Wenige E-Autos im Fuhrpark der Regierung


Entgegen ihrer eigenen Zielvorgabe gibt es offenbar immer noch relativ wenige umweltfreundliche Autos in den Flotten der Bundesregierung. Der Spitzenreiter ist das Bundespresseamt, das Schlusslicht das Justizministerium.

Die Bundesregierung hat in puncto Elektromobilität noch einiges nachzuholen.

Die Bundesregierung hat ihre eigenen Ziele bezüglich der Elektromobilität noch nicht erreicht.

Allen politischen Bestrebungen zum Trotz: Die Bundesregierung hat noch immer zu wenige Elektroautos und klimaschonende Wagen im eigenen Fuhrpark. Sie hatte 2011 das Ziel ausgegeben, dass von neu gekauften oder neu angemieteten Wagen in den Bundesressorts zehn Prozent weniger als 50 Gramm des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) pro gefahrenem Kilometer ausstoßen sollen. Aktuell sind es lediglich fünf der 14 Ministerien, die einen entsprechenden Flotten-Anteil haben. Dies ergab eine Anfrage der Grünen an das Innenressort.

Spitzenreiter der Regierungsbehörden in Berlin ist demnach das Bundespresseamt mit einem Anteil von 44 Prozent. Das Verkehrsressort folgt mit 33 Prozent. In der Flotte des Kanzleramts stoßen fünf Prozent der Wagen weniger als 50 Gramm CO2 pro Kilometer aus.

Ein Ministerium gänzlich ohne E-Auto

Schlusslicht beim aktuellen Bestand ist das Justizministerium, in dem laut der Übersicht des Innenressorts kein einziger Wagen diesen Emissionswert einhält – in diesem Jahr soll aber einer angeschafft werden. Wenige klimaschonende Wagen haben außerdem die Ressorts für Verteidigung (unter 1 Prozent), Familie (1,3 Prozent) sowie Finanzen und Landwirtschaft (je rund 2,2 Prozent).

Auf mehr als zehn Prozent kommen dagegen das Forschungsressort (19 Prozent) sowie die Ministerien für Umwelt (18 Prozent), Wirtschaft (16,7 Prozent) und Gesundheit (15 Prozent). In den laufenden Beratungen der Bundesregierung über zusätzliche Impulse für E-Autos geht es auch darum, öffentliche Fuhrparke vermehrt umzurüsten.

Mit Material von dpa

 

Eine Antwort zu “Wenige E-Autos im Fuhrpark der Regierung

  1. Obwohl ja das „Wasser predigen und selbst Wein trinken“ generell schon leider „normal“ ist, fehlt in diesem Artikel doch wohl etwas ganz Wesentliches:
    Wie sehen denn bitte die Vorschriften für die Flotten der Bundesregierung aus? Vor allem in Bezug auf die Herkunft der Fahrzeuge… Der i3 ist nicht wirklich für Sowas geeignet, der i8 sowieso nicht… Wäre denn ein Tesla überhaupt erlaubt?

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