Hohe Akzeptanz von alternativer Mobilität


Eine europaweite Umfrage zeigt: Die klare Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich in der Zukunft umweltfreundliche Mobilität. Doch wie groß muss die Reichweite eines Autos ohne Benzin- oder Dieselantrieb sein – und wer zahlt die Aufbaukosten für die Infrastruktur der Autos von morgen? Hier waren sich die Befragten nicht einig. 

Stromer willkommen, aber wer trägt die Kosten der Massenverbreitung?

Stromer sind bei Europäern grundsätzlich willkommen, aber wer trägt die Kosten der Massenverbreitung?

Leiser Verkehr, weniger Abgase, gesündere Umwelt, weniger Betriebskosten –und gesündere Menschen: Die große Mehrheit aller Europäer wünscht sich für die Zukunft alternative, umweltfreundliche Mobilität auf den Straßen. Das zeigt die repräsentative Studie „Unser Auto von morgen 2015“. Nur etwa fünf Prozent aller Befragten lehnt grüne Mobilität vollkommen ab.

Doch bekanntlich fehlen für E-Autos immer noch sehr viele Ladesäulen. Von einem deutschen oder gar europaweiten, geschlossenen Stromnetz für E-Autos sind wir noch weit entfernt. Und Tankstellen für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge fehlen ebenfalls noch jede Menge. Also wurde auch die Frage gestellt, wie man die hohen Kosten für den Ausbau eines solchen „Tankstellen“-Netzes verteilen sollte.

Hier waren sich die Befragten uneinig. Europaweit sind 34 Prozent überzeugt, dass die Auf- und Ausbaukosten der Infrastruktur über Steuergelder finanziert werden können. In Deutschland ist der Anteil etwas höher: 37 Prozent aller Deutschen sind dieser Meinung. Besonders gering ist bei dieser Frage die Zustimmung in Frankreich: Nur 22 Prozent befürworten die Erweiterung der Tank- und Lade-Infrastruktur über Steuergelder.

Knackpunkt Reichweite

Auf die Frage, welche Antriebs- oder Kraftstoffart in etwa 25 Jahren den Markt dominieren wird, gehen die Meinungen auseinander. Einig waren sich die meisten Befragten nur darin, dass nicht mehr Benzin- oder Dieselmotoren am weitesten verbreitet sein werden. Deutlich mehr als ein Viertel der Autofahrer glaubt fest an die Elektromobilität (26,7 Prozent), 24 Prozent glauben an die Dominanz des Hybridantriebes, 14, 1 Prozent an den Wasserstoffantrieb und nur 6,3 Prozent setzen auf die zukünftige Dominanz von Diesel- und Benzinmotoren wie bisher.

Die meisten europäischen Autofahrer können sich durchaus vorstellen, ein E-Auto zu kaufen – oder eines mit Wasserstoffbetrieb, vorausgesetzt, es kostet nicht zu viel und ist wirtschaftlich. Nur ein kleiner Teil der Befragten lehnt es grundsätzlich ab, ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb anzuschaffen (3,6 Prozent). Der Knackpunkt ist die Reichweite der Autos der Zukunft. 34,8 Prozent erwarten mit einer vollgeladenen Batterie oder mit einem vollen Wasserstofftank 800 Kilometer Reichweite oder mehr, 35,5 Prozent würden schon 500 Kilometer reichen und 19,6 Prozent wollen mindestens 250 Kilometer weit fahren können. Lediglich 6,6 Prozent geben sich mit einer spärlichen Reichweite von 50-100 Kilometern zufrieden.

Mit Material von Autoscout24

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) führte die repräsentative Umfrage im Auftrag von Autoscout24 durch. Zwischen 19. September und 9. Oktober 2014 wurden 8811 Personen aus sieben europäischen Ländern befragt.

2 Antworten zu “Hohe Akzeptanz von alternativer Mobilität

  1. Hat dies auf catalisator rebloggt und kommentierte:
    Das Problem derReicheite wird überschätzt Vernünftigerweise benutzt man ohnehin die Öffis, Bahn und Bus, für die längeren Wege im Alltag. So dient das eigene Auto (auch ein neues umweltfreundliches) vor allem nach wie vor der Bequemlichkeit und wird gedankenlos benutzt . . . so glauben dann viele noch immer, daß das Elektroauto erst kommen wird, wenn es hinsichtlich der Reichweite völlig der Fahrleistung eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor entspricht.

  2. Für die meisten autofahrer, die ein ecar im stadtUmlandverkehr bewegen, dürfte die reichweite kein problem sein. sinnvoll scheint, daß die hersteller verschiedene batt.größen anbieten. der flächendeckende ausbau von schnellladestationen ist ein Fall für Min. DOBRINDT!
    als arzt halte ich es für völlig hirnrissig, mit reichweiten < 1000km zu werben. niemand sollte 10 h am steuer sitzen!

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