Honda startet Elektro-Offensive


John Mendel, Vizepräsident von Honda USA, erwähnte bei einem Pressegespräch in Detroit ganz nebenbei, dass der japanische Hersteller eine E-Auto-Modelloffensive startet. Der Fokus scheint auf einem vollkommen neuen Brennstoffzellen-Modell zu liegen. In den vergangenen Jahren hatte Honda bereits einige Prototypen mit Brennstoffzellen-Technik vorgestellt.

Jahrelang legte Honda keinen großen Wert auf Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, im Gegensatz zu Konkurrenten wie Toyota (Mirai), Nissan (Leaf) oder auch BMW (i3). Einen serienmäßig batterieelektrisch betriebenen Honda sucht man bis heute vergeblich. Moment, außer den Honda Uni-Cub Beta – eine elektrische Mischung aus Bürostuhl und Einrad (kein Scherz!). Nun möchte Honda scheinbar richtig loslegen und hat wohl hinter den Kulissen vorgearbeitet: Brennstoffzelle, Plug-in-Hybrid, Elektroauto – innerhalb der nächsten drei Jahre.

Das alles ließen die Japaner ausgerechnet den USA-Vizechef Mendel verkünden. Insbesondere auf den Brennstoffzellen-Honda arbeite man hin, sagte Mendel in der US-amerikanischen Autostadt Detroit. Das neue Auto habe noch keinen Namen, so Mendel weiter. Experten spekulieren, dass der namenlose Brennstoffzellen-Honda wegen der vorhandenen Tankstellen-Infrastruktur erst in Kalifornien auf den Markt gebracht wird. Der Zeitpunkt ist noch unklar. Im Laufe des Jahres 2016 soll zunächst das serienreife Modell der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Er dürfte sich äußerlich an dem Prototyp orientieren, der bereits 2014 vorgestellt wurde (siehe Video).

Zusätzlich erklärte Mendel, dass Honda auch den Rückstand bei batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen aufholen werde. Bis 2018 will man der Welt ein Elektroauto und einen komplett neuen Plug-in-Hybrid präsentieren – scheinbar eigenständige Modelle, die sich nicht an vorhandenen Fahrzeugtypen orientieren. Die neuen Hondas mit alternativem Antrieb werden zwei heutige Modelle verdrängen. Die Produktion des Accord Plug-in-Hybrid und des Civic Hybrid werden laut Mendel gestoppt.

10 Antworten zu “Honda startet Elektro-Offensive

  1. Brennstoffzelle ist doch ganz arg toll. Kann doch die Tankstellenindustrie weiterleben.
    Daheim Laden ist zo viel einfacher als dieser Irrsinn!

    • Wasserstoff kann elektrischen Strom zeit und raumunabhängig nutzbar machen.
      Lieber mit einer Wasserstofftankstelle autark bleiben, als bei Stromausfall
      daheim „in die Röhre kucken“ bei voller Abhängigkeit von den Stromanbietern.
      Da stellt sich die Frage: Ist e-Golf fahren „Irrsinn“???

    • Elektromobilität hat etwas mit einem elektrischen Antrieb zu tun.
      Solarstrom heißt dabei der Primärenergieträger der Zukunft.

      Dabei ist es unerheblich wie dieser Strom den Antriebs-Elektromotor
      der Elektro-Autos „erreicht“.

      Wichtig ist dabei ist, wie der „Otto-Normalverbraucher“ davon überzeugt wird, dass der Wechsel von „Fossilen-Verbrenner“ auf „SolarstromElektroauto“ wichtig und sinnvoll ist.

      Nach Vorstellungen der Politik könnten 2020 Batterie- und Brennstoffzellen-Fahrzeuge einen Marktanteil von etwa einer Million ausmachen.

  2. Und woher kommt der Wasserstoff für das Brennstoffzellen-Auto? Wird er aus erneuerbaren Energien gewonnen, so hat er zusätzlich zu den Verlusten seines Elektroantrieb ein Vielfaches an Verlusten aus Hydrolyse, Wasserstoff-Verdichtung und der Brennstoffzelle selbst zu tragen. http://elektroautomanifest.blogspot.de/2014/12/ee-fur-fcev.html . Diese Verluste sind wirtschaftlich nur tragbar wenn der Wasserstoff als Abfallprodukt bei zu viel, anderweitig nicht speicherbarem Strom anfällt.

    • Und woher kommt der Strom für die Stromer? Wie sieht es denn mit den Gesamtverlusten dabei aus? Diese Fakten werden gerne totgeschwiegen.

      • Vom eigenen Hausdach z.B.!
        „Gesamtverluste“: KEINE!

      • Vom eigenen Hausdach nachts bei Windstille
        „Gesamtverluste“: 100%

      • Aus PV und Wind.
        Umwandeln muss man nichts, E-Autos nutzen Strom.

        Zu Deiner Frage am 23. Juni um 16:49:
        Windstille deutschlandweit gibt es nicht. Außerdem ist Deutschland keine Insel, sondern mittendrin in (West-)Europa.
        Und nebenbei (für manche Haushalte bzw. als „Notstromaggregat“): die Hochlaufphase der Speicher (nicht H2, sondern Akkus) fängt gerade an… Tesla, BMW, Mercedes… auch bei stationären Speichern wird H2 wohl verschwinden, bevor es überhaupt kommen könnte.

    • Und wie sieht es aus bei dem „solaren – Wasserstoff“ ?

      Solarstrom steht weltweit als Primärenergieträger nach menschlichem Ermessen kostenlos und unbegrenzt zur Verfügung.

      Und der Gesamtwirkungsgrad steht dabei nur als Produkt der Einzelwirkungsgrade zur Diskussion.

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