Die letzte Meile: E-Dreirad mit einer Mission


Das Konzept des Dreirads begleitet wohl viele von uns seit der Kindheit. Häufig war es eines unserer ersten Gefährte überhaupt. Im Straßenverkehr fristet die Idee ein Nischendasein. Doch die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigte am 20. Mai den Prototyp des Bicar.

Drei Reifen, eine Idee: Das BICAR ist explizit als Sharing-Fahrzeug konzipiert.

Drei Reifen, eine Idee: Das BICAR ist explizit als Sharing-Fahrzeug konzipiert.

Um mittelfristig eine Testflotte aufzubauen, geht die Hochschule mit ihrem Dreirad auf Sponsorenfang. Und man braucht schon etwas Fantasie, wenn man an einen kommerziellen Erfolg glauben will. Es gibt kaum Beispiele erfolgreicher Dreiräder. Trotz des Kabinenrollers von Messerschmitt, der Piaggio Ape und einiger Exoten wie dem Can-Am Syder oder individueller Trike-Umbauten, konnte sich die Idee der drei Reifen nicht nachhaltig durchsetzen.

Doch beim Bicar verfolgen seine Erbauer ein anderes Ziel, als das, möglichst viele Endkunden zu finden. Das Bicar ist explizit als Sharing-Fahrzeug angelegt. So wurde besonders auf eine intuitive Bedienung und eine gute Ergonomie für unterschiedlich große Fahrer geachtet. So erklärt sich auch das Dreirad-Konzept, denn auf einem herkömmlichen Parkplatz finden acht Bicar-Fahrzeuge Platz.

Elektro-Dreirad: Wetterfest, umweltfreundlich, platzsparend

Es soll die Lücke zwischen Auto und Fahrrad schließen: wetterfest, umweltfreundlich dank E-Antrieb und durch die kleine Karosserie und die drei Räder platzsparend im Stadtverkehr und bei der Parkplatzsuche. Die Räder sind unter dem Chassis positioniert und neigen sich in der Kurve mit dem ganzen Fahrzeug zur Seite. Schon der italienische Rollerhersteller Piaggio hatte vor knapp zehn Jahren mit dem MP3 ein – wenn auch offenes – Dreirad gezeigt, bei dem sich in den Kurven die Reifen neigen.

Als Reichweite geben die Entwickler 20 Kilometer an. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h. Das Bicar soll insbesondere für die „letzte Meile“ zwischen Pendlerbahnhof und Zieladresse eingesetzt werden. Für den realen Testbetrieb in einer Stadt – inklusive Flotte und Ladestationen – rechnen die Verantwortlichen mit einem notwendigen Investment von rund einer Million Franken.

Mehr zum Bicar erfahren Sie hier.

3 Antworten zu “Die letzte Meile: E-Dreirad mit einer Mission

  1. AUCH IN CH „DOPPELT ERFORSCHT = NEU ERFUNDEN“ ?!?

    http://www.aargauerzeitung.ch/limmattal/zuerich/das-velo-auto-kurven-wir-bald-mit-solchen-gefaehrten-zur-arbeit-129160483
    http://www.blick.ch/news/wirtschaft/halb-pw-halb-velo-dieses-gefaehrt-soll-in-der-stadt-das-auto-ersetzen-id3778003.html
    BiCar – das Velo-Auto – kurven wir bald mit solchen Gefährten zur Arbeit?
    http://f.blick.ch/img/news/origs3778001/049169512-w308-h960/Neigt-sich-leise-surrend-in-die-Kurve-das-BiCar-eine-Mischung-aus-Auto-und-E-Bike.jpg oder so … bereits im Carsharing http://images.zeit.de/mobilitaet/2015-03/toyota-dreirad-elektrofahrzeug/toyota-dreirad-elektrofahrzeug-540×304.jpg
    Sieht so die Mobilität der Zukunft aus? Das sogenannte Bicar ist eine Mischung aus Velo und Auto.
    Zürcher Hochschule präsentiert Sharing-Fahrzeug (das es in Grenobel bereits im Einsatz gibt!!!)

    Winterthur – Das Konzept um das neue dreirädriges Elektro-Gefährt namens BiCar soll die urbane Mobilität revolutionieren. Forschende der School of Engineering an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben es entwickelt.
    http://www.cleantech.ch/rubriken/mobilitaet-logistik/artikel/news/2015/05/20/zuercher-hochschule-praesentiert-sharing-fahrzeug/

    Das «Bicar» ist eine Mischung aus Velo und Auto. Entwickelt haben es Forscher der Zürcher Hochschule. In zwei Jahren schon sollen wir mit diesen Elektromobilen durch die Stadt fahren. Dafür brauchen die Forscher aber erst einmal viel Geld.

    Der Prototyp fährt mit einer Maximalgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern und verfügt über eine maximale Reichweite von 20 Kilometern. Diese Parameter sind spezifisch auf den Stadtverkehr zugeschnitten, können jedoch je nach Testerfahrungen noch angepasst werden. Die Entwickler verstehen BiCar nun als Plattform: Partner beispielsweise aus der Wirtschaft oder aus Stadtverwaltungen sind eingeladen, sich an der Weiterentwicklung zu beteiligen. So soll bis zum Jahr 2017 eine Testflotte von 20 Fahrzeugen ihren Betrieb aufnehmen – etwa in Innenstädten oder auf grossen Firmengeländen. Die Entwicklung ist darauf angelegt, dass ein BiCar bei einer Serienproduktion von 10.000 Stück zum Einzelpreis von unter 5000 Franken zu haben ist.

    … die einen forschen … die anderen bauen und fahren bereits (seit ueber einem Jahr) … Toyota i-Road
    http://www.autobild.de/artikel/toyota-i-road-fahrbericht-5312932.html
    http://www.toyota-global.com/innovation/personal_mobility/i-road/

    http://www.zeit.de/mobilitaet/2015-03/elektrofahrzeug-grenoble-carsharing
    Wie man in Städten künftig individuell unterwegs sein könnte, zeigt Toyota in Grenoble.
    Das Carsharing-Pilotprojekt setzt dabei auf schmale Mini-Dreiräder mit E-Motor …

  2. Nicht übel, aber warum nicht 50km und 60km/h?

  3. sehr ideal für den Alleinreisenden, nicht so gut für eine große Familie

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