Diese Stromer stehen in den Startlöchern


Die CES in Las Vegas war mal eine Messe für Unterhaltungselektronik. Inzwischen ist sie für die Autobauer so wichtig geworden, dass GM dort den neuen Tesla-Konkurrenten präsentieren wird. Auch auf den Autoshows in Los Angeles und Detroit gibt es neue Stromer zu sehen.

Der elektrische Crossover Chevrolet Bolt soll etwa 320 Kilometer Reichweite haben. Die Batterien des US-Stromers stammen aus Südkorea, von LG Chem.

Fährt die neue E-Klasse von Mercedes selbstständig – und wenn ja, dann auch mit Hybridantrieb? Und was verbirgt sich hinter dem 90-Prozent-Plan von Geely? Einige Fragen zu den Elektro-Neuheiten auf den Messen in Los Angeles (20.-29.11.2015), Las Vegas (6.-9.1.2016)  und Detroit (16.-24.1.2016) lassen sich schon beantworten.

Cadillac CT6 Plug-in: 5,182 Meter lang, 1,879 Meter breit: Der Cadillac CT6 Plug-in sieht so gar nicht nach Öko-Auto aus. Aber eines hat er gewiss: Power. Ein Vierzylinder-Benziner mit Turboaufladung erhält von zwei Elektromotoren Unterstützung, und so liegt die Gesamtleistung bei 335 PS. Eine neu entwickelte elektrische Antriebseinheit bringt die Kraft auf die Hinterräder.

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Kommt der luxuriöse Hybrid-Cadillac auch nach Europa?

Der Wagen entwickelt ein Drehmoment von 586 Nm und beschleunigt in 5,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die rein elektrische Reichweite gibt Cadillac mit 50 Kilometern an. Die Ladung erfolgt über eine 220-Volt-Steckdose und durch Bremsenergierückgewinnung. Im Jahr 2016 erscheint das US-Car zuerst einmal in China. Eine Markteinführung in Europa ist wahrscheinlich, aber nicht offiziell bestätigt. Die Preise sind noch unbekannt.

Chevrolet Bolt: Bolt geht’s los: Chevrolet beginnt bereits in wenigen Wochen mit der Produktion des Elektroautos Bolt – pünktlich zur dann stattfindenden CES in Las Vegas. Das bestätigte GM-Vizepräsident Mark Reuss auf der Los Angeles Auto Show. Etwa 320 Kilometer weit soll der Wagen mit einer Ladung kommen.

Der Bolt soll General Motors schon jetzt in Position bringen im Wettstreit mit dem direkten Konkurrenten Tesla Model 3. Der allerdings wird wohl erst 2017 auf den Markt kommen. Beide Fahrzeuge sollen etwa 40.000 US-Dollar kosten, also knapp 37.400 Euro. Mit der Bolt-Vorstellung wird die CES – eigentlich eine Veranstaltung für Unterhaltungselektronik – immer mehr zur Autoshow. Passenderweise wird GM-CEO Mary Barra dort bereits die Eröffnungsrede halten.

Mercedes E-Klasse: Im Januar 2016 stellt Mercedes die neue E-Klasse auf der Detroit Motor Show vor. Doch schon jetzt verriet Chefdesigner Gorden Wagener erste Details. Das Design wurde komplett überarbeitet, es soll extrem klar und aufgeräumt sein, ohne Schnickschnack also – noch puristischer als das der C-Klasse und das der gediegenen S-Klasse.

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Offizielle Bilder der neuen E-Klasse wird es wohl erst zur Vorstellung 2016 geben. Eine Hybrid-Variante kommt definitiv.

Die kommende E-Klasse wird die Typenbezeichnung W213 tragen und – wie die C- und S-Modelle – auf der modularen MRA-Plattform aufbauen. Auch eine Hybrid-Version wird Mercedes anbieten. Der Plug-in kombiniert einen Benzin-Vierzylinder mit zwei Litern Hubraum und einen Elektromotor. Die rein elektrische Reichweite liegt bei 32 Kilometern. Fraglich ist, ob auch der Teilzeit-Stromer autonom fahren wird. Gerüchten zufolge sollen die Modelle mit Verbrennungsmotoren selbstständig fahren können. Mercedes-Benz hat das bisher nicht offiziell bestätigt.

Geely Emegrand EV: 90 Prozent bis 2020: In fünf Jahren will Geely neun von zehn seiner Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb ausstatten. Dem Modell Emegrand EV ist dabei eine wichtige Rolle zugedacht. Den Emegrand haben die Chinesen bereits jetzt im Programm – allerdings mit einem herkömmlichen Vierzylinder-Verbrenner unter der Haube. An dessen Stelle wird im EV ein Elektromotor mit 127 PS Leistung arbeiten, der bis zu 329 Kilometer Reichweite ermöglichen soll.

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Der chinesische Volumenhersteller Geely hat ambitionierte Elektro-Pläne. Und beginnt mit deren Umsetzung genau – jetzt.

Der Emegrand ist mit bisher 850.000 abgesetzten Einheiten die meistverkaufte Limousine in China. Die Elektroversion wird laut Geely sowohl via Schnellladesäule als auch über eine übliche Haushaltssteckdose aufladbar sein. Entsprechend wird eine Ladung in 48 Minuten beendet sein oder aber 14 Stunden dauern.

4 Antworten zu “Diese Stromer stehen in den Startlöchern

  1. Die Hoffnung stirbt zuletzt…
    Wie wär´s denn bitte mal mit Berichten über TATSÄCHLICH verfügbare eAutos?

  2. Die Herseller von eMobilen sollten mal ehrlich die Life Cyle Time eines Batteriesatzes (inkl. Kapazitätsverlust pro Jahr) benennen und fast noch wichtiger die max. Anzahl von Ladezyklen bis der Akkusatz getauscht werden muß. Dies ist ein erheblicher Kostenfaktor!

    • Das Thema wird überschätzt. Beim Model S gibt es mal acht Jahre Garantie. Aber es wird eher so sein, dass die Akkus immens billiger und leistungsfähiger werden und man dann nach 5 Jahren sagt, ok, ich brauch kein neues Auto, weil alles passt, aber ich kauf mir einen neuen Akku, jetzt 120 kWh statt 85 und zahl EUR 5.000,00 auf. Aber die Lebenszeit eines Verbrenners ist mit 8 bis 12 Jahren oder 150.000 km meist auch begrenzt. Nichts ist für die Ewigkeit, nur dass Akkus recyclbar sind, alles Benzin was Du verbrannt hast, auf ewig weg.

  3. Selbstfahrende E-Klasse? Da bin ich mal gespannt. Vor allem, ob sie einen Autobahnbaustellenerkennungsmodus hat. Hatte am Wochenende wieder mal das Vergnügen mit 78 Kilometer Baustellen – und 0,0 Bauarbeitersichtungen.

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