München: Carsharing mit Brennstoffzellen-SUVs


Bei dem neuen Carsharing-Angebot BeeZero in München können Interessierte Wasserstoff-Fahrzeuge mieten: 50 SUVs stehen bereit, um Autofahrern die emissionsfreie und umweltschonende Technik näher zu bringen.

Wasserstoffautos für alle: Das Konzept von "BeeZero"

Wasserstoffautos für alle: Das Konzept von BeeZero.

Seit Mitte August dürfen sich die Münchner über ein weiteres Carsharing-Angebot in der bayrischen Hauptstadt freuen: Der Linde-Konzern stellt mit BeeZero 50 Autos mit Wasserstoff-Antrieb zur Verfügung. Über eine Smartphone-App können Autofahrer nach erfolgter Anmeldung ein SUV in ihrer Nähe finden.

Die Wasserstoffautos vom Typ Hyundai ix35 Fuel Cell haben eine Reichweite von 400 Kilometern und bieten Platz für bis zu fünf Personen. Statt Diesel oder Benzin befindet sich Wasserstoff im Tank, der von einer Brennstoffzelle in Strom umgewandelt wird und so einen Elektromotor antreibt.

Scheu vor Wasserstoff-Antrieb

Für BeeZero gehe es auch darum, dass Autofahrer die Wasserstoff-Fahrzeuge ausprobieren und ihre Scheu davor verlieren, so die Macher. Die Mietpreise ähneln den Kosten anderer Carsharing-Anbieter: Der Zeittarif liegt bei 9 Cent pro Minute, hinzu kommt ein Streckenpreis von 29 Cent je Kilometer.

Bisher haben nur Hyundai und Toyota Elektroautos mit Wasserstoff und Brennstoffzelle im Angebot. Hyundai führte sein SUV ix35 Fuel Cell 2013 zum Preis von 65.000 Euro ein. Es wurde noch keine 400 Mal in Europa verkauft. Der Mirai von Toyota kostet 79.000 Euro und wurde seit 2015 20 Mal in Deutschland verkauft.

Mit Material von dpa

4 Antworten zu “München: Carsharing mit Brennstoffzellen-SUVs

  1. Ich finde es sehr Sinnvoll.
    Wasserstoff kann immer dann produziert werden wenn durch die erneuerbaren zu viel Strom im Netz ist.

    Jetzt ist natürlich die spannende Frage wie Linde den Wasserstoff für die BeeZero Flotte tatsächlich herstellt.
    Aus Wasser(H²0) mittels Elektrolyse und erneuerbaren Energien?
    Oder aus Erdgas, also fossiler Energie?
    Oder irgend eine Mischung aus beidem?

    • Solarer-Wasserstoff aus Solarstrom ist die einzige Option für die zukünftige, sinnvolle Herstellung von Wasserstoff.

      Power to gas ist eine weitere Option für eine Speicherung von überschüssigen Solarstrom mit Hilfe von solaren – Wasserstoff.

      Bei der Herstellung von solarem-Wasserstoff mit Hilfe von Solarstrom kann nicht von einem Wirkungsgrad gesprochen werden. Wenn überhaupt dann nur von einer Energiebilanz.

  2. Eine neue Abhängigkeit, hier Wasserstoff,
    Nein Danke!!!!!!
    Ich für meine Familie bin froh, das mich Benzin und Dieselpreise seit fast sechs Jahren nicht mehr ernsthaft interessieren, da ich rein elektrisch fahre und die Energie aus regenerativen Energiequellen stammt. Warum also der Umweg über Wasserstoff.
    Außerdem ist die Herstellung von Wasserstoff höchst ineffizient, da auch der überwiegend durch fossilen Brennstoff hergestellt wird.

  3. Solange die Wasserstoff-Bereitstellung so extrem ineffizient ist, bleibt das Brennstoffzellen-Auto leider keine sinnvolle Lösung. Wasserstoff wird aus Erdgas (CH4) sehr energieaufwendig hergestellt. Dabei wird der Kohlenstoff aus dem Erdgas zu CO2 oxidiert, im selben Umfang, als wenn man Erdgas verbrennt. Da ist ein herkömmlicher Verbrenner auf Erdgas-Basis vernünftiger, einfacher, umweltfreundlicher und billiger.

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