Comeback der BMW Isetta als Elektroauto!


Die gute, alte Isetta kommt als Elektroauto wieder: Unter dem Namen „Microlino“ hat der Schweizer Tretroller-Hersteller Micro Mobility Systems auf dem Genfer Automobilsalon (3. bis 13. März) den ersten Prototyp der elektrischen Neuauflage präsentiert.

Die "Knutschkugel" als Elektro-Version auf dem Genfer Autosalon.

Die „Knutschkugel“ als Elektro-Version auf dem Genfer Autosalon.

Unter dem Spitznamen „Knutschkugel“ war die Isetta in den 50er-Jahren ein BMW-Bestseller. Nun beginnt die Serienentwicklung einer E-Version, wie das Unternehmen Micro Mobility Systems mitteilte. Ende 2017 sollen Käufer erste Exemplare des Kleinstwagens erwerben können.

So wie das Rollermobil Isetta in den 50er-Jahren zur Massenmobilisierung beitrug, soll der „Microlino“ nach der Vorstellung der Herstellerfirma bald auch dem elektrischen Fahren zum Durchbruch verhelfen – ohne Akkus mit einem Gewicht von nur 400 Kilo. Der Zweisitzer soll den Schweizern zufolge mit einem 15 kW starken Elektromotor eine Geschwindigkeit von etwa 100 km/h erreichen und auf einen Aktionsradius von rund 100 Kilometern kommen. Der Preis soll bei knapp unter 10.000 Euro liegen.

Die Isetta hatte BMW Mitte der 50er-Jahre in einer schweren Krise gerettet: Die bayrischen Motorenwerke waren in finanzielle Schwierigkeiten geraten und griffen auf eine italienische Konstruktion namens „Iso-Isetta“ zurück, die man nach Abschluss eines Lizenzvertrags optimierte. Der Erfolg der bayrischen Version verschaffte BMW die dringend benötigten finanziellen Mittel, um neue Modelle zu entwickeln, die den Grundstein für den Aufstieg des Autobauers legten.

Mit Material von dpa

6 Antworten zu “Comeback der BMW Isetta als Elektroauto!

  1. Wie kann man nur auf die Idee kommen dass ein Mobilitätskonzept des letzten Jahrtausends erfolgreich sein könnte. Da könnten sie doch gleich Pferdekutschen anbieten.

    Völlig absurd zu glauben dass eine Isetta heute wieder gekauft werden würde. Die Hersteller sollten lieber Autos der Zukunft entwickeln als nachbauten aus dem Museum produzieren.

  2. Schade, dass nur die Isetta zu einem erschwinglichen Preis elektrifiziert werden soll. Als ehemaliger Messerschmitt-Fahrer weiß ich, dass man mit der Sitzposition „Zwei hintereinander“ wesentlich schneller ist bzw. weiter kommt – mit dem gleichen Stromverbrauch! Übrigens wurde über den „elektrischen Messerschmitt“ E-Schmitt von Broedersdorff und Koenzen bereits Mitte Dezember 2014 berichtet: In London auf der Regent Street, leider nur ein (aus Alu) handgefertigtes Exemplar und daher ca. 50000 Euronen wert: 110 km/h und 120 km weit.

  3. „…bald auch dem elektrischen Fahren zum Durchbruch verhelfen – ohne Akkus und mit einem Gewicht von nur 400 Kilo…“ ist missverständlich formuliert. Elektrisches Fahren ohne Akkus dürfte schwierig werden!
    Die E-Knutschkugel wiegt ohne Akkus 400 Kilogramm! Wie sinnig solche Parameter sind, sei mal dahin gestellt.

  4. Äh, wie bitte.
    „…dem elektrischen Fahren zum Durchbruch verhelfen – ohne Akkus…“.
    Fährt der mit Taschenlampenbatterien?

    • Auch eine Brennstoffzellenversion könnte ohne Akku nicht fahren.

      Hätte aber wenn dann eine Reichweite von 600 Km.

      • Und einen Anhänger hinten mit einer Brennstoffelle und komprimierten H2…

        Aber eigentlich wäre dieser Mini eh ein Stadtfahrzeug und z.B. ca. 1/4 von dem Tesla-90kWh-Akku (also 22 kWh) völlig ausreichend.

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