Mercedes: Brennstoffzellen-SUV ab 2017


Thomas Weber, der Vorstandschef für Forschung und Entwicklung bei Daimler, macht es offiziell: Ab 2017 wird es einen SUV Mercedes GLC mit Brennstoffzelle geben, der in Serie geht.

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Für den „GLC F-Cell“ habe der Autohersteller eine neue Brennstoffzelle entwickelt, die so kompakt sei, dass sie im Motorraum des SUV Platz finde. Genauere technische Details machte Weber nicht.

Doch damit nicht genug: Ab 2018 soll es vier neue Elektrofahrzeuge geben, zwei Limousinen und zwei SUVs. Verschiedenen Medien zufolge sollen die Autos eine Reichweite von 400 bis 480 km haben. Zu den Spekulationen um weitere Elektro-Modelle wollte sich Daimler bisher nicht äußern.

4 Antworten zu “Mercedes: Brennstoffzellen-SUV ab 2017

  1. Ich habe noch einen Nachtrag zu diesem Artikel.

    Ein guter Physiker betrachtet nicht nur sein Einzelstück, z.B. den Antrieb, sondern betrachtet das gesamte Ergebnis eines Fahrzeug.

    Wenn die Masse eines Fahrzeugs den Energieverbrauch massgeblich beeinflusst (fängt schon beim Anfahren an), dann sollte man grundsätzlich vorher prüfen, ob sich das ganze tatsächlich rechnet. Je aufwändiger und schwerer der Antrieb wird, desto mehr Energie benötige ich.

    Ein Problem, dass offensichtlich kaum einer betrachte sind die Reifen. Die sehr direkte Kraftübertragung verringert die Lebensdauer der Reifen schon im normalen Betrieb. Erhöht man die gesamte Masse eines Fahrzeigs, verringert man automatisch die Lebensdauer der Reifen um ein vielfaches.

    Ein guter Physiker sollte kein Interesse an Energie und Materialverschwendung haben und sich auf das Grundprinzip und Grundbedürfnis für Fahrzeuge konzentrieren. Dann würde er merken, dass er sich den Gedanken an aufwändige Antriebe und gigantische Krafterzeugung sparen kann. Was nutzt die fahrzeuge in Leichtbaiweise zu bauen, wenn die Antriebssysteme gleichermaßen schwerer werden und zudem noch höhere Kosten durch anderweitigen Verschleiß ergeben. Prof. Klaus Hofer hat hierzu sehr klare Ausführungen gemacht. Masse, Energie und Informationen stehen in untrennbarem Zusammenhang. Also bitte das ganze mal auf der Basis von Informationen angehen, die schon zahlreich vorhanden sind, und dann ein Fahrzeug und alle dazu gehörenden Komponenten als Physiker betrachten.

    Manchmal habe ich das Gefühl, dass studiert wird, um am Ende nichts mehr zu wissen oder das Elementarste vergessen zu können.

  2. Die Technologie der Brennstoffzelle ist ganz sicher eine notwendige Voraussetzung, um für Fahrzeuge mit hoher Transportkapzität eingesetzt zu werden. Das will ich nicht bestreiten und kann bestätigen, dass die in hamburg ehemals vorhandene Flitte von H2 Bussen schon sehr gute Resonanz in der bevölkerung hat. leider geht man den Weg nicht kontinuierlich weiter.
    Wenn ich das richtig verstehe ist der Ablauf so:
    Sonnenenergie in Strom umwandeln – Strom zu Wasserstoff und Sauerstoff umwandeln – Wasserstoff speichern – Wasserstoff im Auto umwandeln in Strom (Brennstoffzelle)
    Es hat wohl nichts mit veralteter oder mittelalterlicher Technologie zu tun, wenn man kürzere Wege der Energiegewinnung und -nutzung verwendet.
    Sonnenenergie in Strom umwandeln – Strom ins Netz oder direkt in Akkus speichern – Strom im Auto verwenden.

    Nein, wir müssen nicht alles neu erfinden, um festzustellen, dass wir wieder nur Umwege gehen, wenn der drekte Weg schon vorhanden ist. Bitte jetzt nicht mit teuren Speicherkapazitäten (Akkus) kommen. Das Speichern von Wasserstoff ist viel teurer.

    Ich betrachte die Brennstoffzelle als überholte Technologie, weil sie immer noch von einem Prinzip getragen wird, dem wir uns eigentlich abwenden sollten. Umgansgsprachlich redet man von der kalten Verbrennnung. Genau das Verbrennerprinzip ist das veraltete Modell, egal ob heiß oder kalt, auf dem die Brennstoffzelle beruht. Und wenn man jetzt noch den gewaltigen materiellen Aufwand für dieses Prinip betrachtet, wäre es viel sinnvoller die gute alte Dampfmaschine als Antriebsprinzip für Autos wieder zu nutzen.

