Bundesminister fahren zu wenige E-Autos


Nächster Rückschlag für die ehrgeizigen E-Auto-Pläne der Regierung Merkel: In einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen wird deutlich, dass ausgerechnet der Ministerialfuhrpark die selbst gesteckten Elektromobilitätsziele nicht erfüllen kann. 

Kanzlerin Merkel will im Jahr 2020 eine Million E-Autos im deutschen Straßenverkehr rollen sehen.

 

Weniger als 0,5 Prozent aller in Deutschland zugelassenen Autos sind Stromer. Die Bundesregierung will das ändern – und dabei mit gutem Beispiel vorangehen. Darum hatten sich die Ministerien und ihre Apparate selbst auferlegt, ihren Fuhrpark schrittweise auf Elektroautos umzustellen. So sollen mindestens zehn Prozent aller neu gekauften Fahrzeuge in den Ministerien mit Strom statt Sprit fahren.

Doch die insgesamt 17 Bundesbehörden verfehlen ihre selbst gesteckten Ziele. Das berichtet der „Tagesspiegel“. Demnach würden lediglich die vier Bundesministerien für Auswärtiges, Inneres, Verkehr und Presse die Vorgabe erfüllen. Die „Berliner Tageszeitung“ zitiert aus der Antwort auf eine entsprechende Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen an die Bundesregierung.

Bundesministerien: nur sechs Prozent E-Autos

Demnach würden insgesamt nur sechs Prozent aller Autos aus dem Ministerialfuhrpark über einen Elektroantrieb verfügen. Besonders schlecht sei die Bilanz der Ministerien für Familie, Justiz und Entwicklung: Die Häuser von Heiko Maas und Gerd Müller wollen dem „Tagesspiegel“ zufolge auch im laufenden Jahr keine entsprechenden Fahrzeuge zukaufen.

Ziel des Bundes ist es, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen. Experten bezweifeln angesichts weiterhin geringer Zulassungszahlen und aktuell günstiger Kraftstoffpreise allerdings, dass dies erreichbar ist.

2014: erst 19.000 E-Autos in Deutschland zugelassen

Nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) rollten Ende 2014 knapp 19.000 reine E-Autos auf deutschen Straßen. Die Zahl der sogenannten Plug-in-Hybride, die die Bundesregierung zu den E-Autos zählt und die sowohl an der klassischen Tankstelle als auch an der Steckdose betankt werden, lag bei 108.000. Insgesamt waren 44,4 Millionen Pkw in Deutschland unterwegs.

Im vergangenen Jahr kamen laut Verband der Automobilindustrie (VDA) 17 neue Serienmodelle mit Elektroantrieb auf den Markt. 2015 werden noch einmal zwölf weitere hinzukommen.

Mit Material von dpa

2 Antworten zu “Bundesminister fahren zu wenige E-Autos

  1. Wen wundert´s, solange die ErdölMafia die Regierung und die Wahlen bezahlt…

  2. Wenn man das Geld für mehr oder weniger sinnlose Projekte zur E-Mobilität ausgibt braucht man sich nicht zu wundern, wenn am Ende keine Schnelllade-Infrastruktur vorhanden ist. In der Folge bleiben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück.

    Die Politik sollte endlich beginnen, konsequent und an sinnvollen Standorten CCS Schnellladestationen aufbauen. Tesla zeigt mit ihren Superchargern wie man es machen muss!

    1. An den Autobahnen (an jeder Autobahnraststätte)
    2. Mindestens 8 CCS Lader pro Standort
    3. Perfekt gewartet und bei Problemen zeitnahe Reparatur
    4. Bitte nicht im Hinterhof eines Autohändlers wo man dann betteln muss dass die darauf geparkten Verbrenner weggefahren werden. Solche Standorte wurden in der Vergangenheit gefördert! Nur offen während der Geschäftszeiten und dann nur nach Lust und Laune des Personals nutzbar.

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