Tesla baut meistverkauftes Luxusauto Europas


Model S statt S-Klasse: Wer klassische Limousinen deutscher Hersteller als beliebteste Oberklasseautos im Kopf hat, muss wohl umdenken. 2015 hat Tesla von seinem Model S mehr Einheiten in Westeuropa verkauft als der bisherige Spitzenreiter Mercedes von der S-Klasse. Klappt dieser Erfolg auch eine Fahrzeugklasse tiefer?

Strom statt Sprit: Laut einer aktuellen Erhebung ist das Model S von Tesla in Westeuropa die meistverkaufte Luxuslimousine.

2020 könnte zum Wendepunkt werden: Von diesem Jahr an müssen 95 Prozent der Neuwagen einen Emissions-Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer einhalten. Das entspricht einem Verbrauch von 4,1 Litern Benzin oder 3,6 Litern Diesel pro 100 Kilometer.

Von 2021 an gilt das für die gesamte Flotte – und versetzt vor allem die Hersteller im Luxussegment in Panik: Denn gerade große Limousinen und massige SUVs verbrennen besonders viel Sprit.

Das Model S von Tesla benötigt überhaupt keinen Sprit, denn die US-Limousine ist ein Oberklassefahrzeug mit Elektroantrieb. Schon 2015 scheinen die Kunden im Luxus-Segment von dieser Alternative überzeugt zu sein: Laut Zahlen der Automobilplattform Automotive Industry Data (AID) ist das Model S das meistverkaufte Luxus-Auto in Westeuropa.

Als Westeuropa definiert der Dienst vor allem die großen Märkte wie Deutschland, Frankreich, England und Spanien. Demnach hat Tesla in diesen Ländern 15.787 Einheiten des Model S abgesetzt, der zweitplatzierte Mercedes nur 14.990 Exemplare seiner S-Klasse. Vor allem im vierten Quartal habe der US-Autobauer besonders viele seiner S-Modelle absetzen können, so AID.

Etwa ein Viertel aller Model S – und damit mehr als 4000 Stück – hat Tesla in Norwegen verkauft. Deutsche Kunden hingegen kaufen eher konservativ: Lediglich 1582 Tesla-Stromer stehen hier 7320 Einheiten der Mercedes S-Klasse gegenüber.

Was Tesla anders macht als Mercedes und Co.

Ein Grund für die gestiegenen Tesla-Verkäufe ist einfach und einleuchtend: Die US-Amerikaner nehmen ihren solventen Käufern die Angst vor der Elektromobilität und bieten einfache Lösungen. Upgrades für die Fahrzeuge erfolgen beispielsweise teils automatisch und ein eigenes Netz von Schnellladestationen ermöglicht flächendeckendes und kostenfreies Laden.

In Deutschland beginnen die Preise für ein Model S bei 78.000 Euro. Für 120.000 Euro gibt es das Performance-Modell mit allerlei Ausstattung und Allradantrieb. Und bald bietet Tesla auch eine Fahrzeugklasse niedriger ein Fahrzeug: Das Model 3 zum Preis von mindestens 35.000 US-Dollar soll Ende 2017 auf den Markt kommen. Dafür soll es schon mehr als 276.000 Vorbestellungen geben, wie Firmenchef Elon Musk twitterte.

8 Antworten zu “Tesla baut meistverkauftes Luxusauto Europas

  1. Stephan Schmidt

    Ist der Regierung eigentlich klar, dass Elektroautos eine Parkplatz- und Aufladegarantie brauchen ? Da geht dann nicht mehr: kein Parkplatz bekommen, Pech gehabt. Ausserdem sollten sich die Städte wegen unmöglicher Ampelschaltungen schon mal reichlich Geld zurücklegen, denn die Besitzer von Elektroautos wollen dann ihr Auto nach Hause geschleppt bekommen. Der Beweis, dass man die Strecke normalerweise schafft, ist für viele Fahrer einfach zu erbringen.

