Milliarden für Batterien: BMW-Deal mit Samsung


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Hybrid-Sportler BMW i8: BMW braucht Batterien für seine Modelle mit Elektroantrieb.

BMW will mehr Elektroautos verkaufen und wird dazu mehr Batterien benötigen: Darum investieren die Münchner Milliarden in eine Zusammenarbeit mit Batteriebauer Samsung SDI – und würden sich über einen Anruf von Mercedes freuen.

21,3 Milliarden Euro sollen weltweit im Jahr 2020 mit Lithium-Ionen-Batterien umgesetzt werden. Damit würde das Geschäft verglichen mit seinem aktuellen Volumen um fast das Fünffache wachsen. BMW will an diesem für Elektroautos so wichtigen Markt mitverdienen – und geht deshalb eine Kooperation mit Samsung ein. Der deutsche Autobauer und sein koreanischer Batteriepartner Samsung SDI unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung in der koreanischen Hauptstadt Seoul. Das Geschäft soll ein Volumen von mehreren Milliarden Dollar haben, genaue Zahlen wollten die Partner nicht mitteilen.

BMW braucht mehr Batterien

BMW verstärkt damit seinen eingeschlagenen Kurs hin zu Elektroautos. Seit 2013 verkaufen die Münchner den Kompakt-Stromer i3, seit 2014 auch den Hybrid-Sportwagen i8. Samsung SDI ist einer der größten Hersteller von Energiespeichern für Elektroautos. Weitere Kunden der Koreaner sind beispielsweise Chrysler oder Ferrari. Die Batterie-Spezialisten beliefern auch Apple.

Mit dem Deal erhoffen sich die Koreaner einen entscheidenden Vorteil im Konkurrenzkampf gegen die Mitbewerber LG Chem, Kooperationspartner von General Motors, und Panasonic, Kooperationspartner von Tesla. „Durch den Deal ist SDI präsenter in den USA und Europa, wo man im Vergleich zu den anderen Batterieherstellern noch relativ unbekannt ist“, sagt Lee Sang Hyun, Analyst bei NH Investment & Securities der Nachrichtenagentur Bloomberg.

BMW und Samsung SDI unter Zugzwang

BMW kann sich auch vorstellen, die gemeinsam entwickelten Energiespeicher an die Konkurrenz zu verkaufen: „Wenn Mercedes anruft, wäre es uns ein Vergnügen, zusammen mit Samsung SDI einen Weg zu finden, sie mit Batterien zu beliefern“, sagte Klaus Draeger, BMW-Vorstand für Forschung, Entwicklung und Einkauf, auf der gemeinsamen Pressekonferenz in Seoul.

Das jetzt unterzeichnete Memorandum of Understanding ist bei BMW auch eine Reaktion auf den Druck durch Tesla. Der US-Elektroauto-Spezialist kündigte jüngst an, ab 2017 einen direkten Konkurrenten zum 3er BMW anzubieten. Der soll viel Fahrspaß durch seinen Elektroantrieb bieten und auf einem ähnlichen Preisniveau wie der 3er liegen. Außerdem will Tesla selbst eine Fabrik für Batterien bauen – gemeinsam mit dem Samsung-SDI-Konkurrenten Panasonic.

2 Antworten zu “Milliarden für Batterien: BMW-Deal mit Samsung

  1. Pingback: Batterien für Elektroautos: Tesla und Panasonic planen Riesenfabrik | Das elektrische Fahrtenbuch

  2. Man stelle sich diese Meldung vor 20 Jahren vor, als die ersten massentauglichen Elektroautos beworben (aber dann doch nicht verkauft) wurden – Mercedes A-Klasse ED, BMW E1, VW City-Stromer, GM EV1…

    Wo könnten wir jetzt sein, hätte das jemand zu Ende gedacht. Aber besser spät als nie. Was Tesla hier losgetreten hat, ist nicht mehr aufzuhalten. Ich freue mich jedenfalls auf sinkende Preise. Mein nächstes Auto fährt ganz sicher rein elektrisch!

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