Bulls Sturmvogel E Evo: Dieses E-Bike denkt mit


Die „Eurobike“ ist die europäische Leitmesse für Fahrräder und hat in diesem Jahr ihren Fokus auf Elektro-Bikes. Das klingt nicht allzu spannend. Doch eine echte Innovation hat 2015 das Zeug, der Star der Ausstellung zu werden: ein intelligentes E-Bike. Bei dessen Herstellung arbeiten drei Unternehmen zusammen, die auf das Projekt neugierig machen.

Sieht aus wie ein geöhnliches E-Bike. Doch dieser Rahmen hat es in sich.

Sieht aus wie ein gewöhnliches E-Bike. Doch dieser Rahmen hat es in sich.

Das Rad trägt den sperrigen Namen „Bulls Sturmvogel E Evo“ und bietet eine sinnvolle Kombination verschiedener Features, die technisch inzwischen in E-Bikes möglich sind. Einerseits ist das Fahrrad via App mit dem Smartphone des Besitzers verbunden. Das ist praktisch, weil das Programm automatische Updates für den Elektro-Antrieb ziehen kann – ohne dass die Hardware, in diesem Fall der Drahtesel – via Kabel mit dem Internet verbunden werden muss.

Außerdem arbeitet der Elektromotor des Sturmvogels intelligent. Ebenfalls über die App kann der Pilot die elektrische Unterstützung beim Fahren an die jeweiligen Fahrsituationen anpassen. Das spart Energie und ermöglicht dem Nutzer ein individuelles Set-up für seine jeweiligen Bedürfnisse.

Analog zur Entwicklung beim Automobil digitalisiert sich beim Sturmvogel auch die Information über den Wartungszustand des Fahrzeugs. Sensoren analysieren beispielsweise die Bremsen, den Reifendruck oder die Akkuleistung. Über die App sind die entsprechenden Daten für den Fahrer einsehbar. Das Rad sammelt die Daten in der „On-Board-Unit“ (OBU), die im Rahmen fest verbaut ist. Darin stecken eine SIM-Karte, ein Mini-Prozessor, eine Bluetooth-Schnittstelle, ein Bewegungssensor und GPS.

Sportgerät und mobile Notrufstation

Das GPS ermöglicht eine Ortungsfunktion im Fahrrad und zeigt dem Besitzer, wo es steht – auch wenn es entwendet wurde. Über die Standortbestimmung sendet der Sturmvogel in einem eventuellen Notfall einen Hilferuf an eine bestimmte Person. Die kann der Besitzer vorher bestimmen. Sie erhält per SMS den Aufenthaltsort des Fahrers, wenn der Bewegungssensor des Pedelecs heftige Bremsmanöver oder ungewöhnliche Schräglagen des E-Rads registriert. Zuerst allerdings fragt es seinen Besitzer, ob es ihm gut geht. Passiert daraufhin nichts, schlägt das System Alarm.

Ach ja: Ein Sportgerät ist das Velo auch. Die App sammelt Fahr- und Leistungsdaten, die das Training dokumentieren. Das vielseitige Fahrrad ist folgerichtig auch ein Kooperationsprojekt. Die Telekom liefert die Infrastruktur für die digitale Kommunikation, E-Bike-Spezialist Brose das Know-how für Systeme von Elektro-Fahrrädern, und Bulls baut die notwendige Zweirad-Basis.

Wer dieses Hightech-Paket allerdings fahren will, muss sich bis zum Marktstart 2017 gedulden. Von 2016 an gibt es schon mal das entsprechende Modell als reines E-Bike.

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