Audi zeigt Riesen-SUV mit Stecker


Der Audi Q7 e-tron quattro kommt. Die Ingolstädter stellen auf dem Autosalon in Genf (5. bis 15. März 2015) ein SUV vor, das wohl knapp zwei Tonnen wiegen wird, aber kaum Sprit verbrennen soll. Die ersten Fakten zum Hybrid-Q7.

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Serienmäßig verfügt der Q7 e-tron quattro über MMI-Navigation mit Internet-Anbindung.

 

 

 

Nein, der Audi Q7 hatte in der öffentlichen Meinung bisher keinen leichten Stand. Seit seiner Markteinführung vor zehn Jahren gilt der massige Ingolstädter als Inbegriff für protzige und spritfressende Auto-Dinosaurier.

In diesem Jahr folgt die zweite Baureihe des SUV. Auf dem Genfer Autosalon zeigt Audi nun dessen vermeintlich umweltfreundlichste Variante – als Diesel-Plug-in-Hybrid. Der Hersteller verspricht für das SUV mit Stecker einen Durchschnittsverbrauch von lediglich 1,7 Litern Diesel auf 100 Kilometern.

Audi-typisch soll der Wagen über Allradantrieb verfügen – und damit das weltweit erste Plug-in-Hybridauto mit einem Sechszylinder-Diesel und permanenter 4×4-Technologie sein.

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Öko-Romantik der Audi-Pressestelle: Ein 373-PS-Q7 steht vor Windrädern.

Als echter Audi soll der Pseudo-Geländewagen daneben auch viel Power bieten. Der Hersteller verspricht eine Systemleistung von 373 PS und 700 Newtonmeter Drehmoment. Damit soll der Wagen in sechs Sekunden Tempo 100 erreichen und bis zu 225 km/h schnell sein. Audi verbaut dafür neben einem Dieselmotor mit 258 PS ein Elektro-Aggregat mit umgerechnet 128 PS Leistung.

Die Lithium-Ionen-Batterie soll bis zu 56 Kilometer im rein elektrischen Fahrbetrieb ermöglichen. In Kombination mit dem Dieselmotor verspricht der Autobauer 1410 Kilometer Gesamtreichweite.

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Der Innenraum des neuen Q7 ist luftiger als beim Vorgänger. Das digitale Cockpit zeigt beispielsweise Infos zu Energiefluss, Reichweite oder Ladezustand der Batterie.

Der Fahrer kann den Hybridantrieb mit insgesamt vier Betriebsmodi steuern und so je nach Situation den Energiehaushalt des Wagens regulieren. Daneben erhält das SUV einige Features für Technikfreunde wie beispielsweise ein optionales LED-Matrix-Licht oder ein digitales Cockpit, das Audi auch schon im neuen TT verbaut.

Während die konventionell betriebenen Q7-Modelle bereits Mitte 2015 zum Verkauf stehen, wird die Hybrid-Variante erst im Frühjahr 2016 erhältlich sein. Preise nennt Audi bisher noch nicht.

3 Antworten zu “Audi zeigt Riesen-SUV mit Stecker

  1. Selbst wenn das Auto so gebaut werden sollte: die Elektromobilität wird es in der Breite nicht fördern. MIt einer rein elektrischen Reichweite von nominal 56 km (in der Praxis weniger, im Winter die Hälfte) gehört es für mich in die Kategorie von Porsche Panamera S E-Hybrid & Co. Die Hersteller spekulieren da wohl darauf, ihre „Premium“-Kunden mit den „Privilegien“ des Elektromobilitäts-Gesetz“chens“ locken zu können und auf dem Papier was Gutes für ihren Flottenverbrauch zu tun. Audi sollte statt dessen ein vollwertiges Mittelklasse- Elektroauto (gerne optional mit Range Extender) für den Massenmarkt rausbringen. Alles andere (auch und gerade den elektrischen R8) halte ich für Schaumschlägerei.

  2. Naja, geht doch… jetzt muss mir nur noch Jemand erklären, warum man sowas nicht auch 2 oder 3 Nummern kleiner bauen kann?
    56 Kilometer rein elektrisch ist voll ok (wenn ich noch nen Verbrenner dabei hab…), aber 4×4 braucht kein Mensch, genausowenig wie 373 PS und 225 km/h!
    Aber was Geräumigeres (lieber wär mir noch ein Minivan) in der Art wär absolut ideal… der Verbrenner würde dann bei mir max. 1x die Woche laufen müssen und nicht durch die ganzen KurzstreckenKaltFahrten ruiniert werden.
    Oder liegt´s ganz einfach daran, dass sowas dann tatsächlich auch gekauft werden würde, wenn es nicht mindestens 6-stellig kostet wie das Raumschiff da???

  3. „1410km“ erzeugen bei einem audi-fahrer der bisher noch nix geschnallt hat einen exorbitanten willhaben-effekt. am besten noch recht teuer machen im vergleich zum normalen diesel und schon ist der flottenverbrauch gesenkt und man muss sich nicht mit garantieleistungen rumschlagen oder gar die 1410km-panzer wandeln.

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