Der Wahnsinn: Hybrid-Bugatti mit 1500 PS


Hybrid-Version in Planung: Supersportwagen Bugatti Veyron.

Hybrid-Version in Planung: Supersportwagen Bugatti Veyron.

Für 2015 plant VW ein Nachfolgemodell des Bugatti Veyron. Der Nachkomme soll angeblich noch schneller und bis zu 1500 PS stark sein – dank Hybrid-Power.

Bugatti: Dieser Name steht für Supersportwagen der Kategorie Oberwahnsinn. Der 1200 PS starke Veyron Grand Sport Vitesse kann bei sportlicherem Fahrstil schon mal einen Spritverbrauch von bis zu 100 Litern aufweisen. Ausgerechnet die verschwenderische VW-Tochter erwägt nun, den neuen Veyron auch als Hybrid anzubieten.

Die französischen Hersteller der VW-Tochter haben eine Blaupause für ein Nachfolgemodell entwickelt, die dem in diesem Jahr ausverkauften Veyron nachfolgen soll. Kostenpunkt: rund 1,25 Millionen Euro. Der Zweitürer soll es auf absurde 1500 PS bringen und mit einem 16-Zylinder-Motor ausgestattet sein. Die Stückzahl soll erneut auf 450 Exemplare limitiert werden. Dies bestätigten zwei Quellen bei VW der Nachrichtenagentur Reuters.

Wolfgang Dürheimer, alter und seit 1. Juni wieder neuer Chef bei Bugatti, will angeblich auch einen Hybridantrieb anbieten. Bugatti würde damit anderen Herstellern von Supersportwagen wie Ferrari, McLaren und Porsche folgen, die versuchen, ihre CO2-Emissionen über Hybridantriebe zu senken. Doch nicht nur das: Offensichtlich erhofft man sich bei Bugatti durch den Hybrid-Antrieb vor allem mehr Power und nicht etwa weniger Verbrauch.

Das neue Modell soll dann wohl auch die 431 km/h schlagen, die Höchstgeschwindigkeit des Bugatti Veyron Super Sport. Dieser wiederum hatte den Titel des weltweit schnellsten Serienautos im Februar an den Hennessey Venom GT (435 km/h) verloren (bzw. wird diesen verlieren, sobald 30 Autos des Venom GT hergestellt wurden).

Doch obwohl der aktuelle Veyron bereits ausverkauft ist – schwarze Zahlen schreibt man in Wolfsburg (noch) nicht mit Bugatti. Die hohen Entwicklungskosten machen die Luxusmarke zum kostspieligen Prestigeobjekt für Volkswagen – die Formel 1 des Konzerns quasi. Nach wie vor scheint die Maxime des Konzern-Patriarchs Piëch zu gelten: „Bugatti muss nicht unbedingt viel Geld verdienen. Aber Bugatti muss der Leuchtturm der Motorwelt bleiben.“

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