizienz: Das Leergewicht liegt bei lediglich 450 Kilogramm und der geringe Luftwiderstandswert bei 0,24. Schmale Reifen verringern den Rollwiderstand, gehören allerdings zum kleinen Einmaleins der Effizienzoptimierung.

Ohnehin ist noch nicht klar, ob der Wagen überhaupt in Serie gehen wird. BMW, Mercedes oder Continantal haben sich zwar an dem Projekt beteiligt, wollen aber frühestens in etwa einem halben Jahr entscheiden, ob sie das Konzept auf den Markt bringen wollen. Vorher müssen die Forscher den Prototypen noch fertig stellen. Bis zum Beginn der diesjährigen Münchner Fachmesse „Ecartec“ (21. bis 23. Oktober 2014) soll der Wagen Serienreife erlangen.

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Homepage des Projekts.

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