Strom laden bei Aldi – ein Selbstversuch


Im Mai hatte Aldi Süd angekündigt, an 50 Filialen Elektroladesäulen für Autos und Fahrräder aufstellen zu wollen. Was ist daraus geworden? Wir haben es getestet.

So sehen die E-Tankstellen beim Discounter aus.

So sehen die E-Tankstellen beim Discounter aus.


Dass der Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge noch immer zu wünschen übrig lässt, hat einen Grund: Anschaffung und Unterhalt der Säulen sind teuer. Die meisten Anbieter sehen daher kein Geschäftsmodell. Umso erfreulicher, dass es dennoch immer wieder Lichtblicke gibt.

Beispiel Aldi Süd. Der Discounter hat im Mai die erste Ladesäule eingeweiht, an der Kunden während des Einkaufs kostenlos Strom tanken können. 49 weitere Säulen in den Ballungsgebieten Düsseldorf, Frankfurt am Main, Köln, Mühlheim/Ruhr, München und Stuttgart sollten folgen. Investitionssumme: 2,2 Millionen Euro. Offenbar will sich der Discounter ein grünes Image verpassen.

Auf einer Infotafel steht das Wichtigste zum Thema Laden.

Auf einer Infotafel steht das Wichtigste zum Thema Laden.

Bei der bloßen und öffentlichkeitswirksamen Ankündigung blieb es zum Glück nicht. Mittlerweile sind 52 Säulen in Betrieb. Aber funktionieren sie auch problemlos? Wir haben es ausprobiert und sind bei vier Filialen im Münchner Raum mit einem BMW i3 und einem Kia Soul vorgefahren. Schließlich sollen die Säulen neben Typ2 auch CCS (BMW i3) und Chademo (Kia Soul) können.

Und es klappt prima! Einfach die Ladestation mit einem beliebigen Tastendruck aktivieren, Ladeart auswählen, Kabel einstecken und auf Start drücken – schon fließt der Strom. Ohne vorherige Anmeldung und kostenlos. Sowohl der BMW i3 als auch der Kia Soul ließen sich problemlos laden. Mit bis zu 22 kW Leistung sollen innerhalb von 30 Minuten Ladezeit bis zu 80 km Reichweite nachgetankt werden können – je nach Lademöglichkeit des Autos und Füllstand des Akkus. Bis zu einer Stunde dürfen die Kunden aufladen.

Auch mit dem BMWi3 klappt das Aufladen beim Discounter problemlos.

Auch mit dem BMW i3 klappt das Aufladen beim Discounter problemlos.

Vorbildlich ist auch, dass der dafür benötigte Strom mit Hilfe von Solaranlagen auf dem Dach der Filialen erzeugt wird, man also tatsächlich Ökostrom zapft. Insgesamt hat Aldi 850 Filialen und 29 Logistikzentren mit Solarzellen ausgerüstet, die 123 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren. Das ist in etwa so viel wie rund 34.000 Drei-Personen-Haushalte im Jahr benötigen. Auch an Pedelec-Fahrer ist gedacht: Sie können an speziellen Fahrradständern ihr Elektrobike aufladen.

An diesen Standorten befinden sich die Aldi-Filialen mit Lademöglichkeit für E-Fahrzeuge:

https://www.aldi-sued.de/de/aldi-sued-a-bis-z/aldi-sued-a-bis-z/e/elektrotankstellen/

3 Antworten zu “Strom laden bei Aldi – ein Selbstversuch

  1. Pingback: Strom tanken bei Aldi | Cars Food Lifestyle

  2. Coole Sache von Aldi. Vor allem weil es sich hier tatsächlich um grünen Strom handelt! Viel mehr als ein gutes Images wird Aldi dabei aber nicht gewinnen. Ich denke zumindest nicht, dass es allzu viele Elektroauto-Fahrer gibt, die jetzt beigeistert zu Aldi fahren und einkaufen würden.
    Dafür sind Elektroautos einfach noch nicht weit genug verbreitet.
    Um so mehr finde ich das aber eine tolle und mutige Sache!

    Klasse übrigens, dass es bei mir in der Nähe sogar mehrere solcher Stationen gibt. Blöd nur dass ich kein Elektroauto habe😀

  3. Habe auch schon mit meinem Ampera geladen, hatte leider in München Waldperlachnur über Schuko an den Fahrradstgeckdosen funktioniert, finde ich auch eine tolle Sache, wenn die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden sind. Schön wärte wenn Alid auch auf dem Land die Lademöglichkeit anbieten würde.

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