Toyota I-Road: Das Elektrodreirad für die Stadt


In Grenoble beweist der Toyota I-Road seine Eignung für den Stadtverkehr.

In Grenoble beweist der Toyota I-Road seine Eignung für den Stadtverkehr.

Moderne Zeiten: Das alte Prinzip des Kabinenrollers erfährt in letzter Zeit ein unerwartetes Comeback. Neuester Vertreter ist der Toyota I-Road. Die Japaner präsentieren ein pfiffiges Spaßmobil mit Elektroantrieb. Allerdings ist eine Ausfahrt aktuell nur in einer einzigen Stadt möglich.

Der Renault Twizy bekommt einen Konkurrenten – zumindest in Grenoble. Dort beginnt Toyota mit einem öffentlichen Feldversuch für den I-Road. Der elektrische Stadtflitzer mit zwei hintereinander angeordneten Sitzen ist Teil eines Carsharing- und Mobilitätskonzeptes, das am 1. Oktober in der französischen Großstadt startet.

Drei Jahre lang soll das Projekt Daten sammeln und die Akzeptanz des Konzepts ausloten. Erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen war das Dreirad vor etwa eineinhalb Jahren auf dem Genfer Autosalon.

50 Kilometer Reichweite

Zwei jeweils 2 kW/3 PS starke Elektromotoren in den Vorderrädern treiben den I-Road an. Er ist 300 Kilo schwer und weitgehend aus Kunststoff gefertigt. Die Motoren werden gespeist aus einem Lithium-Ionen-Akku, der Strom für bis zu 50 Kilometer und Geschwindigkeiten bis 45 km/h liefert.

Der Zweisitzer ist nur 2,35 Meter lang und 87 Zentimeter breit – und soll mit seinen kleinen Abmessungen einen Beitrag zur Lösung der Mobilitätsprobleme in Megacitys leisten. Gut für eine hohe Verbreitung des I-Road: Zum Fahren des Kabinenrollers reicht der Besitz der Führerscheinklasse S. Schon mit 16 Jahren kann man so I-Road fahren.

Weniger ist mehr

Dazu setzt der Kabinenroller auf Verzicht: Der Sozius ist zwischen Rücklehne und Rückwand regelrecht eingequetscht. Eine Lüftung gibt es nicht, stattdessen großzügige Spaltmaße in den Türen, die für ausreichend Frischluft sorgen. Die Fenster öffnen manuell mittels eines Gurtes und schließen mit einem magnetischen Druckknopf.

Eine Besonderheit ist das Fahrverhalten des I-Road, der hinten nur ein Rad hat. Denn während sich die Vorderräder mit einer elektrischen Mechanik gegen die Fliehkraft zur Seite neigen, wird das weniger als einen Meter breite Gefährt hinten gelenkt. Das ermöglicht einen Wendekreis von nur drei Metern und ein Fahrgefühl wie auf einem Motorrad.

Er soll weniger als 10.000 Euro kosten

Es sei noch nicht entschieden, ob mehr als die bislang 45 I-Road-Exemplare gebaut werden, sagte Europachef Didier Leroy. Ein möglicher Erfolg hängt sicherlich auch von einem günstigen Einstiegspreis ab. Der direkte Konkurrent Renault Twizy kostet beispielsweise 6990 Euro. Dazu kommen monatlich noch  mindestens 30 Euro Mietkosten für den Akku.

Aktuell soll Toyota die Herstellung eines Kabinenrollers etwa so viel kosten wie der Bau eines Kompaktwagens wie der Auris. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen soll der Preis auf jeden Fall weniger als 10.000 Euro betragen.

Mit Material von dpa

2 Antworten zu “Toyota I-Road: Das Elektrodreirad für die Stadt

  1. Na toll: ein 45 km/h Verkehrshindernis für knapp 10000€…
    Mannomann…

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