Elektrisch surfen mit Mellow


Volle Städte, dichter Verkehr, schlechte Luft – da hilft nur eines: ein elektrisches Skateboard. Das dachten sich zumindest ein paar Hamburger Großstadtsurfer. Das Start-up-Unternehmen Mellow hat einen Elektroantrieb erfunden, der unter jedes Skateboard passt und das Brett bis zu 40 km/h schnell durch die City jagt. Ein Preis steht ebenfalls schon fest.

Zwei Stunden Ladezeit, 15 Kilometer Reichweite: die Erfinder von Mellow suchen noch Investoren für ihren Skateboard-Elektromotor.

Zwei Stunden Ladezeit, 15 Kilometer Reichweite: Die Erfinder von Mellow suchen noch Investoren für ihren Skateboard-Elektromotor.

Eigentlich ist es eine schöne Vorstellung, zur täglichen Arbeit durch die Straßen zu gleiten, statt mühsam in die Pedale zu treten, sich mit einem Auto durch den Berufsverkehr zu zwängen oder in überfüllte öffentliche Verkehrsmittel zu steigen – vorausgesetzt, das Wetter hält. Vor allem das sogenannte Longboard –
ein Skateboard mit Überlänge und dadurch besonders viel Laufruhe – wurde in den letzten Jahren immer beliebter. Und eine der Zielgruppen der Hamburger ist wohl die der Longboard-Fahrer, die eben nicht verschwitzt in der Arbeit ankommen wollen und sich die ein oder andere Strecke gerne gemütlicher gestalten würden.

 

Der Prototyp von Mellow scheint gut zu funktionieren (siehe Video). Die Batterie des E-Antriebs rastet zwischen den Rädern am E-Motor ein. Es ist der erste Universalantrieb seiner Art, passt angeblich unter jedes Brett, egal ob breit, schmal, lang oder kurz. Mellow sucht zwar noch Investoren. Der Preis des Moduls ist aber schon bekannt, obwohl noch kein serienreifes Produkt existiert. 850 Euro soll es samt Batterie kosten, 999 Euro ein Mellow-Skateboard samt E-Antrieb.

Die Geschwindigkeit lässt sich über einen schnurlosen Schieberegler einstellen. Für das ein oder andere Gimmick ist ebenfalls gesorgt: Falls genügend Energie gespeichert ist, kann der Skateboarder über eine USB-Schnittstelle sein Smartphone aufladen. Ist die Batterie leer, verspricht Mellow, dass das Skateboard wie gewöhnlich mit einem Bein angeschoben werden kann.

Detailangaben zum E-Modul für Skateboards: 

  • Gewicht: 2,5 Kilogramm
  • Spurbreite: 79 Millimeter
  • Vier Fahrmodi: Rookie Ride, Eco Ride, Pro Ride, Endless Ride (einmal drücken, durchgehend fahren)
  • Energierückgewinnung beim Bremsen
  • USB-Port, um mobile Endgeräte aufzuladen
  • Wasserabweisend und staubgeschützt (gemäß EU-Norm IP65)
  • Zwei Jahre Garantie auf Fernbedienung und Antrieb
  • Maße: 37 x 28 x 5,5 Zentimeter
  • Höchstgeschwindigkeit 40 km/h
  • Höchstleistung: 2300 Watt
  • Maximales Drehmoment: 3 Newtonmeter
  • Reichweite: 15 Kilometer
  • Batterie: Lithium-Ionen
  • Batteriegewicht: 750 Gramm
  • Ladezeit: 2 Stunden
  • Bis zu 1000 Ladezyklen
  • Garantie der Batterie: ein Jahr

5 Antworten zu “Elektrisch surfen mit Mellow

  1. Der Preis ist viel zu hoch. Einen kompletten Ego-Cruiser bekommt man schon für 499,- Warum sollte ich da nur für den Antrieb allein 850,- ausgeben? Und zwecks unserer lieben Polizei, ich wurde mindestens schon zwanzig mal von denen auf der Straße mit meinem Board angehalten und passiert is da nie was außer dududu (mit Fingerzeig) das is aber nicht erlaubt bitte auf den Radweg oder Fußweg. Und das wars, also warum sollte man da Angst haben wenn eh nix passiert.

  2. Ganz ehrlich ich wünsch der Polizei viel spaß beim kontrollieren ^^
    Keep rideing stay calm go mellow…
    Ps.: wie schnell glaubst du denn das jemand mit einem Longboard bergabfährt? Glaubt ihr nicht auch das sie ein Longboarder der auf der straße fährt sich über seinen STVO verstoß schon längst im klaren ist…
    Ausserdem gehört die Straße allen egal was der Staat sich seit das Auto erfunden wurde ausgedacht hat😉

  3. Wie schon von Anonym und DerHelmut geschrieben, in einem Land wie D, wo Segways Versicherungskennzeichen brauchen, e-Roller nur 45km/h schnell sein dürfen und damit den Innerortsverkehr aufhalten, da sollte etwas mehr Kritik an der Umsetzbarkeit eines an sich ganz witzigen Projekts vorhanden sein. Gerade vom ADAC.

  4. Ganz schön blauäugig geschrieben… Wie wärs mit einem Hinweis, dass man so ein Ding laut StVO gar nicht im öffentlichen Raum bewegen darf??

  5. Eig. nette Idee, aber leider Dank STVO hier in D genauso sinnlos wie die elektrischen Tretroller (Lenker mit Handbremse wären mir bei 40km/h dann doch lieber…).

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