VW: 20 neue E-Modelle für China


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Mit einer Modelloffensive bis 2018 will der Volkswagen-Konzern in China die Poleposition der E-Mobilität einnehmen. Die Zeit für alternative Antriebe ist reif, glaubt Europas größter Autobauer.

Der Volkswagen-Konzern will in China in den nächsten vier Jahren rund 20 Modelle mit Elektroantrieben auf den Markt bringen. „Die Volksrepublik wird sich sehr rasant entwickeln“, sagte VW-China-Chef Jochem Heizmann. Die Umweltbelastung, die politische und finanzielle Förderung sowie die Zulassungsbeschränkungen für normale Autos in immer mehr chinesischen Städten dürften der Elektromobilität den nötigen Schwung geben.

„Das geht jetzt ganz schnell – mit deutlichen Steigerungsraten“, sagte Heizmann. Volkswagen wolle in der E-Mobilität die Führung übernehmen. Der Konzern setze zunächst vor allem auf Plug-in-Hybride mit einem Strom- und Benzinmotor, aber auch auf reine Elektroautos. Als erste Modelle werden 2016 der Audi A6 E-Tron und danach eine noch nicht bestimmte, mittelgroße Limousine in China produziert. Der Audi A3 E-Tron, der E-Golf, der Golf GTE und der Kleinwagen Up werden vorerst noch importiert.

Nach der deutlichen Abkühlung des weltgrößten Fahrzeugmarktes erwartet Heizmann auch ein Ende der jährlichen zweistelligen Zuwächse in China. „Ich glaube nicht, dass es dauerhaft zweistellig bleibt, aber deutlich höher als anderswo.“ Es sei eine Normalisierung.

Der Absatz der Volkswagen-Gruppe selbst wächst in China schneller als der Gesamtmarkt. In den ersten neun Monaten war es ein Plus von 15,2 Prozent auf 2,7 Millionen Autos. Der Konzern verkauft praktisch jedes dritte Auto weltweit in China. Bis 2020 sieht Heizmann auch den Absatz von „einigen Hunderttausend Fahrzeugen mit neuen Antrieben“ in China. Der Bedarf sei groß. Bis 2020 müsse der Konzern auch Chinas Fünf-Liter-Anforderung für den Flottenverbrauch erfüllen.

„Elektrofahrzeuge haben gute Chancen in China“, sagte auch Cui Dongshu von der chinesischen Vereinigung der Personenwagenhersteller: „Die Kosten für die Anschaffung sind wegen der Subventionen ziemlich niedrig.“ Auch gebe es Vorzugsbehandlung. „In den nächsten zwei Jahren wird eine große Zahl von Menschen ermutigt werden, elektrische Autos zu kaufen.“ In den ersten neun Monaten seien 21.800 E-Autos verkauft worden, was einem Plus von 260 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspreche. Das Ziel ist ehrgeizig: Bis 2020 sollen in China rund fünf Millionen Autos mit alternativen Antrieben auf den Straßen fahren.

Die Zuschüsse der Städte und der Zentralregierung für Elektroautos können sich auf 100.000 Yuan, umgerechnet mehr als 12.000 Euro, summieren, doch wird landesweit sehr unterschiedlich gefördert. Auch sind Importwagen bisher ausgenommen. Heizmann forderte hier eine einheitlichere, gerechte Unterstützung.

Quelle: dpa

8 Antworten zu “VW: 20 neue E-Modelle für China

  1. Ich stimme allen Kommentaren hier mehr oder weniger zu. Jedoch scheint ihr das Bewertungssystem nicht zu verstehen.😉

    Die Sterne-Bewertung soll den Artikel bewerten und nicht, ob euch die News gefällt. Und ich finde diesen Artikel jetzt zumindest nicht miserabel.

    • Wahrscheinlich geht´s den meisten so wie mir: sie vermissen ein wenig angebrachte KRITIK an der schon ziemlich dämlichen VW-„Strategie“ in Deutschland nur ja kein vernünftiges eAuto verkaufen zu wollen…

      • bratenbengel

        Genau! Es ist kein nachvollziehbarer Abstand zum Artikel der dpa zu erkennen. Respektvolle Kritik des ADAC mit einem kleinen Hinweiszeichen wo die Kunden warten, käme gut. 5 Sterne wären es dann ganz sicher geworden.

  2. Die tun doch ALLES, um zu verschleiern, dass alle Subventionen in die „Studien“ fliessen und danach die Kosten der „Studien“ in die Verkaufspreise der eFahrzeuge eingerechnet werden!

  3. Was willl man von unserer Autokanzlerin denn erwarten? Es wird von ihr ein Kotau nach dem anderen vor der Autolobby gemacht, bzw. kriecht vor ihr triffts besser. Die Hersteller müßten eigentlich mit sanften Druck gezwungen werden. In dem ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch Hybridfahrzeuge neu zugelassen werden. Umso größer das Fahrzeug umso größer muß die Kapazität der Batterie sein. Und Fahrzeuge die fest definierte Routen fahren, könnten ohne Probleme rein elektrisch betrieben werden. Denke da an Busse im ÖPNV . Oder auch Müllfahrzeuge in den Städten. Bzw. den ganzen kommunalen Sektor.

    Und der ADAC könnte sich auch etwas mehr engagieren , was das anbetrifft.

  4. … und wo sind die E-Modelle für uns???

  5. Eine einheitlichere, gerechtere Unterstützung würde auch Europa guttun.

  6. 2013 machte VW einen Gewinn von 9,1 Milliarden Euro.

    Und da heult VW rum, weil es keine Subventionen vom Bund gibt! Wurden nicht genug Fördergelder für die Entwicklung vom Bund gezahlt, damit VW hohe Gewinne erzielen kann. Die Gewinne bestehen doch auch aus diesen nicht selbst bezahlten Entwicklungskosten.

    Wenn VW es wirklich ehrlich meinen würde, müssten sie von selbst die E- Fahrzeuge erheblich günstiger anbieten. Dann wird es auch was mit 1 Million E- Fahrzeuge bis 2020 in D.

    Kleine Erinnerung an VW wäre gut. Die müsste lauten: Liebe VW Leute, die Expansion auf dem chinesischen Markt verdankt ihr den erheblichen Fördermitteln aus D, während China keinen Cent für eure Entwicklungskosten zahlt. Egal ob Verbrenner oder E- Motoren.
    Gut, dass China noch die Expansion ausländischer Hersteller ausbremst.

    Wer den eigenen Markt aus reiner Profitgier missachtet, braucht sich nicht wundern, wenn er keine Kunden generiert.

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