Deutschlands erste Autobahn-Wasserstofftankstelle


Zu Wochenbeginn wurde Deutschlands erste, direkt an einer Autobahn gelegene Wasserstoff-(H2)-Tankstelle eingeweiht und in Betrieb genommen. Auch die Politik war anwesend: Die parlamentarische Staatssekretärin für Verkehr, Dorothee Bär, sprach von 50 weiteren deutschen H2-Tankstellen.

Sieht unspektukäler aus, ist aber eine Premiere. Hier kann nur Wasserstoff getankt werden. Im Hintergrund: Ein Wasserstofflaster.

Sieht unspektakulär aus, ist aber eine Premiere, hier kann nur Wasserstoff getankt werden. Im Hintergrund: Ein Wasserstofflaster.

Die neue H2-Zapfsäule am Autohof Geiselwind, an der A3 zwischen Würzburg und Nürnberg, liegt zentral und verknüpft die bereits vorhandenen Betankungsmöglichkeiten in den Metropolregionen Frankfurt am Main, Stuttgart und München. Sie bildet somit einen Knotenpunkt für Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle in Deutschlands Süden.

Staatssekretärin Bär lobte den Fortschritt der Brennstoffzellen-Technik. Bis 2016 sollen aus Politik und Wirtschaft etwa 1,4 Milliarden Euro in die Technologie fließen. „Elektrofahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle fahren ohne schädliche Emissionen. Sie besitzen eine hohe Reichweite und können innerhalb weniger Minuten auftanken“, so Bär. Ginge es nach ihr, sollen bis Ende 2015 bereits 50 weitere Wasserstoff-Tankstellen in den Metropolregionen und entlang der Hauptverkehrsachsen stehen.

Flächendeckende Versorgung

Linde ist ein wichtiger Kooperationspartner des Projekts. Mit rund 90 Tankstellen in 15 Ländern führt das Unternehmen seit Jahren die Wasserstoff-Technologie voran und betreibt in Wien die weltweit erste Serienfertigung für H2-Tankstellen. Der Aufbau einer flächendeckenden Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland geht einher mit der erhofften Massenverbreitung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen verschiedener Hersteller.

Mit den versprochenen 50 Wasserstoff-Tankstellen soll in naher Zukunft die bundesweite Mobilität zwischen deutschen Ballungsräumen entlang der deutschen Hauptverkehrsadern möglich sein. Die Linde-Initiative beteiligt sich gemeinsam mit Daimler an insgesamt 20 neuen H2-Stationen. Das Investitionsvolumen dafür beträgt rund 20 Millionen Euro.

7 Antworten zu “Deutschlands erste Autobahn-Wasserstofftankstelle

  1. Ach ja: also, für die Überschussenergie der Windkrafträder ist aber die Umwandlung in Wasserstoff nicht effizient genug (sind ja „NUR“ 60%…die übrigens bisher einfach verschwendet werden!).
    Neee, da stellt man die Dinger lieber still…
    Ich nenne das Ernergieverschwendung.
    DAS wäre dringend notwendig. Kostengünstig machbar und problemlos miteinspeicherbar in den Erdgaspipelines.
    Aber „unsere“ erdölMafiahörige „Regierung“ sabotiert ja sowieso prinzipiell alle alternativen Energien…

    Nochmal zur Erinnerung übrigens: über 80% ALLER Fahrten sind kürzer als 50km!
    Daher auch mit preiswerten Blei-Akkus machbar!

    • Von welchem Wirkungsgrad sprechen Sie?

      Die Primärenergie ist kostenlos und unbebrenzt verfügbar!!!

      Der Gesamtwirkungsgrad ist die Summe aller Einzelwirkungsgrade.

      Und außerdem sollen nur die Überstromkapazitäten genutzt werden.

      Es handelt sich dabei nicht um Energieverschwendung sondern um eine

      sinnvolle Optimierung der Windenergienutzung. (= Solarenergie).

      • DerHelmut

        Hab ich doch geschrieben:
        die sog. „Entscheider“ sind der Meinung, dass die Umwandlung des Überschussstroms nicht effizient genug wäre und deswegen werden keine „Elektrolysefabriken“ (sind übrigens keine MegaRiesenMonsterFabriken, würde eher ElektrolyseStationen dazu sagen…) gebaut!
        Und natürlich ist sowohl Windkraft als auch Solarkraft im Überfluss vorhanden. Hilft aber nix, wenn diese Energien nur im Promillebereich genutzt werden, weil dauernd das Totschlagargument kommt, das wäre nicht effektiv genug oder es gäbe keine Speicher etc. …!

