Studie: 950.000 E-Autos bis 2020


Ende September beschloss das Bundeskabinett den Entwurf des Elektromobilitätsgesetzes. In einer Studie hat sich die Managementberatung Kienbaum damit befasst, wie es sich wohl auswirken wird. Das Ergebnis: Äußerst positiv für die E-Mobilität.

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200.000 E-Autos mehr als bisher angenommen soll es dank des E-Mobilitätsgesetzes bis 2020 geben. Zu diesem Ergebnis kommt die Managementberatung Kienbaum in einer aktuellen Prognose. Das bedeutet, dass das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straßen zu bringen, nahezu erreicht werden würde: Kienbaum rechnet mit 950.000 E-Flitzern bis zu diesem Jahr.

Vor allem Gewerbe würden in Zukunft vermehrt auf Elektromobilität setzen, so das Unternehmen. Grund dafür seien insbesondere Zeiteinsparungen beim Fahren, die wegen der geplanten Erleichterungen für E-Autofahrer (Nutzung der Busspuren, gesonderte Parkplätze) entstünden und direkt zu Kosteneinsparungen führen würden. Jedoch: Es ist längst nicht gesagt, dass die Kommunen den Fahrern diese Erleichterungen auch einräumen – diese Entscheidung soll ihnen selbst überlassen werden.

Des Weiteren prognostiziert Kienbaum einen Trend zu kleineren und mittelgroßen Fahrzeugen.

Für ihre Studie befragte die Beratung in den vergangenen Jahren mehr als 450 Manager von Autozulieferern und -herstellern sowie Branchenexperten, Wissenschaftler und Politiker.

3 Antworten zu “Studie: 950.000 E-Autos bis 2020

  1. Endlich mal begreifen, Busspuren und kostenlose Parkplätze bringen absolut nichts. Der einzige Weg ist einen finanzielle Anreiz, sonst kaufen nur Die, die an der Sache glauben (Ich und meinen Zoe) einen E-Auto. 50% MwSt erlassen wäre einen Anfang. Bessere oder sogar kostenlose Ladeinfrastruktur. Selbst der Ladenetz entlang der A9 funktioniert nicht richtig – schon wieder raus geschmissenes Steuergeld! Es ist und bleibt klar, der Bund hat keinen Konzept was E-Autos angeht.

  2. 950 000 E-Autos? Ich habe heute auch eine Studie angefertigt und bin dabei auf ganz andere Zahlen gekommen. Aber wen interessiert solche nicht fundierten Schätzungen eigentlich

  3. Eigentlich ist nur entscheidend, wer die Studie in Auftrag gegeben hat. Kienbaum erzählt nur das, was der Auftraggeber hören möchte.
    Äußerst amüsant ist, wie Kienbaum überhaupt zu dem Ergebnis kommt: Es wurden 450 Manager befragt.

    ROFL! (Entschludigung, das musste raus.)

    Manager zum Untergebenen: „Kauf doch mal ein Elektroauto, damit kannst du dann vielleicht in irgendeiner kleinen Kommune eine Busspur benutzen.“
    (die großen Städte werden die Busspuren sicher nicht freigeben)
    Untergebener: „Darfs auch ein Tesla sein?“
    Manager: „Kenn ich nicht, du machst das schon.“

    Ja, es könnte so kommen… ich glaube aber nicht dran, dass das EmoG irgendwas beeinflusst… außer vielleicht endlose Diskussionen.
    Wer keine (finanziellen) Fakten schafft, der kann (will?) nichts verändern.
    Warum auch? Fast nirgendwo ist der Steueranteil auf Flüssigkraftstoffe so hoch wie in Deutschland. Der größte Haushaltsposten sozusagen. Den mag man nicht gefährden.

    Die Umweltprämie mit ihren (lächerlichen) 2500€ hat eingeschlagen. Sowas könnte man ja auch wieder machen, begrenzt auf 100.000 Fahrzeuge z.B. Aber eigentlich ist es auch egal. Der E-Mobil-Markt findet wo anders statt. Deutschland profitiert iin 2-3 Jahren von den Skaleneffekten, so wie die ganze Welt nach dem deutschen PV-Boom.

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