ADAC Fahrbericht: Elektroscooter von BMW


Flink, kraftvoll, elektrisch – und schon ab 16 zu fahren: Der C evolution aus dem Hause BMW überzeugt den ADAC Tester auf der Probefahrt. Billig ist der von einem flüssigkeitsgekühlten E-Motor angetriebene Roller aber nicht.

Futuristisch, aber heute schon zu kaufen und zu fahren: BMW C evolution.

Futuristisch, aber heute schon zu kaufen und zu fahren: BMW C evolution.

Hui, das geht ab, wenn die Ampel auf Grün springt. Ein kurzer Dreh am „Gasgriff“, ein leises Sirren, und schon sieht man die Ampelnachbarn ganz klein im Rückspiegel. Keine Frage, das Fahren auf dem BMW C evolution macht mächtig Spaß und widerlegt die These, dass Fahrfreude ohne Auspufflärm nicht funktioniere.

Uns haben mehrere Dinge an dem avantgardistischen E-Roller gefallen: das leichte Handling trotz der (akkubedingt) 265 Kilo Gewicht, die respektable Reichweite von gut 100 Kilometern, die exakte und zuverlässige Restreichweiten-Anzeige. Was uns nicht gefällt: der laute Lüfter beim Laden (dauert rund vier Stunden an der Normalsteckdose) und der stolze Preis von 15.000 Euro.

Vier Fahrmodi von „Eco Pro“ bis „Dynamic“ legen es in die Hand des Fahrers, wie weit er kommt. Erstaunlich: Trotz des starken Antritts mit 35 kW (48 PS) Spitzenleistung ist der Elektroscooter offiziell mit 15 PS eingetragen, ergo mit Führerschein A1 (ab 16) zu fahren.

Text: Claus Christoph Eicher

Positiv ist am BMW C evolution hervorzuheben:

  • Gute Reichweite
  • Einfache Bedienung
  • Rangieren dank Rückwärtsgang sehr leicht

An Nachteilen bleibt festzuhalten:

  • Hoher Anschaffungspreis
  • Unkalkulierbarer Wertverlust
  • Fach für Ladekabel zu klein
Akku und Technik brauchen im Elektro-Roller viel Platz.

Akku und Technik brauchen im Elektro-Roller viel Platz.

Herstellerangaben
Nennleistung: 11 kW/15 PS
Leistung max.: 35 kW/48 PS, 72 Nm ab 0 U/min.
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h (abgeregelt)
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 6,2 Sek.
Bremse: 3 Scheiben, ABS
Gewicht: 265 kg
Preis: 15.000 Euro

3 Antworten zu “ADAC Fahrbericht: Elektroscooter von BMW

  1. Also, vorweg:
    Prinzipiell finde ich das Fahrzeug sehr interessant.

    ABER:
    2 Sachen sind mir vollkommen unerklärlich:

    1.: wie kann ein 48 PS-MRD mit Führerschein A1 (ab 16) legal sein?
    Muss wohl an der engen Verbindung von BMW und unserer Regierung liegen…
    Wie wär´s, wenn statt solchen Extrawürsten endlich die Palette der stadttauglichen Fahrzeuge zeitgemäss von den absolut lächerlichen 45 km/h auf akzeptable (und mit Uralt-DDR-Mopeds immer noch legalen!) 60 km/h erhöht werden würde?
    Vielleicht könnte/sollte/müsste BMW eine kleinere Version des C-Evolution anbieten…

    und
    2.: wie lässt sich der Preis rechtfertigen?
    Wieviele sinnlose Vorzeige-„Studien“ sind da wohl reingerechnet?
    Für den Preis bekommt man ein vollwertiges (Verbrenner-)Auto!
    Die Zero S ist auch günstiger!
    Oder ein absolutes (Verbrenner-)MRD-Geschoss…

    Macht doch endlich mal was Vernünftiges und für auch die breite Masse Akzeptables!

  2. War das alles, was es von diesem Roller zu berichten gibt? Das ist selbst für einen „Fahrbericht“ sehr wenig.

  3. Ich fahre den C-Evolution seit Mai 2014.
    Inzwischen bin ich ca. 5.000 km gefahren. Das war bis November 2015 nicht sehr viel. Da ich nur in meiner Freizeit und bei schönem Wetter in den warmen Jahreszeiten fahre….
    Er hat ein fantastisches Beschleunigungsvermögen. Er erreicht bei vorsichtiger Fahrweise auch schon mal fast 130 km bis er nachgeladen werden muss. Da er überwiegend in der Stadt benutzt wird, ist die Höchstgeschwindigkeit von ca. 130km/h eher unwichtig, im übrigen auch die Reichweite.
    Sehr schön finde ich die verschiedenen Fahrmodi. Sie lassen eine individuelle Einstellung der Rekupation zu.
    Auch mit zwei Personen ist der Roller zügig unterwegs. Er läßt sich leicht dirigieren, hat einen guten Fahrkomfort.
    Das reicht für die Stadt und das urbane Umfeld locker aus.
    Geladen wird er serienmäßig mit einem Schukostecker. Gut finde ich hier, das der Ladestrom eingestellt werden kann. So kann auch bei einer schwachen Installation oder Absicherung sicher geladen werden.
    Bei einem Anschaffungspreis von 14.000 Euro hätte ich erwartet, das auch ein Typ2 Kabel Lieferumfang ist. Damit würde man an einer „Standardladesäule“ mit Typ2 Anschluss sehr gut laden können.
    Warum Fahrzeugseitig ein Typ1 Steckdose verbaut worden ist, erschließt sich mir nicht. State off the Art ist eine Typ2 Steckdose.
    Bei der nächsten Generation Roller erwarte ich auch, das das Ladekabel Fahrzeugseitig verriegelt wird, wie das bei jedem modernen E-Auto realisiert ist.
    Das Helmfach ist vergleichsweise klein, zumal dort auch noch das Ladekabel gelagert werden muss.
    Die Ladegeräusche, vor allem wenn es abends ruhig wird, sind laut zu vernehmen. Das stört offenbar so manchen Anwohner, der unmittelbar an einer Ladesäule z.B. sein Grundstück besitzt.
    Der Roller ist nicht Schnellladefähig, ein großer Nachteil. So fallen bei mir alle längeren Stecken aus. Ein 7 oder 11 KW AC Lader wäre der Hit. dann könnten auch längere Stecken mit kurzen Nachladepausen absolviert werden.
    Bisher gab es zwei Rückrufaktionen. Eine betraf die eingesetzt Software. Die andere Rückrufaktion das Planetengetriebe an der Hinterachse.
    Möglicherweise sollte die angebotene Farbpalette erweitert werden.
    Bleibt der Preis so bestehen, wird dieser Roller auf den Straßen eher ein Exot bleiben.
    Insgesamt ein sehr gut gelungener Elektroroller, der auch guten Wetterschutz bietet.
    Ob ich ihn mir noch mal kaufen würde? Eher ja, aber nicht für den jetzt gerade gültigen Preis und nur mit den oben genannte Verbesserungsvorschlägen.

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