Münchner schaffen rekordverdächtige Reichweite


16 deutsche Teams nahmen am Effizienzwettbewerb „Eco-Marathon Europe 2015“ in Rotterdam teil. Das Team TUFast Eco der Technischen Universität München hat sich mit ihrem Prototyp in der Kategorie „batterieelektrischer Antrieb“ gemessen. Es gewann mit einer Reichweite, von der E-Auto-Hersteller im besten Fall nur träumen können. 

Die deutschen Teams dominierten das Feld der Fahrzeuge mit E-Antrieb. Ein Prototyp der TU München hat in der Kategorie gewonnen.

Die deutschen Teams dominierten das Teilnehmerfeld mit E-Antrieb. Hier der „eLi 15“-Prototyp der TU München.

Das dreirädrige Fahrzeug des Münchener Uni-Teams gewann mit einer sagenhaften Reichweite vor vielen anderen deutschen Wettbewerbern. Es erreichte satte 863 Kilometer – und zwar mit exakt einer Kilowattstunde (kwH) Strom. Die Startnummer 327 dominierte die anderen Prototypen in der Kategorie „batterieelektrischer Antrieb“ nach Belieben. Das zweitplatzierte Team aus Ruppin (Oberstufenzentrum Ostprignitz) erreichte mit 816 Kilometern je Kilowattstunde Platz zwei. Insgesamt 51 Teams nahmen in dieser Kategorie mit E-Antrieb teil.

Zwar muss die enorme Reichweite relativiert werden, denn der Prototyp „eLi 15“ der TU München wiegt gerade einmal 25 Kilogramm, ist auf eine Geschwindigkeit von 30 km/h ausgelegt und hat eine aerodynamisch nahezu perfekte Form mit geringstmöglichem Luftwiderstand. Der Elektromotor verfügt über weniger als ein PS (140 Watt). Eine Kette überträgt die Kraft des Motors. Zusätzlich zu der Energie aus der Bordbatterie (Lithium-Polymer) bezieht eLi 15 seinen Strom aus Solarzellen.

So lief der Wettbewerb ab

Die Fahrzeuge mussten zehn Runden mit jeweils 1,6 Kilometer auf dem Parcours zurücklegen, um in die Wertung aufgenommen zu werden. Dabei durften sie nicht länger als 39 Minuten fahren, die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug mindestens 25 km/h. Danach wurde der Energieverbrauch ermittelt und hochgerechnet, wie weit das Fahrzeug gekommen wäre, wenn es eine Kilowattstunde Strom verbraucht hätte.

Fazit: Aktuelle E-Autos haben bezüglich ihrer Energieeffizienz noch deutlich Luft nach oben. Der Renault Zoe schaffte beim ADAC Test mit einer Batterieladung etwa 120 Kilometer, der Nissan Leaf schnitt mit 153 Kilometern etwas besser ab.

Eine Antwort zu “Münchner schaffen rekordverdächtige Reichweite

  1. Der Bericht ist ganz interessant. Nur das Fazit ist unterirdisch. Ein 25kg Fahrrad als e-Auto zu bezeichnen ist nicht nur frech, das ist Unsinn.
    Jetzt auch noch zu sagen, dass ein Auto, das ev. sogar einen Crash übersteht, diesem Ding das Wasser nicht reichen kann, ist fast so dreist wie einige Umweltverbände, die in einen Twingo einen Gartenstuhl gestellt haben und behauptet die Hersteller wären doof, weil sie ja viel effizienter wären. Ich erwarte offensichtlich zu viel, dass man so ein Teil als gute Leistung von Studenten darstellt, ev. etwas über die Kosten und Materialien sagt und dann meinetwegen feststellt, dass leichte Fahrzeuge effizienter als schwere sind. Das ist aber weder neu noch originell. Man darf auch gerne sagen, dass Blech nicht das ideale Material für die Hülle eines effizienten Fahrzeugs sind, aber bitte nicht so ein Fazit.

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