Rohölpreis: Tesla-Aktienkurs bricht ein


Des einen Freud, des anderen Leid: Der starke Rückgang des Rohölpreises ist für Deutschlands Autofahrer eine gute Nachricht. Doch manch einen bringt der Preisverfall in Bedrängnis, wie etwa den E-Auto-Hersteller Tesla.

Die Nachfrage bei Tesla-Aktien sinkt derzeit drastisch. Im September kostete eine Aktie etwa 220 US-Dollar, momentan ist sie etwa 170 US-Dollar wert.

Eine aktuelle Studie erwartet für Teslas Model 3 nur noch knapp 300.000 verkaufte Fahrzeuge statt der erhofften 500.000.

In den letzten drei Monaten hat der Aktienkurs von Tesla stark nachgegeben. Um ein Viertel sank der Preis der Aktie. Am Mittwoch fiel er zum Handelsstart an der Wall Street auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten.

Weil die Benzinpreise so günstig sind wie seit Jahren nicht und die meisten Experten mit anhaltend billigem Rohöl rechnen, verfinstern sich derzeit die Aussichten für Elektroautos.

Eine zur Wochenmitte veröffentlichte Studie des Analysten Adam Jonas von der Investmentbank Morgan Stanley geht davon aus, dass Tesla bis 2020 nur 297.000 Wagen des für den Massenmarkt geplanten „Model 3“ verkaufen wird. Das Unternehmen hat sich den Verkauf von 500.000 Fahrzeugen als Ziel gesetzt. Der günstige Kraftstoff lässt die Nachfrage bei Fahrzeugen mit hohem Spritverbrauch steigen. Die Verkaufslisten in den USA werden schon seit Monaten von Pickup-Trucks und Geländewagen dominiert.

Quelle: dpa

9 Antworten zu “Rohölpreis: Tesla-Aktienkurs bricht ein

  1. Die elektrischen Speicher werden besser, der Strom vom Hausdach billiger und dann umsonst, der vom Autodach unter den Linsen auch
    (Ford C-Max), die Verbrennerabgase werden noch mehr besteuert, und langsam aber stetig, ersetzt der gespeicherte Sonnestrom, Erdöl, Kohle und Atom.
    Die milliardenschweren Energiehändler werden das nicht verhindern können.
    Vielleicht ein Problem, wenn ihr den Gabriels nicht rechtzeitig auf die klebrigen Finger klopft, dann wird die Energie-Lobby Dreckstrom aus Braunkohle subventionieren, aber das Tageslicht und den Sonnenschein besteuern.
    Mit sonnigen Grüßen.

  2. Wer einmal elektrisch gefahren ist, steigt nicht mehr um auf Öl. Der Umstieg kennt also nur eine Richtung.

    Niedrige Ölpreise können ihn verlangsamen, aber er geht unumkehrbar weiter. Ich Gegensatz zu vor 150 Jahren, wo elektrische Maschinen erhebliche Nachteile hatten (keine Leistungselektronik, Kohlebürsten-Verschleiß, keine brauchbaren Batterien), sind Elektroautos heute konkurrenzfähig und die Entwicklung der Verbrenner ist mehr oder weniger ausgereizt.

  3. Den E-Autofahrer interessiert der Ölpreis nicht die Bohne. Soll er doch fallen oder steigen.

    Man fährt Elektroauto weil es Spaß macht.

    P.S. Mit der Pferdekutsche könnte es noch günstiger sein. Aber wer will schon Pferdekutsche fahren wenn man sich ein Auto leisten kann.

  4. „Experten“, „Studie des Analysten … von der Investmentbank“.
    LOL!

    Also DAS toppt jetzt echt sogar den grundsätzlich immer geltenden Spruch:
    „Glaube nie einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.“.

    DAS ist ganz klar:
    „Und jetzt bieg ich mir die Welt, wie sie mir gefällt“.
    Und ist übrigens eine Beleidigung für jeden denkenden Menschen (und auch in Amerika gibt es eine Menge davon!).

