Mehr Reichweite beim BMW i3


BMW erweitert das Angebot seines Elektrofahrzeugs i3. Die Münchner bieten ab Sommer zusätzlich eine Version mit größerer Batteriekapazität an. 33 kWh sollen dann verfügbar sein. Mit einer Batterieladung könne man so bis zu 300 Kilometer fahren. 

Ganz langsam nähert sich die Reichweite deutscher E-Autos an die Werte der Tesla-Modelle.

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Die neuen 33-kWh-Batterien im i3 (netto 27,2 kWh nutzbar, Ergänzung der Red.) sind ein Versprechen: Im Alltagseinsatz sind laut BMW etwa 200 Kilometer Reichweite möglich, auch bei widrigen Wetterbedingungen und eingeschalteter Klimaanlage oder Heizung. Die Fahrleistungen des 125 kW/170 PS starken Hybrid-Synchron-Elektromotors bleiben weiterhin fast unverändert: In 7,3 Sekunden beschleunigt er den BMW i3 von null auf 100 km/h.

Die bisherige Variante, der seit mehr als zwei Jahren verkaufte BMW i3 mit 22-kWh-Energiespeicher, bleibt ebenfalls im Programm. Für beide Versionen wird es weiterhin eine Modellvariante mit Range Extender geben. Der Extender ist ein Zweizylinder-Benzinmotor und kann während der Fahrt den Ladezustand der Batterie konstant halten. So sorgt er für 150 Kilometer zusätzliche Reichweite. Der Verbrauch liegt dann – in Kombination mit dem E-Motor – bei 0,6 Liter pro 100 Kilometer.

Upgrade durch Retrofit

Insgesamt erweitert sich die Modellpalette des i3 auf vier Versionen: mit 22-kWh-Batterie, mit 33-kWh-Batterie und jeweils optional mit Range Extender. Mit Einführung des i3 mit 33 kWh Batterikapazität bietet BMW neben zusätzlichen Ausstattungsoptionen auch neue, leistungsstärkere Ladestationen für die heimische Garage an, um die „Tankdauer“ möglichst gering zu halten. Nach nur 40 Minuten sollen weiterhin 80 Prozent der Batterie wieder geladen sein.

Wer den i3 der ersten Generation mit einer 22-kWh-Batterie fährt und gerne den größeren Energiespeicher haben möchte, kann laut BMW sein Fahrzeug im Rahmen des Retrofit-Programms auf die 33-kWh-Batterie umrüsten lassen.

4 Antworten zu “Mehr Reichweite beim BMW i3

  1. Da ist bei der Recherche aber einiges durch die Lappen gegangen: die Nachrüstung alter i3 ist auf die „reinen“ BEV beschränkt. Alte i3 mit Range Extender können nicht nachgerüstet werden.
    Die kürzere „Tankdauer“, besser Ladedauer, kommt zustande weil nun endlich ein Dreiphasenlader mit 11 kW eingebaut wird, warum nicht früher?
    Damit ist der neue i3 nun eine deutlich rundere Sache als zuvor. Endlich hat man bei BMW verstanden, dass i3-Fahrer auch mal die Stadt verlassen möchten („Urban Mega-City-Car“)

  2. Bitte ändern: der neue Akku hat zwar 33 kWh Kapazität, stellt aber nur 29 kWh zur Verfügung. Das ist zur Schonung des Akkus unvermeidlich und bei alle E-Autoherstellern üblich.

    • Ich habe das offizielle PDF von BMW auch mal studiert. Ich finde ist toll, dass BMW sowohl Brutto- als auch Netto-Kapazität angibt. Sehr vorbildlich. Die 27,2 kWh hier stammen von BMW selbst. Woher die anderen Quellen die 29 kWh nehmen, ist unklar (oder sie haben es selbst ausgerechnet, siehe Ladefenster-Angabe weiter unten).

      Mal ein paar Zahlenspiele: Der alte Akku hatte 21,6/18,8 kWh und eine Nennspannung von 360V, was bei 96 Zellen ~3,75V Zellspannung ergibt. Der neue Akkutyp hat eine geänderte Spannung: 353V, was bei unveränderter Anzahl Zellen eine Zellspannung von ~3,67V ergibt. Das spricht für eine geänderte Zellchemie.
      Vermutung: Die „alte“ Chemie ist unempfindlicher bei niedrigerer Kapazität. Die neuen Zellen drehen das um – höhere Kapazität mit niedrigerer Haltbarkeit. Um das auszugleichen, wurde einfach das Ladefenster verkleinert (von 87% auf 82%).

      Schleierhaft ist mir allerdings immer noch wie der i3 mit 27,2 kWh auf 300km Reichweite kommt. Das ergibt einen Fahrverbrauch von lediglich 9 kWh auf 100km. Der NEFZ weist 12,6 aus. Das würde bedeuten, dass der i3 fast 30% Ladeverluste hat. Das erscheint mir doch sehr unwahrscheinlich.
      Wahrscheinlicher ist wohl eher, dass BMW (wie Renault mit der ZOE) die NEFZ-Reichweite mit einem „Märchenfaktor“ multipliziert…

  3. Ich wünsche mir von Renault für meinen ZOE ebenfalls eine grössere Batterie. Das sollte nach über 3 Jahren schon möglich sein.

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