Mini und Rolls Royce planen mit E-Motoren


Die Töchter machen der Mutter eine Freude und gratulieren zum 100. Geburtstag von BMW. Mini und Rolls Royce zeigen zwei Konzepte, die eigentlich unterschiedlicher kaum sein könnten. Doch eines haben sie gemeinsam: Geht es nach den Ingenieuren, fahren beide Visionen mit Elektrizität.

Zwei Autos, ein Konzern: Mini setzt weiterhin auf klein und praktisch, Rolls Royce auf ultimativen Luxus.

Zwei Autos, ein Konzern: Mini setzt weiterhin auf klein und praktisch, Rolls Royce auf ultimativen Luxus.

Unter dem Motto „Next 100“ wird bei BMW derzeit viel über die Zukunft des Konzerns nachgedacht. Viele Fragen drängen sich dabei auf: Wie viel Mobilität brauchen die Menschen, mit welchem Antrieb werden die Autos fahren, braucht man überhaupt noch ein eigenes Auto oder teilt man es mit anderen? Zumindest bezüglich des Antriebs scheint im Konzern Einigkeit zu herrschen. Demnach würden Mini und Rolls Royce im Jahr 2040 nicht mehr mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren fahren.

„Breit aufgestellt“, könnte man das nennen, was der Münchner Konzern BMW für die nächsten 100 Jahre plant. Von einfachem Carsharing mit dem Mini über die Mittel- und Luxusklasse der bewährten BMW-Modelle bis hin zur Superluxusklasse Rolls Royce: Für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel soll weiterhin etwas dabei sein.

Klein, praktisch, Schiebetüren für den Fonds: Mini bleibt erfinderisch.

Klein, praktisch, Schiebetüren für den Fond: Mini bleibt erfinderisch.

Der Mini des Jahres 2040 ist auch als Carsharing-Auto geplant. Er soll aber gleichzeitig mit wenigen Handgriffen individualisierbar sein und die kompakten Maße besitzen, mit denen seine Erfolgsgeschichte unter der Ägide von BMW einst begann. Zuletzt wuchs der „Mini“ von heute ja deutlich und hat mittlerweile fast Golf-Maße. Die Designer greifen also zurück zu ihren Wurzeln, um in die Zukunft zu schreiten.

Vor allem die innere Lichtgestaltung soll sich dem Fahrer anpassen, aber auch die Außenfarbe. Steigt also jemand ein und ist bereits als Carsharing-Kunde registriert, verändern sich die Farbtöne innen und außen automatisch, so wie sie einmal eingestellt wurden. Wer sich nicht entscheiden kann, wählt einfach zwischen vorgefertigten, von Künstlern zusammengestellten Farbkonzepten über das berühmte Mini-Rundinstrument in der Fahrzeugmitte, das als Touchscreen dient.

Um so wenig wie möglich an Gewicht zu produzieren, setzt man auf Leichtbau. Messing und Basalt sollen zum Einsatz kommen, kein Holz und kein Leder. Den Fußboden wollen die Designer möglichst aus Aluminium bauen. Die Rechnung ist dabei klar: Je weniger Gewicht und Energieaufwand für den Elektromotor, desto mehr Reichweite. Zu erwarten ist also ein spartanischer Mini, ohne Mittelkonsole und mit einer durchgängigen Sitzbank.

Rolls Royce 2040: Das gleitende Wohnzimmer

Luxus pur: Kein Lenkrad, keine Pedale, dafür das gemütlichste Wohnzimmersofa der Welt und Türen, die sich so öffnen, dass man fast aufrecht einsteigen kann.

Luxus pur im Rolls Royce 103 EX: Kein Lenkrad, keine Pedale, dafür das gemütlichste Wohnzimmersofa der Welt und Türen, die sich so öffnen, dass man fast aufrecht einsteigen kann.

Der Rolls Royce des Jahres 2040 soll genau das halten, was er bereits heute verspricht: maximalen Luxus für einen hohen Preis. Auf den obligatorischen Zwölf-Zylindermotor von heute möchte man aber am liebsten verzichten. Auch der Rolls Royce soll rein elektrisch durch die Gegend schleichen, wie ein Phantom. Auf Lenkrad und Pedale verzichten die Ideengeber ebenfalls. Denn der Chauffeur ist 2040 wohl endgültig Geschichte.

Ein Computer ersetzt also den Fahrer. Das 5,90 Meter lange Gefährt steuert wie von Geisterhand von Event zu Event, während im Auto ein Glas Sekt verköstigt wird, auf dem vielleicht gemütlichsten Sofa der Welt, umgeben von edlen Materialien aus Seide, Wolle und Makassar-Ebenholz. Ist eine Superluxus-Marke wie Rolls Royce bereit für solch einen Umbruch, fragt man sich. Doch der Wandel geschieht so leise wie bei den Elektromotoren: Bereits 2011 wurde ein Rolls Royce mit E-Antrieb getestet. Der Prototyp hieß 102 EX.

Der Rolls Royce 103 EX – das Auto der Zukunft – darf natürlich nicht schwach sein. Zwei E-Motoren sind angedacht, mit jeweils fast 200 PS, verbaut an Hinter- und Vorderachse. Das Auto fährt selbständig zur Ladestation und kommt wieder zurück. So ist die Batterie stets vollgeladen, ohne dass sich der Fahrer, beziehungsweise der Fahrgast, darum kümmern muss. Um den Energieverbrauch zumindest ein bisschen zu senken, sollen möglichst schmale 28-Zoll-Reifen verwendet werden. Das fahrende Rolls-Royce-Wohnzimmer 103 EX dürfte schließlich kein Leichtbau sein wie der Mini der Zukunft.

Eine Antwort zu “Mini und Rolls Royce planen mit E-Motoren

  1. „Konzepte“…
    Noch dazu für die nächsten 100 (!!!) Jahre!
    Geht´s noch?
    Wie wär´s, mal endlich in Hier und Jetzt ´was gebacken kriegen?

    Aber nein, dann würde man ja tatsächlich eAutos verkaufen können, wenn man nicht laufend solchen Konzept- oder „Studien“-Schmarrn (natürlich immer extrem überteuert) produzieren würde, um diese Kosten dann in den Verkaufspreis der eAutos reinrechnen zu können.

    Warum kostet wohl z.B. der eSmart (wohlgemerkt OHNE Akkus!) das DOPPELTE der Verbrennerversion? VerbrennungsMotor und Getriebe sind wesentlich komplizierter herzustellen als ein eMotor und müsste deshalb deutlich TEURER sein.
    Und wer behauptet, dass der hohe Preis an den geringen Verkaufszahlen liegen würde, der verwechselt das Ei mit der Henne.

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