iCar? Apple mietet Auto-Testgelände


Seit Monaten spekuliert die Öffentlichkeit darüber, ob Apple aktuell ein eigenes Auto entwickelt. Nun wurde bekannt, dass der Konzern ein Testgelände für Autos in Kalifornien nutzen will. Doch auch der Apple-Fernseher wurde lange entwickelt und doch nie gebaut. Die aktuellen Informationen.

Die Entwicklung eines Autos wäre für Apple ein Vorstoß in eine völlig andere Branche – und so typisch für den Tech-Giganten.

„Das Auto ist das ultimative Mobil-Gerät, nicht wahr?“. Das sagte Jeff Williams erst im Mai auf der Code Conference in Kalifornien. Nun sollte man wissen, dass Williams eine wichtige Rolle bei Apple spielt. Er war unter anderem maßgeblich an der Entwicklung der Apple Watch beteiligt und ist aktuell vor allem für die Kooperation mit den Zulieferern zuständig.

Mit seiner Aussage befeuerte Williams Gerüchte, die seit Monaten bestehen: Apple will ein Auto bauen. Nun wurde bekannt, dass Apple ein Testgelände in Kalifornien angemietet hat.

An die Öffentlichkeit gelangte die Meldung durch die britische Zeitung „Guardian“. Sie berichtete, ihr liege ein Schreiben mit einer Anfrage von Apple bezüglich einer früheren Militärbasis in Kalifornien vor. Das Gelände wird bereits von anderen Autobauern verwendet und trägt den Namen GoMentum. Der Betreiber bestätigte gegenüber der „Financial Times“, dass Apple GoMentum zukünftig nutzen will – aber bisher noch nicht genutzt habe.

Team Titan mit 1000 Mitarbeitern?

Dennoch bleibt noch unklar, was Apple genau auf dem Gelände tun will. Dem Tech-Konzern stehen dort auf jeden Fall mehr als 30 Kilometer Straße zu Verfügung.

Seit Beginn des Jahres 2015 gelangen regelmäßig Meldungen an die Öffentlichkeit, die Spekulationen über die Entwicklung eines Apple-Autos befeuern. Zuerst hieß es, Apple habe ein knapp 1000 Mitarbeiter starkes Team in Kalifornien, das ein Elektroauto unter dem Projektnamen Titan entwickele.

Verhandlungen mit BMW wohl gescheitert

Das „Wall Street Journal“ verkündete darauf, dass die Kalifornier zunächst an einer Art Minivan arbeiten würden. Im Juli schließlich berichtete das „Manager Magazin“, Apple sei an der Karosserie des BMW-Elektroautos i3 interessiert gewesen. Erste Gespräche im Spätherbst 2014 seien jedoch ergebnislos abgebrochen worden.

Auslöser der Spekulationen war ein in Kalifornien gesichteter schwarzer Van mit ungewöhnlichen Kamera-Aufbauten. Apple hatte das Fahrzeug geleast. Doch die Fahrzeuge waren keine Prototypen eigener Modelle, sondern wurden tatsächlich nur für die Verbesserung des hauseigenen Kartendienstes Apple Maps verwendet.

Apple-Manager: „Wir schauen uns eine Menge Märkte an“ 

Und auch die aktuellen Aktivitäten von Apple müssen nicht zwangsweise in die Entwicklung eines eigenen Fahrzeugs münden. Es ist auch möglich, dass Apple lediglich CarPlay, die eigene Software zum Einsatz in Autos, weiterentwickeln will. Das würde die Integration von iPhones in die Fahrzeuge verbessern und das Kerngeschäft von Apple stärken.

Jeff Williams sagte allerdings auf der Konferenz im Mai: „Wir schauen uns eine Menge Märkte an.“ Er befeuerte damit eine Menge weiterer Spekulationen. Da hilft nur eins: Abwarten.

Mit Material von dpa

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