    Wenn sie einmal freundlicher Weise ermitteln und veröffentlichen könnten wie hoch die Materialschlacht bei der Brennstoffzelle im Vergleich zu einem Akku ist, wären wir schon etwas schlauer. Schon beim Platin oder anderen Materialien wird es sehr haarig.

    Wie haben sie geschrieben? Es geht um die Energiebilanz? Na dann mal her mit der Energiebilanz bei der Herstellung eines Wasserstoffantriebes zu einem herkömmlich reinen Elektroantrieb mit Akku.

    Die Technolgie hat nicht den Hauch einer Chance, wenn man den Energiebedarf und die Menge der Materialien betrachtet, die Länder wie China, Indien oder nur Südamerika benötigen würden. Wir haben ja schon Probleme mit der erforderlichen Kupfermenge zu erschwinglichen Preisen für Kabel.

    Bleiben wir doch mal mit den Füßen auf der Erde. Wenn sich die Brennstoffzelle für Schwerlastfahrzeuge und andere Großfahrzeuge durchsetzt wäre das gut. Für den normalen Bürger dieser welt, der sich mit einem PKW fortbewegt, sind kleinere, effektivere Lösungen erheblich besser.

    Und jetzt noch ein Hiweis zu Akkus. Leider ist aktuell nicht bekannt, wie das Frauenhofer Institut die „Keramik- Akku – Technologie“ voran gebracht hat.

    http://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/energiespeicher-deutsche-forscher-arbeiten-an-keramik-akku/7012376.html

    http://corporate.evonik.de/de/content/product-news/Pages/wind-und-sonne-speichern.aspx

    Wo die Reise aber hin geht, dürfte wohl klar sein. Damit erledigen sich für bestimmte Fahrzeugarten auch bestimmte Antriebssysteme. Dieser technologische Vorsprung von Speichersystemen spricht gegen die Brennstoffzell und bedeutet eine harte Abkehr vom Verbrenneungssystem.

  3. 2015 existieren 12 H2 Tankstellen. In einem der grössten Ballungsräume Deutschlands, dem Ruhrgebiet, befindet sich nur eine. In Hamburg sollen es 3 sein, wobei ich nur von einer weiß, die am Brooktorkai steht und frei zugänglich ist. Angesichts der geringen Zahl von H2 Tankstellen ist es eher unwahrscheinlich, dass dieser SUV ein Kassenschlager wird. Für 2015 wurden bis zu 50 dieser Tankstationen geplant. Das Ergebnis ist mehr als mau. Es ist unterordisch. Jetzt kommt noch die Angst des Bürgers vor H2 Tankstellen in Wohngebiten hinzu und damit darf man zum Tanken dann etwas weiter fahren.

    Und jetzt das alte Grundprinzip der Physik – Masse und Energie – als Faktoren von Reichweite und Umweltschutz.

    Nein, mich überzeugt eine solche Entwicklung nicht und könnte mich selbst als Mutimilliardär nicht zum Kauf reizen. Ich sehe immer noch die Zukunft von E- Mobilen als Einpersonenfahrzeug ohne überflüssige Umwandlungswege für Strom.

    • Der Bau neuer Wasserstofftankstellen steht in einem kausalem Zusammenhang zu der Poduktion neuer Elektroautos mit einer Brennstoffzelle. Was von beiden Priorität besitzt ist für die beteffenden Industriebereiche eine nicht leicht zu beantwortenden Frage.

      Aber was im Ausland wie zum Beispiel in Dänemark oder in Japan funktioniert wird auch bei uns funktionieren und zum Ziel führen.

      Und für die, welche das Grundgesetz der Physik noch nicht verstanden haben:
      Wenn solarer Wasserstoff verwendet wird, welcher aus Solarstrom umgewandelt wurde der wiederum aus überschüssigem Windstrom besteht ist der Solarstrom „kostenlos“ und unbegrenzt verfügbar.

      Bei der Erzeugung von SOLARSTROM der für die WASSERSTOFFERZEUGUNG genutzt wird kann man nicht von Wirkungsgraden, sondern eher von einer ENERGIEBILANZ sprechen.

      Ich sehe die Zukunft nicht in Elektro-Autos als Einpersonenfahrzeuge
      mit „Steinzeit – Technologie“.

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