Streetscooter: Das E-Auto für unter 10.000 Euro


Leicht bekleidet: Der Streetscooter wiegt nicht einmal 500 Kilogramm. Foto: AUTO BILD/G. Lukas

Leicht bekleidet: Der Streetscooter C16 wiegt nicht einmal 500 Kilogramm. Foto: Autobild/G. Lukas

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen arbeitet zusammen mit dem Unternehmen Streetscooter am Stadtauto der Zukunft. Der Prototyp C16 soll in bald in Serie gehen. Er ist als reines Stadtauto und eher als Zweitwagen konzipiert. Das Fahrzeug soll genauso viel kosten wie ein vergleichbares Auto mit Verbrennungsmotor, so Streetscooter-Chef Achim Kampker. 

„Nach nur 18 Monaten Entwicklungszeit haben wir einen ersten Meilenstein erzielt“, sagte Kampker gegenüber Autobild. Die Sicherheitsstandards des C16 sollen höchsten Ansprüchen genügen.  Günstig, praktisch und sicher – mit diesen Attributen will der Streetscooter-Boss Käufer locken. Das Einstiegsmodell soll sogar unter 10.000 Euro kosten. Ursprünglich hatten die Entwickler des Fahrzeugs den Preis mit 15.000 bis 20.000 Euro beziffert. Der Preis kann auch deshalb so niedrig gehalten werden, weil nur zehn Entwickler an dem Fahrzeug arbeiten. Wann und in welcher Anzahl der C16 in Serie verkauft werden soll, sagte Kampker jedoch nicht.

Die Betriebskosten könnten ebenfalls ein Kaufargument sein. Denn das E-Auto soll bei Versicherungen wie ein Quad eingestuft werden, weil es knapp unter 500 Kilogramm wiegt. Ein weiterer Vorteil: Die einfache Karosseriebeplankung nach dem Baukastenprinzip senkt anfallende Reparaturkosten deutlich.

Bereits heute beweist der Vorgänger und Prototyp Streetscooter B14 seine Alltagstauglichkeit. Die Deutsche Post fährt mit 50 dieser E-Autos seit etwa einem Jahr Briefe und Pakete im Raum Bonn aus. Die Lithium-Ionen-Batterie des B14 ermöglicht eine Reichweite von mindestens 100 Kilometern – für innerstädtische Ziele ein ausreichender Wert. Wahrscheinlich wird der C16 über eine ähnliche Reichweite verfügen.

6 Antworten zu “Streetscooter: Das E-Auto für unter 10.000 Euro

  1. Hans Werner von Sinnen

    Auch nach 2 Jahren kann man das tolle Deutsche Auto nirgends kaufen. War doch auch nie wirklich geplant. Nur schön Steuergelder abgreifen und halben Tag irgendwas machen, schön laues Leben.

  2. Schade nur, dass der Twizy bei 15.000 km/Jahr 3000 € Akkumiete jährlich verschlingt. Dabei halten die heutigen Akkus locker Zehn Jahre bei einer Restkapazität von min 70 %. Wenn ich hier keinen Akku mieten muss – besser geht’s doch dann nicht!
    (momentan rechnet sich mein alter Diesel noch mehr als der Twizy!)

  3. Ja gibt viel wichtigere Gebiete Gesundheitswesen) in denen die Forschung vorangetrieben werden sollte, als in solchen Sachen, die schon längst erforscht sind und die schon gibt, verstehe den Sinn nicht dahinter, außer das Millionen von Gelder für diese forschung verschwendet werden, die der Steuerzahler zahlt.

  4. Das Auto der Zukunft hätte ich mir jetzt irgendwie anders vorgestellt:

    Mit Türen, Fensterscheiben, Kofferraum, 4 Sitzplätze.
    So hat eben jeder seine eigene Vision von der Zukunft.

  5. Deutschland forscht an Konzepten „der Zukunft“, die andere seit 2011 verkaufen: Renault Twizy ab 6.999 €. Schade um die Steuergelder.

    Im Grunde ist alles erforscht, die Themen und Erkenntnisse wiederholen sich, aber die 180 Millionen Euro Forschungsgelder „Schaufenster Elektromobilität“ scheinen noch nicht erschöpft zu sein. Schade, dass der Steuerzahler nichts nachhaltiges, wie z.B. Ladeinfrastruktur, für sein Geld bekommt.

  6. Ich sehe da jetzt keinen großen Unterschied zum Twizzy, nur dass es den tatsächlich schon zu kaufen gibt.😉
    Schauen wir mal, wo das Projekt in 2 Jahren steht…

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s