VW elektrisiert den Passat


Der rein elektrische e-Golf und der Hybrid Golf GTE waren die Vorläufer der Elektro-Palette von VW. Ab Herbst setzt der Wolfsburger Hersteller ein weiteres Modell unter Strom – zumindest teilweise: Passat-Limousine und -Kombi sind bald als Plug-in-Hybrid erhältlich.

Der Verbrauch sinkt, der Kaufpreis steigt. Der Plug-in-Hybrid Passat GTE soll mindestens 45.000 Euro kosten.

Der Verbrauch sinkt, der Kaufpreis steigt. Der Plug-in-Hybrid Passat GTE soll mindestens 45.000 Euro kosten.

Vor allem die Systemleistung des neuen Plug-in-Hybrid Passat GTE ist beeindruckend. 115 PS leistet der E-Motor, 156 PS der 1.4-TSI-Benzinmotor mit Turbo-Aufladung. Arbeiten beide Antriebe zusammen, stehen 218 PS zur Verfügung. Insgesamt 400 Newtonmeter Maximaldrehmoment dürften für viel Fahrspaß sorgen, vorausgesetzt, die Batterie ist nicht leer. 

Die Kraft reicht, um die 1,7 Tonnen schwere Reiselimousine in 7,4 Sekunden von Null auf 100 km/h zu jagen. Der Passat Kombi GTE braucht für den Standardsprint nur geringfügig länger: 7,6 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h – außer bei rein elektrischer Fahrt. Hier sind maximal 130 km/h möglich, um die Batterie mittelfristig zu schonen und die vorhandene Energie halbwegs sparsam zu verbrauchen. Apropos Verbrauch: Gemäß den Standards des NEFZ-Zyklus begnügt sich der Passat GTE im Hybrid-Betrieb laut Hersteller mit nur 1,6 Litern Kraftstoff je 100 Kilometer.

Stadtbewohner dürfte besonders der reine E-Modus freuen. Tritt man sanft auf das „Gas“-Pedal, surrt der Passat GTE bis zu 50 Kilometer – auf Schleichfahrt könnte man sagen. Für die Fahrt in die Arbeit und zurück sollte das problemlos reichen, solange die einfache Wegstrecke nicht mehr als 15 oder maximal 20 Kilometer beträgt. An einer normalen Steckdose dauert es etwa vier Stunden, bis die Batterie wieder aufgeladen ist.

Optisch ist der Passat GTE kaum von seinen herkömmlichen Geschwistern zu unterscheiden. Lediglich ein blauer Zierstreifen an der Kante der Motorhaube über die ganze Front deutet auf die besondere Motorisierung des Wolfsburger Verkaufsschlagers hin. Günstig ist der GTE nicht. VW verlangt für die Einstiegsversion mindestens 45.250 Euro.  Das genaue Startdatum steht allerdings noch nicht fest.

Fakten und Details: 

  • Motor: 4-Zylinder, 1.4 Liter Hubraum, Turboaufladung
  • Leistung des Benzinmotors: 115 kW (156 PS)
  • E-Motor: 85 kW (115 PS)
  • Systemleistung: 160 kW (218 PS)
  • Maximalgeschwindigkeit: 225 km/h
  • Antrieb: Vorderräder
  • Getriebe: Sechsgang-DSG
  • Tankvolumen: 50 Liter
  • Kofferraumvolumen/geklappt: 650/1780 Liter
  • Leergewicht: 1735 Kilogramm
  • CO2-Ausstoß laut Hersteller: 37 g/km
  • Preis: ab 45.250 Euro

6 Antworten zu “VW elektrisiert den Passat

  1. Toll dass VW den Passat als Plugin Hybrid anbietet.

    Es ist wichtig, dass VW die elektrische Reichweite schnell erhöht. 100 Kilometer sollte das Ziel sein.

  2. Das beste am Plug-in-Passat ist die Sonderausstattung: das Ladekabel für Haushaltssteckdosen 230 Volt (also wie in der eigenen Garage) kostet 145 Euro extra.
    Beim Verbrenner wäre das vergleichbar mit einer Tankklappe, die serienmäßig verschlossen und versiegelt ist und nur gegen Aufpreis vom Innenraum aus zu öffenen wäre. Wer betankt schon seinen Pkw?!

    Ein USB-Anschluss kostet übrigens 73 Euro extra – und das für ein 44.000-Euro-Modell des Jahres 2015!

  3. Leider uhralte Technik zu einem völlig überzogenen Preis …
    Ich hoffe in Zukunft kann man von den VW Ingenieuren mehr Innovation Erwarten !
    Oder ?

  4. Schade dass sich unser Opel Ampera nicht durchsetzen konnte. Ich konnte bisher mehr als 45.000 km elektrisch zurüclegen bei weiteren 5.000 km mit Benzin und einer täglichen Mindestfahrstrecke von 62 km.

  5. Den Opel Ampera müsste es noch geben, dann würde man über den lächerlichen 20-km-Radius des Passat im E-Modus nur müde lächeln!

    • Ja der Ampera ist schon klasse. ABER: Hätte Opel den Mut gehabt, die Ampera-Technik in einem Astra Kombi oder Zafira anzubieten wäre das Konzept erfolgreicher gewesen. Im Gegensatz zu Opel bietet VW eine ähnliche Technik in den Butter und Brot-Modellen Golf und Passat an. Dies alleine ist schon Anerkennung wert.

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