    • Wenn Windraeder abgestellt werden fehlt wohl die dicker Leitung …
      da nuetzt dann eine Elektrolysefabrik auch nix …
      (ausser man baut die direkt in die Naehe – dann kommen wieder die
      Anwohner wegen Landschaft verschandeln … usw.)
      Wasserstoff fuer’s ERDGASNETZ – OK … aber nicht weiter Energieverschwendung fuer die AUTOFAHREREI …

      … bei der Speicherung im Auto setzt man auf Drucktanks mit bis zu 750 bar mit energieintensiver Befüllung. Allein die Verflüssigung des Wasserstoffs für die Verteilung und Lagerung in den supraisolierten Druckbehältern an den Tankstellen kostet zwischen 30 und 50 Prozent des Energieinhalts, die Komprimierung auf 850 bar für die Zapfsäule noch einmal rund zehn Prozent der Energie, die dann in der 700-bar-Tankfüllung steckt. Anders wäre eine für die Verteilung und ein Fahrzeug vertretbare Energiedichte pro Volumen aber nicht zu bekommen.

      http://www.heise.de/autos/artikel/Ameisensaeure-als-Wasserstoffspeicher-fuer-die-Brennstoffzelle-2635639.html

  2. „Gemeinsam mit der Industrie haben wir für Forschung, Entwicklung und Demonstrationsvorhaben bis ins Jahr 2016 rund 1,4 Milliarden Euro bereitgestellt“ … SCHADE UM DAS GELD …

    Alleine für die Förderung der Wasserstoff-Tankstelle in Geiselwind sind 1,2 Millionen Euro geflossen.
    EINEEEEEE !!!! FUER >1,2Mio. ROFL-KOTZ !

    Das weltweit operierende Gas- und Engineeringunternehmen „Linde Group“ hat bei der Technologie enorme Fortschritte gemacht … Vier bis sechs Fahrzeuge pro Stunde können dort betankt werden….

    Wie das Handelsblatt berichtete, werden die Anfangsinvestitionen für ein flächendeckendes Tankstellennetz in Deutschland auf rund drei Milliarden Euro geschätzt. Und der Leiter des CAR-Institutes der Universität Duisburg-Essen, Ferdinand Dudenhöffer wird im gleichen Blatt mit folgender Einschätzung zitiert: „Die Marktchancen für die nächsten zehn bis 15 Jahre sind gleich Null.“

    „CO2-neutrale Antriebsarten gewinnen immer mehr an Bedeutung“, bestätigte Bundestagsabgeordnete Dr. Anja Weisgerber.
    … aha … wird aber mit LINDEs ERDGAS-DAMPFREFORMATION (mit Prozesswaerme aus dem Kohlekraftwerk (z.B. Huerth)) wohl nix werden

    … AUSSER PRIMA ENERGIEVERSCHWENDUNG …

    • Welche Formen der Elektromobilität im Straßenverkehr werden in Zukunft eine Rolle spielen? Den Verbrennungsmotor werden wir noch eine ganze Weile haben, aber seine Bedeutung wird abnehmen. Das Auto der Zukunft hat einen Elektromotor und eine Batterie. Aber wie viele werden ihren Strom aus einer Brennstoffzelle beziehen und wie viele werden Plugin-Hybride sein?

      Keine Technik wird alle anderen aus dem Feld schlagen. Unterschiedliche Anforderungen führen zu unterschiedlichen Lösungen, die nebeneinander existieren werden.

  3. Falscher Weg, Frau Bär! Zu viel Energie muss für die Herstellung von Wasserstoff aufgewendet werden, zu teuer zudem die Abgabepreise für Kunden. Wo liegt da der Vorteil? In der kürzeren Zeit gegenüber der Ladung eines Akkus? Nach (vorläufigen) 400 Km Aktionsradius eines batteriebetriebenen Autos will ich ohnehin eine Essens- und P.-Pause machen. Der Akku dagegen wird entweder per Solar oder am Supercharger von TESLA kostenlos und mit regenerativer Energie geladen. Selbst da, wo für Strom bezahlt werden muss, ist dieser etwa nur 1/3 so teuer wie Kraftstoff oder Wasserstoff!!!

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