Exocycle: Es schwebt!


Erfinder Charles Bombardier hat eine besondere Vorstellung für die Stadt der Zukunft. Wenn es nach ihm ginge, führen alle Stadtbewohner in schwebenden, elektrischen Motorrädern für zwei Personen und säßen dabei in einer abgeschlossenen Kabine. Bombardier ließ sich zu dieser Design-Idee bei einem Kinobesuch inspirieren. 

Schweben sollst du Exocyle: Charles Bombardier möchte mit diesem außergewöhnlichen Gefährt die Fahrt durch die Innenstadt entzerren.

Schweben sollst du, Exocycle: Charles Bombardier möchte mit diesem außergewöhnlichen Mobil den Verkehr in Innenstädten entzerren.

Ob New York, Hamburg, London, Berlin, São Paulo oder München – alle haben ein gemeinsames Problem: die überfüllte Innenstadt. Und Designer Bombardier hat dafür eine Lösung, die noch in ferner Zukunft liegen dürfte: platzsparende, schwebende Motorräder für jeweils zwei Personen, die sich aneinanderkoppeln können und autonom fahren. Das hieße, einer gleitet voraus, die gekoppelten Motorräder lassen sich hinterherziehen, ähnlich wie bei einer Magnetschwebebahn auf der Straße – vorausgesetzt, alle Exocycles haben das gleiche Ziel.

Angeblich entwickelte Bombardier die Idee des Exocycles, nachdem er Tron gesehen hatte. In dem Science-Fiction-Film düsen ähnliche Gefährte über den Bildschirm, die sich ebenfalls ohne direkten Bodenkontakt fortbewegen. Beim Exocycle rotieren zwei doppelte Hartgummi-Riemen um die Kabine herum, erzeugen ein Magnetfeld und bringen das Gefährt zum schweben. Den Bodenkontakt halten nur noch die Riemen. Insgesamt funktioniert der Vortrieb einerseits ähnlich wie bei einem Kettenpanzer, andererseits wie bei der berühmten Magnetschwebebahn, nur dass hier die Gummiriemen die Funktion der magnetisierten Gleise übernehmen.

Form unterwirft sich der Funktion

Ginge es nach Bombardier, soll das futuristische Bike nicht nur für freie Straßen sorgen, sondern gleich das ganze Stadtbild verändern. Denn, so die Rechnung, für schmalere Gefährte reichen auch schmalere Straßen. Dort, wo in der Stadt zwei Straßenspuren verlaufen, könnte langfristig eine zweite Reihe Appartments stehen. Mehr Raum für Menschen, weniger Platz für Mobilität und trotzdem keine Verkehrseinschränkungen – so weit die Idee.

Exocycle soll mit Hilfe eines flüssgkeitsgekühlten 30-Kilowatt-Elektromotors fahren. Für die seitliche Stabilität, also dafür, dass das Exocycle während der Fahrt aufrecht steht und nicht umkippt, sorgen zwei aktive Gyroskope im Fahrzeugboden (zwei sich drehende Metallscheiben). Die Insassen steuern ihr Ziel per Smartphone an oder über den Touchscreen an Bord.

Ob und wenn ja wann das Exocycle Realität wird, ist unklar. Eine spannende Idee ist es allemal.

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