Atieva: Tesla war gestern


„Atieva gestaltet und baut gerade ein bahnbrechendes Elektroauto im Herzen des Silicon Valley“. In einer selbstbewussten Handreichung kündigt der Newcomer nicht weniger als den nächsten großen Wurf im E-Autobau an. Doch was steckt hinter dem Projekt?

Viel Raum für Interpretation: Zum konkreten Produkt der Arbeit hält sich Atieva noch bedeckt.

 

Es brodelt im Silicon Valley: Ein bisher unbekanntes Unternehmen ist seit Wochen Gesprächsthema. Warum? Es will die Elektroauto-Szene gehörig aufmischen. Das wollten schon andere vor ihm, doch diese Firma hat Ambitionen und Potenzial – und beides in einem deutlich höheren Maße als die Konkurrenz.

Das beginnt schon beim Personal. Zahlreiche ehemalige Tesla-Mitarbeiter sind inzwischen bei Atieva, vor allem Ingenieure und Designer verstärken das Team des Newcomers. Und auch der Chef selbst hat früher bei Tesla gearbeitet: Bernard Tse war im Führungsstab des E-Auto-Pioniers tätig. Sein Mitstreiter Sam Weng war Topmanager bei Oracle.

Atieva: Fokus auf Technik und Entwicklung

Was das Projekt schon seit seinem Beginn 2007 von anderen unterschied, ist der klare Fokus auf die Entwicklung von ausgefeilter Technologie speziell für Elektroautos. Ergebnis der Arbeit sind mehr als 100 Patente aus dem E-Autobau, darunter Lizenzen für Batterietechnologien oder Steuerungselektronik.

Das sorgt für Wachstum. Seit Beginn des Jahres 2015 wurde die Personaldecke von etwa 100 auf fast 300 Mitarbeiter erweitert. Aktuell sucht die US-Firma mehr als 30 neue Mitarbeiter, hauptsächlich Ingenieure. Jüngst musste das Unternehmen darum auf ein größeres Gelände umziehen und sucht schon nach weiteren Flächen für zusätzliche Anlagen.

Atieva will das Auto neu definieren

Dank privater Geldgeber ist Atieva finanziell exzellent aufgestellt, soll eine neunstellige Summe zur Verfügung haben. Damit soll nicht weniger als der ganz große Wurf gelingen: “Wir sind dabei, neu zu definieren, was ein Auto sein kann, indem wir ein ikonenhaftes neues Fahrzeug von Grund auf neu gestalten.“

Atieva verfügt über viel Selbstbewusstsein. Man darf gespannt sein, welches Fahrzeug das Ergebnis sein wird.

3 Antworten zu “Atieva: Tesla war gestern

  1. „seit seinem Beginn 2007“ – mhm. Nicht quatschen, sondern machen – wie Tesla!!!

    • Tesla Motors wurde 2003 gegründet. Wenn man mal den Roadster (Kleinserie) ausklammert, haben sie also noch Zeit bis 2016. ;o)

      Ich bezweifel allerdings, dass Atieva ein erschwingliches Gefährt für alle vorstellt. Es wird wohl eher eine autonom fahrende Nobelkarosse sein, die sich die wenigsten leisten können. Vermutlich sogar noch oberhalb des Model S angesiedelt.

  2. Das ist die übliche Strategie im Silicon Valley: Desruption!
    Da ist es auch leicht Investoren zu finden. Aber auch viel Geld ist noch lange kein Garant auf Erfolg. Ein Großteil der mit viel Geld gesponsorten Projekte im Silicon Valley werden kein Erfolg!

    Das Auto neu zu erfinden haben schon andere versucht uns sind kläglich gescheitert.

    Der Ansatz von Tesla finde ich vielversprechender: Kleine Schritte und immer gleich auf den Markt damit: Tesla Roadster, Model S, Model S Allrad, Model X Allrad, Model 3 etc…

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