Verkaufsstopp für den Opel Ampera?


Bereits 2013 äußerste die Konzernspitze von General Motors Unmut über die schlechten Verkaufszahlen des Opel Ampera. Im ersten Halbjahr 2014 brach Verkauf erneut ein.

Bereits 2013 äußerte die Konzernspitze von General Motors Unmut über die schlechten Verkaufszahlen des Opel Ampera. Im ersten Halbjahr 2014 brach der Verkauf erneut ein.

General Motors (GM) hat sich angeblich dazu entschlossen, den Verkauf des Opel Ampera in wenigen Jahren zu stoppen. Grund seien die inakzeptablen Verkaufszahlen. Sogar Ferraris verkaufen sich derzeit in Deutschland besser.

Ab 2016 soll die Neuauflage des Chevrolet Volt in Europa unter dem Namen Opel Ampera nicht mehr zu kaufen sein. Seit 2012 ist das Elektroauto erhältlich. Journalisten wählten es 2012 beim Autosalon in Genf zum Fahrzeug des Jahres. Schon bald wurde der Ampera jedoch zum Ladenhüter und floppte.

2013 brach die Verkaufszahl des E-Autos drastisch ein. Nur 3184 Kunden entschieden sich für den Ampera, 40 Prozent weniger als im Vorjahr 2012 (etwa 5200 Einheiten). Doch der Verkauf 2014 verläuft noch schleppender. Nur 332-mal wurde der Ampera von Januar bis Mai neu zugelassen.

In Deutschland, dem Hauptmarkt für Opel, sind die Zahlen noch dramatischer: Gerade einmal 46 Ampera fanden im ersten Halbjahr 2014 einen neuen Besitzer. Der aktuelle Preis des Ampera: ab 38.620 Euro. Ein Vergleich: Luxus-Hersteller Ferrari verkaufte in derselben Zeit 83 Fahrzeuge des Modells F12, das mit Vollausstattung bis zu 300.000 Euro kostet.

Bereits 2013 gab es erste Anzeichen für das Ende des Opel Ampera. GM-Vize-Chef Steve Girsky beschwerte sich am Rande des Autosalons in Genf: „Alle europäischen Regierungen haben immer gesagt, ‚wir wollen E-Autos, wir wollen E-Autos‘! Jetzt haben wir eines gebaut und keiner kauft es!“

Eine offizielle Bestätigung für den Verkaufsstopp des Opel Ampera ab 2016 gibt es bislang nicht. In den USA ist übrigens der baugleiche Chevrolet Volt halbwegs beliebt: Monatlich verkaufen sich zwischen 1478 und 1777 E-Fahrzeuge (Zahlen seit März 2014).

Aktualisierung vom 28.07.2014: 

Mit mehreren Tweets bestätigte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann indirekt das Ende des Ampera:

In weiteren Tweets schrieb er, das nächste E-Auto werde Teil einer Opel-Modelloffensive sein („27 neue Modelle bis 2018“) und wahrscheinlich in Kooperation mit der englischen Schwestermarke Vauxhall entstehen.

Hier geht es zum Twitter-Account von Karl-Thomas Neumann.

4 Antworten zu “Verkaufsstopp für den Opel Ampera?

  1. Pingback: Hybridauto - sedl.at

  2. der I3 ist keine Konkurrenz zum Ampera. Der BMW i3 ist viel zu klein, viel zu hoher RangeExtender Verbrauch und auch noch teurer… ( OK, er hat merh E-Reichweite, aber alltagstauglicher ist der Ampera, zumindest für menschen mit Familie)

    die Offziielle Antwort vom Opel Chef zu den Gerüchten:

    Via Twitter:

    Sehen Elektromobilität als wichtigen Teil der Mobilität. Werden weiter daran arbeiten, Elektroautos erschwinglicher zu machen 1/3

    Das nächste Elektroauto von @Opel/@Vauxhall wird Teil der großen Modell-Offensive (27 neue Modelle bis 2018) sein. 2/3

    Nach Auslauf der aktuellen Ampera-Generation werden wir ein Nachfolgeprodukt im Elektroauto-Segment auf den Markt bringen. 3/3 /KTN

  3. Kein Wunder dass der ein sich schlecht verkauft bei dem Preis.
    Für 38.620€ würde ich mir lieber einen BMW i3 mit Range Extender holen.

  4. Wie dämlich ist das denn?
    Nur weil die potentiellen Käufer eben wesentlich bessere Angebote aus Fernost oder von Tesla wahr genommen haben ist das kein Grund, wieder händeringend zum Ölverbrennerteufel zurückzulaufen!
    Wenn nicht (bewusst!) die ganzen ach so „tollen“ Studien in die Kaufpreise der eAutos mit reingewurstet werden würden, könnten auch „unsere“ Hersteller kaufbare eAutos herstellen… wenn sie nur wollen würden.
    Aber lieber mal zig Millionen für vollkommen irrationale „Studien“ verbraten, bevor man was Gutes bringen muss…
    Ich warte jedenfalls noch auf den neuen Tesla.

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