Die Formel der E-Formel: Wie die neue Elektro-Rennserie funktioniert


So sieht er aus: der Spark-Renault SRT_01E ist in der Debütsaison für alle Teams der Standard.

So sieht er aus: Der Spark-Renault SRT_01E ist in der Debütsaison für alle Teams der Standard.

Eine Evolution beschreibt der Duden so: „Eine langsame, bruchlos fortschreitende Entwicklung besonders großer oder großräumiger Zusammenhänge.“ Mit dieser Definition kommt die Entwicklung im Rennsport einer Evolution schon recht nah, denn am 13. September 2014 startet die Formel E endlich – in Peking.

Einige sehen in dieser Entwicklung sogar eine Revolution, und die Sache nimmt nun richtig Fahrt auf. Schon am 3. Juli dieses Jahres testen alle Teams fünf Tage lang ihre neuen Werkzeuge auf dem Donington Park Racing Circuit in Großbritannien. Vieles wird anders, zwangsläufig. Aber wie funktioniert sie eigentlich, die Rennserie mit den Elektroboliden? Wir geben einen Überblick:

Welche Fahrzeuge kommen zum Einsatz? In der ersten Saison fahren alle Teams mit dem gleichen Renner. Es ist der Spark-Renault SRT_01E. Er ist 5000 Millimeter lang, hat eine Gesamtbreite von 1800 Millimetern und eine Gesamthöhe von 1250 Millimetern. Das Gewicht (inkl. Fahrer) beträgt 800 Kilo (min). Schon die Batterien bringen 200 Kilo auf die Waage. Die Leistung im Trainingsmodus beträgt 200 kW, das entspricht 272 PS. Für das Rennen wird Energie gespart und die Leistung gedrosselt. Da stellt der Elektromotor dem Fahrer 133 kW zur Verfügung, das entspricht 180 PS. Eine “Push-to-Pass”-Funktion liefert aber einen kurzfristigen Schub von 67 kW und damit wieder die volle Leistung. Die Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge hat die FIA auf 225 km/h begrenzt, die Lautstärke auf 80 Dezibel. Dennoch sprintet der E-Bolide in 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Reifenlieferant der Debütsaison ist Michelin.

Wo wird es Rennen geben? Nach dem Debüt in Peking am 13. September 2014 stehen für dieses Jahr noch folgende Termine im offiziellen FIA-Rennkalender: Putrajaya/Malaysia (18.10.) und Punta del Este/Uruguay (13.12.). Die Saison 2015 beginnt in Buenos Aires/Argentinen (10.1.). Im Anschluss folgen: Miami/USA (14.3.), Los Angeles/USA (4.4.), Monte Carlo (9.5.), Berlin/Deutschland (30.5.) und London/Großbritannien (27.6). Für das Rennen am 14. Februar steht der Austragungsort noch nicht fest. Die Rundenlänge beträgt laut FIA zwischen 2,5 und 3 Kilometer je Rennen.

Welche Teams sind dabei? Insgesamt zehn Teams gehen an den Start: China Racing, Drayson Racing, Andretti Autosport, Dragon Racing, E.DAMS, Super Aguri, Audi Sport ABT Formel-E Team, Mahindra Racing, Virgin Racing Formula E Team und Venturi Grand Prix Formula E Team. Jedes Team stellt zwei Piloten, und jedem Fahrer stehen jeweils zwei Wagen zur Verfügung.

Welche Fahrer gehen an den Start? Die FIA gibt für den sogenannten “Formula E Drivers‘ Club“ eine Liste der möglichen Fahrer an. Darunter sind mit dem Brasilianer Bruno Senna (Neffe von Ayrton Senna), dem Schweizer Sébastien Buemi, dem Italiener Jarno Trulli oder dem Deutschen Nick Heidfeld bekannte Gesichter aus der Formel 1 dabei. Die Liste ist hier einzusehen: Formel E-Fahrerliste.

Wie läuft ein Renntag ab? Alle Teams haben eine Stunde Zeit, sich mit voller Motorleistung auf die jeweilige Rennstrecke einzustellen. Auch ein Wagentausch ist jederzeit möglich. Im Anschluss beginnt die Qualifikation. Es zählt die beste Rundenzeit, gefahren wird auch hier mit voller Leistung. Gestartet wird beim Qualifying in vier Gruppen mit jeweils fünf Fahrzeugen. Die FIA setzt dafür 90 Minuten Gesamtzeit an. Das Rennen startet noch am selben Tag. Die Motorleistung wird reduziert, und ein Fahrzeugwechsel ist nicht nur Pflicht, sondern aufgrund der Batterieleistung unabdingbar. Ein Reifenwechsel ist nur bei einem Unfall erlaubt. Das Rennen dauert voraussichtlich eine Stunde. Die Punktevergabe erfolgt wie bei der Formel 1.

Eine Antwort zu “Die Formel der E-Formel: Wie die neue Elektro-Rennserie funktioniert

  1. Klingt alles nicht wirklich spannend… könnte auch eine Veranstaltung im Cart-Tempel sein. Bleibt zu hoffen, dass die folgenden Jahre etwas mehr Abwechslung bieten.
    Ich werds mir trotzdem anschauen. Vorausgesetzt, das wird irgendwo übertragen. Im ADAC-TV vielleicht?🙂

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