E-Autos fahren nur in Städten? Von wegen!


Elektroautos gelten als Hoffnungsträger für laute und abgasbelastete Großstädte. Doch eine neue Studie beweist: Die meisten E-Autofahrer in Deutschland leben in Kleinstädten oder auf dem Land – der Reichweiten-Diskussion zum Trotz.

Die Mehrzahl der E-Auto-Nutzer ist nicht auf öffentliche Ladestationen angewiesen.

Mehr als die Hälfte der privaten Nutzer von E-Autos wohnt in Gemeinden von weniger als 20.000 Einwohnern. Das ist das Ergebnis einer am 26. Mai veröffentlichten Studie des Instituts für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Nur etwa jeder Fünfte der Befragten lebt in einer größeren Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern.

Bislang werden E-Autos wegen ihrer Reichweiten-Limitierung vor allem in größeren Städten Wachstumschancen eingeräumt, da dort öffentliche Ladestationen eingerichtet werden.

Doch die Mehrzahl der E-Auto-Nutzer ist darauf überhaupt nicht angewiesen. Mehr als die Hälfte gab an, in einem frei stehenden Einfamilienhaus zu wohnen. 92 Prozent der privaten Nutzer hatten so eine Lademöglichkeit auf dem eigenen Grundstück.

Etwa ein Drittel (36 Prozent) der Befragten nutzt zusätzliche Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz. Für 80 Prozent der Befragten ist das E-Auto allerdings nur der Zweitwagen. Der durchschnittliche private E-Auto-Fahrer ist der Studie zufolge männlich, gebildet und 51 Jahre alt.

Quelle: dpa

9 Antworten zu “E-Autos fahren nur in Städten? Von wegen!

  1. Auch wir nutzen unseren E-Golf als Erstwagen. Auf Arbeit, die Kinder zur Schule zum Training…
    Wir liegen deutlich unter dem Durchschnittsalter.
    Wir wohnen auf dem Land. Zu Hause sind wir nicht auf öffentliche Ladesäulen angewiesen, unterwegs wird es dann mit VW schwieriger Schnellladesäulen zu nutzen.

  2. Warum dpa wenn es dirket beim DIR abrufbar ist? Etwas mehr Tierfgang wünsche ich mir schon….
    Zum Inhalt, ich habe die Studie noch nicht gaz durchgelesen, aber sie ist eine schallende Ohrfeige für unsere Busspuren-Politiker. Ganz klar, die haben NULL begriffen. e-Mobilität in den Städten? Nein auf dem Land, wo die Bewohner Garagen haben und zuhause laden. e-Mobilität in großen Flotten, nein in kleinen mit bis zu 10 Fahrzeugen. e-Mobilität mit öffentlicher Infrastruktur, nein Zuhause und am Arbeitsplatz laden können, das ist der Schlüssel.
    Ich wurde nicht gefragt, da ich erst im Herbst e-Mobil wurde und die Abfrage schon im Frühjahr stattgefunden hat. Ich bin etwas jünger, ansonsten scheine ich Mehrheitsfähig zu sein. Die Definition von Erst und Zweitwagen verstehe ich schon lange nicht mehr. Ist der Zweitwagen, der mit dem ich jeden Tag zur Arbeit, aber nicht in den Urlaub fahre, oder ist der Erstwagen der, den ich für Urlaubsfahrten nutze, sonst aber stehen lasse, weil er zu teuer ist?

  3. Zweitwagen hin oder her, der Größe nach stimmts, bei den gefahrenen kilometern gewinnt eindeutig die E-Karre.
    Wir stammen als E-Auto Oldies noch aus der zeit, als es keine Ladesäulen mit umständlicher App-Abrechnung gab, oder man mit Mennecke Steckern an die „Ladeapotheken“ gezwungen wurde.
    Aber es geht heute noch mit Schuko oder CEE Steckern das E-Auto in Gaststätten, Museen, Supermärkten oder Campingplätzen „satt“ zu bekommen.
    AC oder DC Schnellladung ging schon damals ohne Probleme, Schnellader sind zu Hause am „Bettchen“ des E-Autos oder transportabel im Auto zu finden.
    Ansonsten passen wir genau ins Raster, Söhnchen nicht, der ist 23 und fährt auch einen 19-jährigen E-Oldie.
    Unser „E-Erstwagen“ hat 235.000 km auf der Uhr, wird in 2 Jahren „YOUNGTIMER“, der „Langstreckenverbrenner“ nur 105.000 km , er ist aber 5 Jahre älter.
    Einfach mal die „Oldies“ der Szene befragen – als Belohnung gibts dann einfache Wahrheiten und eingesparte Fördermillionen …

