Peugeot und Citroën sparen mit Hochdruck


2017 soll das Zwei-Liter-Auto aus Frankreich in Serie gehen: Der PSA-Konzern hat nun in Paris ein Hybrid-Konzept vorgestellt. Es soll ohne Akkus und Elektromotoren funktionieren, stattdessen mit komprimiertem Stickstoff.

Ein Liter Verbrauch auf 100 Kilometer? Kein Problem: Wer 111.000 Euro investieren will, der kann VW XL1 fahren. Das hochpreisige Leuchtturm-Projekt von Volkswagen wird seit März dieses Jahres in einer Mini-Serie von 200 Stück gebaut.

Doch für ein breites Publikum ist der Spritsparer viel zu teuer. Peugeot und Citroën haben nun angekündigt, bis 2017 den Volks-Spar-Wagen bauen zu wollen. Er soll nur so viel kosten wie ein Kleinwagen und nur zwei Liter Sprit auf 100 Kilometer verbrauchen.

„HybridAir“

Technische Besonderheit: Der gallische Kostverächter soll ohne teure Akkus oder Elektromotoren auskommen. Stattdessen entwickeln die Franzosen zusammen mit dem deutschen Zulieferer Bosch ein Druckspeicher-System mit dem Namen „HybridAir“.

„Technisch sind wir reif für die Serienentwicklung, jetzt müssen wir nur noch die Kosten in den Griff bekommen“, sagte ein Ingenieur bei Testfahrten in Paris der Nachrichtenagentur dpa. Die ungewöhnliche Technologie setzt ebenfalls auf das Prinzip der Speicherung überschüssiger Energie während des Fahrbetriebs, beispielsweise bei Bremsvorgängen.

Gespeichert wird die Energie allerdings in einem mit Stickstoff gefüllten Drucktank. Eine Pumpe und ein Hydrauliköl befördern den Treibstoff in den Behälter, der nach Angaben der französischen Ingenieure unter dem Mitteltunnel liegen soll. Damit kann er kurzfristig ein Hydraulik-Aggregat mit 41 PS antreiben. Dies arbeitet dann zusätzlich zum Hauptmotor, der seine Leistung aus verschiedenen Energiequellen erhalten kann. In den Prototypen bauten die PSA-Techniker einen Dreizylinder-Benziner mit 82 PS.

Noch viel zu tun bis zum Serienstart

Bis zur Serienreife ist allerdings noch viel Arbeit nötig. Die Prototypen in Paris konnten nur wenige Hundert Meter ohne Einsatz des Verbrennungsmotors zurücklegen. Sollten die Ingenieure allerdings ihre Hausaufgaben bis 2017 erledigen, dann winkt ein Kleinwagen, der deutlich weniger als zwei Liter Sprit auf 100 Kilometer verbraucht – und dabei fast 100.000 Euro billiger ist als das Spritspart-Pendant von Volkswagen.

Eine Antwort zu “Peugeot und Citroën sparen mit Hochdruck

  1. Warum nicht die Technik von E-Autos weiter entwickeln? Ist zwar auch interessant, aber naja😀

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