    Hoffentlich sind sich die Städte darüber im Klaren, was da auf sie zurollt !

  2. Der ADAC hat hier sehr schlecht recheriert .
    In Deutschland, Frankreich, England und Spanien keine besonders großen Erfolge gehabt und liegt dort deutlich hinter der S-Klasse. Die größten Absatzmärkte für Tesla in Westeuropa waren Norwegen , Holland und Dänemark , dort Tesla zusammen mehr als 8600 Modell S abgesetzt
    http://left-lane.com/european-car-sales-data/tesla/
    In diesen Ländern gibt es sehr hohe Zulasungsgebüren für PKW’s , von denen Ekletroautos befreit sind. Eine S-Klasse koste dort fast doppelt so viel wie in Deutschland. Deshalb war der Absatz der S-Klasse dort schon immer sehr niedrig , auch bevor Tesla auf den Markt kam. Tesla konkuriert her vom Preis in Norwegen mit mit der C-Klasse.

    • Und wenn schon. Ich jedenfalls freue mich über jeden verkauften Tesla… Ganz egal aus welchem Grund.
      Und manche Länder machen´s ja anscheinend echt richtig…

      • Die Förderungen in Holland, Holland und Dänemark sind doch im Grunde völlig absurd, weil sie Prozentual vom Fahrzeugpreis abhängen. In Holland führt das dazu mehr als die Hälfte aller BEV‘ von Tesla stammen und dann Käfer aus der reichen Oberschicht mehr als dreimal so hohe Subventionen bekommen als ein Käufer vom Renault ZOE oder Nissan Leaf .Wobei Dänemark jetzt dabei ist die Befreiung von der Zulassungsgebühr schritt weise ab zubauen. Dazu führte dann im letzten Quartal zu einem regelrechten Run auf Tesla alleine im Dezember wurden 1200 Tesla zugelassen , weil im Januar die Zulasungsgebühr auf 20 % steigt. in den ersten beiden Monaten ist der Verkauft dann dort völlig eingebrochen in den ersten beiden Monaten gerade noch 33 Zulasungen.
        Und auch in Norwegen dem größtenmarkt für Tesla in Europa ist Tesla im ersten Quartal stark eingebrochen Absatzrückgang um 56% zu Vorjahresquartal, obwohl die Kürzungen der Subventionen dort erst ab 2017 kommen sollen.Im März wurde dort sogar ein neuer Rekord erreicht mit 33,5 % Elektroautos einschließlich Plugin-Hybrids . Meistverkauftes BEV in Norwegen war im ersten Quartal der Golf-e mit 1,765 das waren 48,2 aller in Norwegen verkauften Golf, mit dem Golf GTE zusammen war die Quote im März sogar bei 86.2%.

  3. In Deutschland gibt es zur Zeit noch keine sauberen E-Autos. Weder mit noch ohne Brennstoffzelle. 3/4 des jetzigen Strommixes besteht aus Steinkohle-/Braunkohle- und Atomstrom.

  4. Die Manager der deutschen Automobilindustrie denken nur an die nächsten Quartalszahlen. Da wird sich fürchte ich nicht viel ändern (das hoffen die Manager auch). In 10 Jahren sind sie allerdings ihren Job los. Sitzen dann vielleicht mit den verdienten Millionen auf ihrer Yacht im Mittelmeer.
    Dann kommen die Firmenretter mit dem Ruf nach Steuergeldern auf den Plan was letztendlich die Beschäftigten und wir alle wieder ausbaden müssen.

  5. Statt über Würstchen auf der HV zu streiten oder Fehler zu vertuschen, sollten unsere Entscheider was tun. Es ist schon kurz nach Zwölf für einige und sie maulen immer noch anstatt sich zur neuen Technik Elektromobiltät zu bekennen.

  6. Pingback: Tesla baut meistverkauftes Luxusauto Europas : Tesla

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