Drei Elektroherzen für die Legende: Honda NSX


Auf der Detroit Motor Show (auch „North American International Auto Show“ oder NAIAS genannt) überrascht kaum ein Hersteller mit Innovationen. Honda ist eine Ausnahme. Vom 17. bis 25. Januar präsentieren die Japaner dort den neuen Supersportler Honda NSX, nah am Prototyp, mit einem V6-Motor und dazu einem Detail, das Elektromobilitäts-Fans entzückt: drei Elektromotoren. 

Für viele Fahrzeughersteller ist es eine Gretchenfrage: Sollen Autobauer in Zukunft auf den Elektroantrieb setzen oder nicht? Auch Honda scheint diese Frage nicht eindeutig beantworten zu können, demonstriert aber, welches Potenzial in einem Mischantrieb aus Strom und Benzin steckt. Der Beweis: Das Modell NSX mit einem V6-Verbrennungsmotor, kombiniert mit drei Elektromotoren.

Der Vorgänger des aktuellen Honda NSX ist eine Legende: Er war das erste japanische Auto, das fast komplett aus Aluminium gefertigt wurde, was das Gewicht auf etwa 1460 Kilogramm senkte. Zwischen 1990 und 2005 baute Honda diesen brachialen Sportwagen mit V6-Motor und 280 PS. Der UR-NSX ähnelt eher einem Ferrari, hat einen integrierten Heckspoiler und blieb für so manch einen Sportwagen-Fan das Traumauto. Mit Elektromobilität hat der alte NSX gar nichts zu tun.

Ein bisschen Ferrari, ein bisschen Japan, dazu eine radikale Keilform und viele Kanten: Der UR-NSX, gebaut von 1990 bis 2005. In Nordamerika und Hongkong wurde das Auto unter dem Markennamen Acura verkauft.

Ein bisschen Ferrari, ein bisschen Japan, dazu eine radikale Keilform und viele Kanten: der Ur-NSX, gebaut von 1990 bis 2005. In Nordamerika und Hongkong wurde das Auto unter dem Markennamen Acura verkauft.

Das ist beim neuen NSX anders. Die Japaner orientieren sich an Fahrzeugen wie dem BMW i8. Sie wollen die Technologie-Hoheit nicht verschenken, sie nicht nach Europa verlieren, so wirkt es. Der aktuelle NSX verfügt über einen Hybridantrieb, der momentan einzigartig sein dürfte. Gleich drei E-Motoren sind im Supersportler eingebaut: Einer unterstützt den Hauptantrieb, den DOHC-V6-Heckmotor. Die beiden anderen treiben die Vorderachse an. So verfügt er über einen permanenten Hybrid-Allrad-Vortrieb und eine Gesamtleistung von etwa 550 PS.

Zwischen vier Fahrmodi soll im NSX gewählt werden können: Sport, Sport+ und Track für die volle Leistungsentfaltung. Zusätzlich kann der Fahrer rein elektrisch, fast lautlos cruisen. Genauere Werte wie Beschleunigung, Reichweite oder tatsächliches Gewicht fehlen noch, dürften aber nicht allzu lange auf sich warten lassen. Schon Ende des Jahres soll der neue NSX in den USA ausgeliefert werden. Traditionell wird der Supersportler dort unter dem Markennamen Acura verkauft werden. Er wird umgerechnet etwa 127.000 Euro kosten. Zum Vergleich: Der Einstiegspreis für den bayerischen Hybrid-Supersportler BMW i8 liegt in Deutschland bei etwa 126.000 Euro.

3 Antworten zu “Drei Elektroherzen für die Legende: Honda NSX

  1. Es gibt kaum noch etwa darüber….für etwa was dieser Planet nicht braucht.

    Wo bleiben die bezahlbaren Familien E- Autos für den „Normalo“?

  2. Na klar: 550 PS…
    MUSS man ja haben.
    Und die Autobahn, wo sich die lohnen gibt´s dann auch gleich dazu? Oder zumindest ne Strafzettel- und Punkteflatrate?

    Möchte wetten, dass die Entwicklungskosten für das Protzteil genauso wie beim igitt8 schön auf die komplette E-Flotte umgerechnet werden.
    Auf den BEZAHLBEREN und ALLTAGSTAUGLICHEN Hybriden dürfen wir so noch LAAAANGE warten!

  3. Da bleibt einem fast die Spucke weg. So viele Motoren! Na gut, wenn man schon keine teuren Autos in großer Stückzahl verkauft, verkauft man eben mit einem Auto gleich Motoren in großer Auflage. Guter Einfall für Motoren die auf Halde liegen. Irgendwie muss man die Motoren ja los werden. Sollte sich BMW ein Beispiel nehmen. Das wird bestimmt ein Verkaufsschlager, wenn man dann den Preis für einen BMW vervierfachen kann, weil er 4 Motoren hat. Ich finde: „Sensationelle Idee!“

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