    • Hallo Herr Lutzmann,

      vielen Dank für Ihren Beitrag.
      Würden Sie mir bitte verraten, mit welcher Akku-Generation Sie so gute Erfahrungen gemacht haben?
      Ich bin zwar absoluter Elektromobilitätsanhänger, bin aber derzeit leider ziemlich frustriert, da der erste LiIonAkku meines Pedelecs nach 1,5 Jahren seinen Geist aufgegeben hat und der zweite nach einem Jahr (trotz bestmöglicher Behandlung!).
      Und dass es wesentlich besser geht, beweist z.B. Metabo, aber leider (immer noch) nur im Werkzeugbereich (was ist mit der Kooperation mit dem Fahrradhersteller, war doch geplant, liebe Metabo!??)
      Derzeit bin ich jedenfalls gerade dabei, mein Pedelec auf Blei umzurüsten…

      Heutzutage muss es ja immer das Modernste sein, obwohl schon im Jahre 1900 elektrische Reichweiten von bis zu 350km (mit „primitiven“ Blei Akkus!) möglich waren.
      Und dazwischen gibt´s ja eben auch noch MH und Cd… die waren auch nicht ganz so hypersensibel, wie die LiIon-Dinger…

      MfG,
      Helmut

      • Hallo zurück,
        Wir fahren in den Elektroautos nach wie vor NiCd’s. Bis es aber ein problemloses Fahren wurde, haben wir alle reichlich Lehrgeld gezahlt.
        Unsere E-Räder sind auch schon „Oldies“, aber von einem namhaften Schweizer Hersteller, der viel in gutes Material und reichlich Technik investiert. Der älteste Akku ist mit Nimh Akkus bestückt, die eigentlich auch einfach und kostengünstig zu ersetzen sind, 8 Jahre alt und immer noch 85 Prozent der ursprünglichen Kapazität ist abrufbar.
        Es kommt viel auf den Hersteller an, ob er gutes Material einkauft, viel in
        Die Entwicklung angepasster ladetechnik investiert, da gibt’s viele Möglichkeiten.
        Aber letztendlich „… Was lange hält, bringt kein Geld …“
        In meinem Gymnasium, Bj.1905 war eine Nickel-Eisen akkuanlage für
        Schülerversuche eingebaut, die war 1990 noch voll funktionsfähig, dann wurden die Akkus durch neue, modernere ersetzt. Ob die Anlage nun nochmals so lange hält ??
        Es gibt also durchaus langlebige technische Lösungen …

  4. Auch ich gehöre zur beschriebenen Gruppe. Und unsere Zoe ist mit großem Abstand zum Erstwagen geworden, der Scenic der beleidigte Zweitwagen. Da ich mit großem Erfolg die Zoe als SUV (Sport utility vehicle) für den Transport meines Sportgeräts verwende, ist die Rückbank in der Regel umgeklappt. Tolles Fahren, tolles Feeling!

  5. Auch bei uns ist der Smart ed der „Erstwagen“ (trotz Rentner-Dasein); der Verbenner wartet in der Garage auf die nächste Urlaubsfahrt.

  6. Ich gehöre ebenfalls zur beschriebenen Gruppe. Ich lebe in einer Kleinstadt und pendele täglich 2*50km zu meinem Arbeitsplatz. Wir haben zwar für Urlaubsfahrten etc. noch ein weiteres Auto, trotzdem ist unsere Zoe definitiv das Erst-Fahrzeug. Wir legen fast alle Strecken elektrisch zurück, Fahrten mit dem Verbrenner sind die Ausnahme. Vor diesem Hintergrund wird der Begriff „Zweitwagen“ dem Elektroauto nicht gerecht.

  7. Es gibt Leute, die machen sich mehr Mühe als nur DPA-Meldungen abzutippen.
    http://www.heise.de/forum/Autos/Artikel-Foren/Studie-Mehrheit-deutscher-E-Auto-Nutzer-wohnt-in-Kleinstaedten/Und-wo-ist-die-Studie/posting-11464002/show/
    Danke an diesen Beitragsersteller für seine Recherchearbeit!

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