    Das Billigöl wird es genau so lange geben, bis entweder die USA Russland in die Knie gezwungen hat (was nie passieren wird) oder wenn die USA begreift, dass sie sich das nicht mehr leisten kann…
    Kann sie zwar jetzt schon nicht, weil sie eig. vollkommen pleite ist, aber das Begreifen ist etwas Anderes.

  5. MIr fällt da nur ein:
    Einmal e-Auto, immer e-Auto. Was auch immer die Benzinkopfe sagen.
    Mein nächstes e-Auto wird auch im Winter schön warm sein und die notwendige Reichweite haben. Ten-T oder Fastned hat die Korridore, die SLAM offenlässt besetzt und man kann jederzeit mit Chademo oder CCS schnell laden. Adios Erdöl.

  6. Wer einmal elektrisch gefahren ist, will nie mehr zu den Benzin-Knallstinkern zurück – das ist Technik von gestern!

    Wer einmal Strom von der eigenen Photovoltaik geladen hat, will ebenfalls nie mehr zurück zu den abhängigen fossilen Strukturen, die letztendlich noch niemandem genützt, sondern nur geschadet haben.

  7. Mein nächstes Auto und mein nächstes Motorrad werden trotzdem wieder reine Stromer sein weil:
    -Ich nicht bereit bin nur so weit zu Denken wie ein Regenwurm lang ist.
    -Ich darüber hinaus bereit bin etwas für unsere aller Umwelt zu tun.
    -Ich nicht mehr bereit bin mich dem Diktat der multinationalen Ölkonzerne und der Internationalen Autoindustrie mit samt den von Ihnen beeinflussten Regierungen zu beugen.
    Ich bin genau deshalb auch gegen die Weiterentwicklung des Wasserstoffantriebes der nicht weiter bedeutet als eine neue erhebliche Abhängigkeit von den Wasserstoff- und Automobilherstellern nebst daran gut verdienenden Spekulanten.

    Ich bin für dezentrale Stromherstellung für „Jedermann“, weitgehend ohne jede Abhängigkeiten.
    Ich bin für eine intensive Batterieforschung, die die Speicherung dieser Energie in akzeptabler Größenordnung auch für den mobilen Betrieb ermöglicht.

    Ich bin für eine Energiewende die gerade versucht wird auf vielfältige Weise abzuwürgen, auch und gerade mit sinkenden Ölpreisen.
    Ölpreise fallen nicht vom Himmel, sie werden von Menschen gemacht mit Zielen die sie haben……und die sind zur Zeit eher politischer Natur.

  8. Dazu möchte ich nur eine in meinen Augen unbedingt empfehlenswerte Lektüre anführen: Weik & Friedrich – Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden

    Aber auch ohne die dort mit Quellen belegten Fakten sollte purer Menschenverstand wohl vollkommen ausreichend sein, um sich über eine solche Meldung eine Meinung zu bilden…

    Eine weitere nette Empfehlung – auf dem bekannten Videoportal nach „der Tag an dem das Öl ausging“ suchen…😉

    Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit

  9. Ach wie schön rosa ist doch die Welt der Analysten. Da wird wieder kräftig was zusammengesponnen weil der Ölpreis für ein paar Monate absackt. Und die Tesla-Aktie ist schon immer stärkeren Schwankungen ausgesetzt als die der anderen Autobauern. Mag sein, dass es hier einen Zusammenhang gibt, aber daraus eine kleinere Nachfrage für ein Auto abzuleiten, das erst in 3 Jahren auf den Markt kommt, grenzt an prophetische Fähigkeiten.

    Ich pack jetzt auch mal meine Glaskugel aus…
    Was sehe ich da?
    … der Ölpreis steigt 2016 wieder. Wer hätte das voraussehen können?! …
    … Elektroautos werden billiger und noch effizienter…
    … die Welt dreht sich auch 2015 mit gleicher Geschwindigkeit weiter…

    *Kopfschüttel*

    Und dass die (meisten) Amis nur wenige Monate vorausdenken können, wissen wir ja nicht erst seit die ihr Land kaputt-fracken.
    Auch wenn der Benzinpreis (wieder) unter 1€ fällt, wird mein nächstes Auto ein reiner Stromer. Basta!

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