Pedelectest 2016: Unsere Tipps für Verbraucher


Die Nachfrage nach Pedelecs steigt in den letzten Jahren stetig an, doch nicht jedes Elektrofahrrad ist empfehlenswert. Wir haben zusammen mit der Stiftung Warentest 15 Modelle getestet. Lesen Sie hier die Test-Ergebnisse und unsere Verbrauchertipps!

Sauber, flott und flexibel: Pedelecs werden immer beliebter.

Sauber, flott und flexibel: Pedelecs werden immer beliebter.

 

Nach dem enttäuschenden Ergebnis des Pedelec-Vergleichs mit der Stiftung Warentest in 2013 haben wir uns erneut der Aufgabe gestellt, 15 Modelle auf verschiedene Kriterien hin zu überprüfen. Zwei Jahre zuvor bekamen neun von 16 Modellen die Bewertung „mangelhaft“. Dies wiederum beruhte hauptsächlich auf eklatanten Schwächen bei Sicherheit und Haltbarkeit.

Dieses Jahr fiel das Ergebnis insgesamt besser aus, doch noch immer sind fünf der 15 getesteten Pedelecs aufgrund „mangelhafter“ Eigenschaften in der Kategorie „Sicherheit und Haltbarkeit“ durchgefallen.

Positive Überraschung im Test: Auf Platz drei gelandet ist das mit 1800 Euro preisgünstigte Modell City Nexus von Decathlon/Riverside, es gehört damit zu den Besten.

Mehr Informationen zu unserem aktuellen Pedelectest finden Sie auf der adac.de

Unsere Tipps für Verbraucher

  • Einsatzzweck des Pedelecs prüfen und eine Auswahl treffen

Vor dem Pedelec-Kauf ist zu klären, ob es beispielsweise als Wiedereinstieg für Fahrradfahrer, für Berufspendler oder etwa als Familienrad genutzt werden soll – etwa um Kinder oder Gepäck besser transportieren zu können. Verschiedene Antriebskonzepte, Fahrradauslegungen und Rahmengeometrien ermöglichen differenzierte Einsatzzwecke. Fachhändler als auch das Recherchieren von Testergebnissen können hier eine gute Hilfestellung geben.

Die Leistungsmerkmale eines Pedelecs sind die erzielbaren Reichweiten, die Ladedauer des Akkus sowie das zusätzliche Gewicht  des Rads und des Ladegeräts. Dabei gilt ein Minimum von 50 Kilometer bei der Reichweite und eine maximale Ladedauer von 3,5 Stunden.

  •  Vor dem Kauf Probe fahren

Eine Probefahrt ist unverzichtbar, wobei vor allem auch das Ansprech- sowie das Abregelverhalten des Antriebes besonders kritisch zu prüfen sind. Die Anpassung der Sitz- und Lenkerhalterung, die Ablesbarkeit der Anzeigen, die Bedienung von Bremsen und Schaltung sollten während einer ersten Testfahrt ebenso beleuchtet werden.

  • Grundeinstellungen durch den Fachhändler

Nicht nur die korrekte Einstellung der Körpergröße, sondern auch die richtige Einstellung der Schaltung sowie der Bremsen kann eine wesentliche Qualitätssteigerung dieser Komponenten bewirken.

  • Übung macht den Meister

Machen Sie sich ausgiebig mit dem Pedelec vertraut, bevor Sie im öffentlichen Straßenverkehr fahren.

  • Beide Hände an den Lenker

Bei den Testfahrten wurden unterschiedliche Fahrstabilitäten der Pedelecs ausgemacht – das kann im schlechtesten Fall zu kritischen Situationen führen. Die Sicherheit kann hier erheblich verbessert werden, wenn beide Hände ständig am Lenker sind.

  • Rechtzeitiges Schalten

Die Erfahrung zeigt, dass Fahrer mit dem Pedelec schaltfaul werden. Am Berg wird spätes Schalten oftmals zum Verhängnis: Dabei lässt der Antrieb den Schaltvorgang nicht mehr zu und ein Absteigen wird notwendig. Daher ist frühzeitiges Schalten, speziell am Berg, äußerst wichtig.

  • Transport des Pedelecs am Fahrzeug

Bei Fahrzeugen muss zunächst der Fahrradträger für das höhere Gewicht der Pedelecs ausgerichtet sein. Zudem ist zu prüfen, ob die Stützlast des Autos für den Transport des Pedelecs ausreicht. Grundsätzlich muss dabei der Akku und anderes abnehmbares Zubehör abgenommen und im Wageninneren verstaut werden.

  • Sicher mit Helm

Eine Helmpflicht gilt für Pedelecs nicht. Das Tragen eines Helmes ist trotzdem empfehlenswert, da ein hohes Tempo erreicht werden kann und Autofahrer die Beschleunigung und Fahrgeschwindigkeiten oftmals unterschätzen. Zusätzliche Informationen erhalten Sie auch von unseren Verkehrsexperten in der Broschüre „Mit dem Pedelec mobil“ (www.adac.de/radler-skater).

2 Antworten zu “Pedelectest 2016: Unsere Tipps für Verbraucher

  1. Wie schon im Test von 2013 vermisse ich einen Hinweis auf die geringe Tragfähigkeit der Räder. Mir als 112 Kg-Mann wurde von 6 verschiedenen Händlern bei der Probefahrt fast aller gängigen Marken kein Hinweis darauf gegeben, dass ich ein Pedelec mit 150-160 Kg Tragfähigkeit benötige. Erst ein 7. Händler beschaffte mir das erforderliche Modell von KTM!
    Ausserdem ist die Reichweiten-Angabe (140 km bei unterster Stufe) auf eine 70 Kg-Person bezogen; d.h. ich (112 Kg) erreiche damit nur etwas mehr als 90 Km.!!!!!!!!

  2. Soso: das „preisgünstigte Modell“ kostet also 1800 Euro.
    Und was ist denn bitte mit den ganzen Pedelecs für unter 1000€? Da sind auch nicht alle schlecht!

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