Das Auto aus dem Drucker


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Etwa 44 Stunden braucht ein 3D-Drucker, um den Strati herzustellen. Foto: Local Motors

Spielerei oder zweite Industrielle Revolution? In Chicago wurde zum ersten Mal ein Auto aus Carbon gedruckt.

Der Strati ist das erste fahrbare Auto der Welt, das aus einem Guss im 3D-Drucker entstand. Diese Geräte funktionieren so ähnlich wie Tintenstrahldrucker, „drucken“ allerdings keine Farbe auf Papier, sondern Karbonschicht auf Karbonschicht.

Nur Komponenten wie Elektromotor, Blinker oder die Batterie wurden nachträglich eingefügt. Der Hersteller Local Motors hofft auf die Straßenzulassung bis 2016, der Preis soll zwischen 18.000 und 34.000 Dollar liegen.

Was für die einen nur eine Spielerei für Wohlhabende ist, sehen andere als Vorbote einer zweiten Industriellen Revolution: In einigen Jahren könnten überall auf der Welt 3D-Drucker stehen, die ganz individuelle Autos, Fahrräder, Möbel oder gar Häuser produzieren, die Kunden könnten quasi bis zur letzten Sekunde Änderungen am Computer vornehmen. Große Fabriken für die Massenfertigung bekämen dann ernsthafte Konkurrenz.

5 Antworten zu “Das Auto aus dem Drucker

  1. Hallo hallo wir befinden uns im 3ten industriellen Zeitalter
    1. Kohle Wasser Dampf
    2. Öl Fossilien
    3. Elektro

  2. Ich halte es für groben Unfug zu behaupten, das o.g. Auto ließe sich aus Carbon drucken.
    Nach wie vor braucht es für eine Carbonkarosse einen Kunstoff in dem ein Karbonfasergewebe eingelassen und zusammen „gebacken“ worden ist.
    Das ist definitiv mit einem Drucker nicht möglich. Hinzu kommen alle wesentliche Elemente, die ebenfalls nicht gedruckt, sondern herkömmlich gefertigt werden müssen…..Batterie, Motor, Bremsanlage, sonstige elektrische Verbraucher.

    Was soll dieser Beitrag des ADAC also hier?
    Zur Aufklärung um Vorteile der E-Mobilität trägt dieser Beitrag einmal mehr wieder nicht bei.
    Eher dazu das Thema der Lächerlichkeit preiszugeben, oder?
    Laßt es also sein ….. ihr könnt es wohl, oder eher, ihr wollt es wohl nicht.

  3. Nachtrag zu meinem vorherigen Kommentar: Die „gedruckten“ Teile sind auch nicht aus Carbon, wie im Artikel behauptet, sondern aus ABS.

  4. Diesen Artikel halte ich für grob (um nicht zu sagen: unzulässig) vereinfachend. Es mag ja sein, dass man künftig ein Chassis und Karosserieteile individuell und kostengünstig „drucken“ kann, aber sämtliche Funktionalität kommt woanders her. Und dabei handelt es sich nicht nur um „Elektromotor, Blinker und Batterien“, sondern um ALLES – außer eben Chassis und Karosserie. Auch andere Artikel über den „Strati“ nehmen es mit den Tatsachen nicht so genau. Wenn es da heißt, er bestünde aus weniger als 50 Teilen (verglichen mit den 10.000 eines konventionellen Autos), dann wird da wohl sehr unterschiedlich gezählt: Beim konventionellen Auto zählt jede Schraube einzeln, und beim Strati ist wahrscheinlich der ganze elektrische Antriebsstrang als ein einziges Teil gewertet.

  5. Alles eine Frage des Preises. Wenn man so ein Auto billiger bekommt als ein traditionell gefertigtes, werden es die Leute kaufen. Bis es soweit ist bleibt es eine Spielerei für Technikbegeisterte

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