Fragen und Antworten zur E-Auto-Förderung


Verbraucher können künftig beim Kauf eines Elektroautos eine Prämie von bis zu 4000 Euro einstreichen. Das hat das Bundeskabinett am 18. Mai beschlossen. Nun müssen teilweise noch die EU-Kommission und der Haushaltsausschuss des Bundestages grünes Licht geben. Die wichtigsten Antworten auf Fragen, die sich Autofahrer jetzt stellen.

Nun ist es amtlich: Die Kaufprämie für E-Autos kommt.

Nun ist es amtlich: Die Kaufprämie für E-Autos kommt.

Wie hoch sind die Kaufprämien?

Für reine E-Autos mit Batterie gibt es insgesamt 4000 Euro Umweltbonus, wie die Prämie offiziell heißt. 2000 Euro kommen dabei vom Bund und 2000 Euro kommen vom Hersteller. Bei Hybridautos bekommt der Käufer insgesamt 3000 Euro Prämie (1500 Euro vom Staat, 1500 Euro vom Hersteller). Zusätzlich will der Bund noch 15.000 Ladestationen finanzieren.

Wo kann ich einen Antrag stellen?

Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) in Eschborn bei Frankfurt – allerdings nur über ein Internet-Portal, das erst demnächst freigeschaltet wird. Das genaue Datum steht noch nicht fest. Dort werden auch alle Fahrzeugmodelle aufgeführt sein, für die die Prämie gilt. Das E-Auto darf als Basismodell nicht mehr als 60.000 Euro kosten . Damit die Hersteller nicht noch die Preise erhöhen, gelten die Netto-Listenpreise vom 31. Dezember 2015.

Welchen Effekt soll die Prämie haben?

Die Regierung erwartet, dass so der Kauf von mindestens 300.000 Fahrzeugen angeschoben wird. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hofft sogar auf 500.000 Stück.

Wer kann den Umweltbonus beantragen?

Anträge dürfen Privatpersonen, Firmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine stellen. Das E-Fahrzeug darf aber erst nach dem 18. Mai gekauft worden sein. Käufer müssen das Auto mindestens neun Monate behalten, das gilt auch für geleaste Fahrzeuge.

Wie lange gibt es den Bonus?

Gezahlt wird nur, so lange Geld im Fördertopf ist, den Bund und Branche mit je 600 Millionen Euro füllen. Spätestens am 30. Juni 2019 soll Schluss sein.

Lohnt sich ein E-Auto steuerlich?

Ja. Rückwirkend zum 1. Januar 2016 wird die Steuerbefreiung für neue (und umgerüstete) Elektrofahrzeuge von fünf auf zehn Jahre verdoppelt. Arbeitnehmer müssen keine Steuern zahlen, wenn sie in der Firma ihr privates E-Auto aufladen. Arbeitgeber bekommen die Möglichkeit, geldwerte Vorteile pauschal mit 25 Prozent Lohnsteuer zu besteuern. Diese Regelungen gelten befristet vom 1. Januar 2017 bis Ende 2020.

Rechnen sich Kaufprämien für Privatleute?

Wir vom ADAC haben nachgerechnet. Selbst mit 4000 Euro Höchstprämie bliebe ein Großteil der aktuellen E-Modelle bei den Kosten pro Kilometer deutlich teurer als Benziner oder Diesel.

Was muss ich beachten, welche Unterlagen sind nötig? 

Wer die Prämie bekommen will, muss eine Rechnungskopie vom Autohändler sowie den Zulassungsnachweis auf den Antragsteller (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief) vorlegen. Dafür hat man einen Monat Zeit nach Eingang des Antrags beim Bafa. Achtung: Um die 2000 Euro Bonus für einen Stromer bzw. die 1500 Euro für einen Hybrid-Wagen vom Staat zu bekommen, muss auf der Rechnung vom Autohändler stehen, dass der Hersteller bereits eine Prämie in derselben Höhe vom Netto-Kaufpreis abgezogen hat.

Welche Hersteller machen mit?

Die deutschen Autobauer wie Volkswagen, Daimler und BMW sind dabei, aber auch viele ausländische Hersteller ziehen mit. So beteiligen sich nach Angaben ihres Branchenverbandes VDIK Citroen, Hyundai, Kia, Mitsubishi, Nissan, Peugeot, Renault, Toyota und Volvo. Einzelne Anbieter wollen sogar auf die Prämien noch einen Zuschlag drauflegen, um Kunden anzulocken.

Mit Material von dpa

3 Antworten zu “Fragen und Antworten zur E-Auto-Förderung

  1. Ich halte das Angebot der Bundesregierung für unattraktiv!
    Ein Freund von mir lebt in California. Für sein E-Auto erhielt er eine Förderung in Höhe 1/3 des Kaufpreises. Keine Kfz Steuer. Er darf überall umsonst parken und Strom tanken!
    Auto Ford Focus Electric!
    In Norwegen und in den Niederlanden gibt es auch ähnliche Förderungen!
    4000€ hAlte ich für albern!

  2. Gibt es die Förderung auch für gebrauchte „Stromer“??

  3. Müssen das Neuzulassungen sein? Oder werden auch Tageszulassungen oder Jahreswagen subventioniert?

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