Formel E rast auch 2016 durch Berlin


Erst Avus, dann Tempelhof, nun Karl-Marx-Allee: In Berlin gibt es 2016 wieder Profi-Rennsport auf höchstem Niveau. Die Formel E wird ihr diesjähriges Deutschland-Rennen im Berliner Osten austragen. Zuvor stand der Standort Berlin monatelang auf der Kippe, nachdem die Strecke aus dem Jahr 2015 nicht mehr verfügbar war.

Selbe Stadt, andere Strecke: Auch 2016 lenken die Formel-E-Piloten ihre Boliden durch Berlin.

Vollgas durch die City? Ist eigentlich verboten – in Berlin wie in jeder anderen Stadt auch. Höchstens professionelle Racer wie Sebastian Vettel dürfen bei speziellen Rennen auf Stadtkursen wie beispielsweise in Monaco ohne Geschwindigkeitslimits durch Häuserschluchten und entlang von Alleen und Boulevards sausen.

Auch Berlin ist Rennsportstadt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Avus – die Automobil-, Verkehrs- und Übungsstraße – die erste und wichtigste deutsche Rennstrecke. Seit dem Debüt der Formel-E-Meisterschaft gibt es in Berlin wieder Profi-Rennsport.

Nun ist klar: Auch 2016 wird Berlin zum Schauplatz einer der wichtigsten Auto-Rennserien der Welt. Am 21. Mai werden die Elektro-Rennwagen mit bis zu 230 km/h durch Berlin rasen. Das berichtet die Berliner Zeitung (BZ) und beruft sich dabei auf eine Einigung zwischen dem Veranstalter FIA und dem Berliner Senat.

Formel E 2016: Elektro-Rennwagen rasen durch Berlin

Die Veranstaltung machte schon zum Start der Rennserie im Mai 2015 in Berlin Halt. Allerdings damals noch auf einem anderen Kurs. Damals rasten die E-Renner über den ehemaligen Flughafen Tempelhof. Doch das Areal steht nicht mehr zur Verfügung. Dort befinden sich nun Unterkünfte für Flüchtlinge.

Stattdessen soll die neue Streckenvariante auf einer Länge von etwas mehr als zwei Kilometern um den Strausberger Platz und über die Karl-Marx-Allee zum Alexanderplatz führen. Damit würde zum ersten Mal eine Motorsport-Großveranstaltung auf einer großen Verkehrsader im Osten der Stadt stattfinden.

Bilder der FIA zeigen elf Kurven auf dem neuen Streckenlayout. „Die Formel E hat nicht nur eine tolle alternative Location in Berlin gefunden, sondern auch eine Strecke mit viel Charakter geschaffen“, sagte Abt-Pilot Daniel Abt dem Magazin Motorsport Total.

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Rennpiste Karl-Marx-Allee: 180-Grad-Kehre am Alexanderplatz, den Strausberger Platz entlang, dann nach rechts in die Lichtenberger Straße und schließlich zur Neuen Weberstraße.

Die FIA hat im nun einen formlosen Antrag zur Genehmigung der Strecke gestellt. Start und Ziel sollen laut Informationen der BZ vor dem Kino International, direkt auf der Karl-Marx-Allee sein. „Nach bisherigen Planungen werden auf der Nordseite des Boulevards Tribünen mit Steh- und Sitzplätzen für bis zu 14.000 Zuschauer aufgestellt. Auch gesonderte VIP-Bereiche für zahlungskräftige Sponsoren sollen dort entstehen“, so das Blatt.

Die Austragung des Events ist für die ohnehin stark verschuldete Stadt Berlin ein enormer finanzieller Aufwand. Teilweise müsse der Straßenbelag erneuert werden, doppelte Fangzäune und Leitplanken sollen am Rand der Rennstrecke für Sicherheit sorgen, wie die BZ berichtet.

Dennoch könnte Berlin seinen ramponierten Ruf in Sachen Rennsport mit der Austragung deutlich aufwerten. Das letzte Rennen auf der Avus fand bereits 1998 statt, vor 18 Jahren also. Nun geht das Kapitel Straßen-Rennsport in der Hauptstadt weiter.

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